Diplomarbeit, 1998
98 Seiten, Note: 1.7
1 ZIEL UND AUFGABENSTELLUNG
2 ENTWICKLUNGEN IN EUROPA
2.1 EUROPAS WÄHRUNGSPOLITIK BIS ZUR EWWU
2.1.1 Das „Bretton-Woods-System“
2.1.2 Das Europäische Währungssystem (EWS)
2.1.3 Der Delors-Bericht
2.2 DER VERTRAG ÜBER DIE EUROPÄISCHE UNION
2.2.1 Die erste Stufe
2.2.2 Die zweite Stufe
2.2.3 Konvergenzkriterien für den Übergang in die dritte Stufe
2.2.4 Die dritte Stufe
2.3 CHANCEN UND RISIKEN DER EWWU
2.3.1 Die Chancen einer gemeinsamen Währung
2.3.2 Mögliche Risiken bei der Einführung des Euro
3 DIE A&B BAU GMBH
3.1 ENTWICKLUNG UND GESCHICHTE
3.2 DAS UNTERNEHMEN IM ÜBERBLICK
4 BETROFFENHEITSANALYSE
4.1 GRAD DER BETROFFENHEIT
4.2 EDV
4.2.1 IST-Zustand
4.2.2 Anpassungsbedarf im EDV-Bereich
4.3 RECHNUNGSWESEN
4.4 WEITERE UNTERNEHMENSBEREICHE
4.4.1 Beschaffung
4.4.2 Kalkulation, Preisbildung und Marketing
4.4.3 Personal
4.4.4 Recht und Verträge
5 UMSTELLUNGSSTRATEGIE
5.1 UMSTELLUNGSKONZEPT
5.1.1 Begründung der Terminwahl
5.1.2 Konzeptaufbau
5.2 UMSTELLUNG DER EDV
5.2.1 EDV-Einführungsplan
5.2.2 Finanzbuchhaltung, Zahlungsverkehr
5.2.3 Angebots- und Rechnungserstellung
5.2.4 Lohn- und Gehaltsabrechnung
5.3 DIE UMSTELLUNG DES RECHNUNGSWESENS
5.3.1 Durchführung der laufenden Buchführung
5.3.2 Umstellung der Basiswährung für das Rechnungswesen
5.3.3 Bilanz und GuV
5.4 STRATEGISCHE ANPASSUNGEN
5.4.1 Auswirkungen der EWWU auf die Märkte
5.4.2 Beschaffung
5.4.3 Absatzmarkt
5.5 ALTERNATIVKONZEPT
5.5.1 Wann kommt es zum Einsatz?
5.5.2 Änderungen zum Umstellungskonzept
6 KOSTEN UND NUTZEN DER UMSTELLUNG
6.1 DIE KOSTEN DER UMSTELLUNG
6.1.1 Drei Arten von Umstellungskosten
6.1.2 Das Kostenbudget
6.1.3 Kostenvergleich zwischen Umstellungs- und Alternativkonzept
6.1.4 Finanzierung und Behandlung der Umstellungskosten
6.2 NUTZEN DER UMSTELLUNG
Die Diplomarbeit hat zum Ziel, ein fundiertes Umstellungskonzept für die A&B Bau GmbH zur Einführung der europäischen Gemeinschaftswährung zu erarbeiten. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse der betrieblichen Betroffenheit, der notwendigen EDV-Anpassungen, der strategischen Neuausrichtung in Beschaffung und Absatz sowie der Ermittlung der Kosten- und Nutzenaspekte dieses Übergangsprozesses.
2.1.1 Das „Bretton-Woods-System“
Ein Hauptziel auf dem Weg zur Europäischen Währung war stets die Bindung der Währungskurse an feste Austauschverhältnisse („Paritäten“). Dies geschah vor allem, um das Kursrisiko, welches den internationalen Handel und Kapitalverkehr behinderte, zu beseitigen.1
Der erste Vorläufer war das sogenannte „Bretton-Woods-System“ des IWF vom Juli 1944. Auf einer Konferenz in Bretton Woods, New Hampshire (USA) einigten sich 45 Staaten auf eine neue Weltwährungsordnung.2 Sie „sah eine feste Dollar-Parität und Schwankungsbreiten zwischen den beteiligten Währungen von jeweils höchstens ein Prozent unter und über dieser vor; ... Durch die Bindung des US-Dollars an den Goldpreis war auch die reale Stabilität des Systems weitgehend gesichert:.“3 Die festgelegten Bandbreiten der Wechselkurse sollten mit Hilfe von Interventionen auf dem Devisenmarkt durch die Zentralbanken oder sonstigen wirtschaftspolitischen Maßnahmen eingehalten werden.
„Ende der 60er Jahre konnte der US-Dollar angesichts der Belastung seiner Heimat-Basis USA insbesondere durch den Vietnam-Krieg seiner Stabilitäts-Rolle nicht mehr gerecht werden.“4 Es kam zu hohen Staatsdefiziten, welche die Inflation verstärkten. In den Folgejahren ließ sich die feste Goldwertkonvertibilität des Dollars nicht mehr länger halten und wurde am 15. August 1971 aufgegeben. Im Anschluß daran worden die höchstzulässigen Schwankungsbreiten von +/- 1 % auf +/- 2,25 % erweitert. Es erfolgten mehrere Abwertungen des US-Dollars.
Weitere Währungsturbulenzen führten dazu, daß am 19. März 1973 wichtige Währungen, unter ihnen auch die D-Mark, um den US-Dollar zu floaten5 begannen. Damit wurde gleichzeitig das Ende des Bretton-Woods-Systems eingeleitet, denn „die Dollareinlösepflicht zur Festparität wurde suspendiert, das Paritäten-System von Bretton-Woods praktisch aufgehoben, die Wechselkurse bildeten sich an den Märkten mehr oder weniger frei“6.
1 ZIEL UND AUFGABENSTELLUNG: Definition der Zielsetzung der Arbeit, ein Umstellungskonzept für die A&B Bau GmbH zur Einführung des Euro zu entwickeln.
2 ENTWICKLUNGEN IN EUROPA: Darstellung der historischen Entwicklung des EWS, des Vertrags über die Europäische Union sowie der Chancen und Risiken der EWWU.
3 DIE A&B BAU GMBH: Kurzvorstellung der Historie, des Leistungsangebots und der aktuellen Unternehmensorganisation der A&B Bau GmbH.
4 BETROFFENHEITSANALYSE: Untersuchung des Anpassungsbedarfs in den Bereichen EDV, Rechnungswesen und in den strategischen Unternehmensbereichen wie Beschaffung und Personal.
5 UMSTELLUNGSSTRATEGIE: Entwicklung eines konkreten Umstellungskonzepts sowie eines Alternativkonzepts für eine schnellere Euro-Einführung im Unternehmen.
6 KOSTEN UND NUTZEN DER UMSTELLUNG: Detaillierte Ermittlung der Umstellungskosten, Vergleich von Umstellungs- und Alternativkonzept sowie Analyse des zu erwartenden Nutzens.
Euro, Europäische Wirtschafts- und Währungsunion, Umstellungskonzept, Bauunternehmen, EDV-Anpassung, Rechnungswesen, Umstellungskosten, Konvergenzkriterien, Doppelwährungsphase, Beschaffungsmarkt, Finanzbuchhaltung, Eurofähigkeit, Unternehmensstrategie
Die Diplomarbeit befasst sich mit der praktischen Vorbereitung eines mittelständischen Bauunternehmens auf die Einführung der europäischen Gemeinschaftswährung Euro.
Die zentralen Felder umfassen die Analyse der makroökonomischen Entwicklung der EWWU, die unternehmensinterne EDV-Umstellung, die Anpassung des Rechnungswesens sowie die strategische Neuausrichtung in Beschaffung und Personalwesen.
Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines realisierbaren Umstellungskonzepts für die A&B Bau GmbH, um den Herausforderungen der Euro-Einführung in der Übergangsphase zu begegnen.
Es handelt sich um eine Fallstudie, die den spezifischen Anpassungsbedarf eines Unternehmens (A&B Bau GmbH) analysiert und daraus Handlungsempfehlungen ableitet.
Der Hauptteil analysiert die Betroffenheit einzelner Unternehmensbereiche, entwickelt eine Umstellungsstrategie inklusive EDV-Fahrplan und bewertet die anfallenden Kosten und den potenziellen Nutzen.
Die wichtigsten Begriffe sind Euro-Einführung, Umstellungskonzept, mittelständisches Bauunternehmen, EDV-Anpassung, Rechnungswesen und strategische Marktoptimierung.
Das Unternehmen setzt auf den Einsatz doppelwährungsfähiger Software, um sowohl in D-Mark als auch in Euro buchen zu können und den Übergang sukzessive zu gestalten.
Durch die frühzeitige Vorbereitung werden Engpässe bei IT-Dienstleistern vermieden, Kosten langfristig gestreut und Wettbewerbsvorteile durch modernisierte Prozesse erzielt.
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