Magisterarbeit, 1999
67 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Methodik und Aufbau der Arbeit
1.3 Begriffliche Abgrenzungen
1.3.1 Der Begriff des Technologie- und Gründerzentrums
1.3.2 Der Begriff der technologieorientierten Unternehmensgründung
1.4 Forschungsstand und Literaturlage
2. Die Technologiepolitik in Nordrhein-Westfalen: Ein Überblick
2.1 Ursachen und Ziele
2.2 Entwicklung seit 1970
3. Ergebnisse der Befragung
3.1 Die empirische Befragung
3.1.1 Durchführung und Rücklauf der Befragung
3.1.2 Statistische Auswertungsverfahren der Datenanalyse
3.2 Leitbranchen
3.2.1 Motivation für die Leitbranchenkonzeption
3.2.2 Branchenspezifische Zentrenausstattung
3.2.3 Änderungen der ursprünglichen Konzeption
3.3 Firmenbestand
3.4 Finanzierung
3.5 Konkurrenz zu anderen Fördereinrichtungen?
3.6 Interne Defizite und aktuelle Probleme
4. Zusammenfassung
5. Schlußfolgerungen und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle von Technologie- und Gründerzentren (TGZ) in Nordrhein-Westfalen als Instrument der regionalen Wirtschaftsförderung, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Leitbranchenkonzeption und dem tatsächlichen Firmenbestand liegt, um zu klären, ob die gesetzten wirtschaftspolitischen Ziele in der Praxis erreicht werden.
3.1.1 Durchführung und Rücklauf der Befragung
Ziel der Studie ist die Querschnittsanalyse und Bewertung von TGZ anhand der Leitbranchenkonzeption und des Firmenbestandes. Nach der vorgeschalteten Literaturanalyse wurde dazu auf das Mittel der empirischen Erhebung per Fragebogen zurückgegriffen. Zunächst mußten hierzu die Standorte und Adressen der Technologiezentren in Nordrhein-Westfalen ermittelt werden. Dazu erwies sich eine Adressbeilage in der Zeitschrift "Synergie Journal" als hilfreich. Ein neueres Adressenverzeichnis bot ein Flyer des Vereins "TZ-NRW"; weitere aktualisierte Adresslisten (z.B. der Arbeitsgemeinschaft deutscher Technologiezentren [ADT]) fanden sich im Internet.
Hinsichtlich des Erhebungsumfangs kann man zwischen Vollerhebungen, Teilerhebungen und Fallstudien unterscheiden. Letztere bieten den Vorteil der eingehenden Schilderung komplexer Kontexte, eigen sich aber kaum für die Gewinnung repräsentativer Aussagen. Totalerhebungen sind teuer und bei großer statistisch zu untersuchender Einheitenmasse langwierig - sie eignen sich daher nur für kleine und überschaubare Grundgesamtheiten. Vor dem Hintergrund der Fragestellungen dieser Studie und einer vorderhand taxierten Grundgesamtheit von 63 TGZ wurde die Befragung als Vollerhebung angelegt.
Wegen des Zeit- und Kostenaufwands wurden dabei mündliche Interviews nur in Ausnahmefällen angestrebt, der Schwerpunkt lag dabei auf der postalisch-schriftlichen Erhebungsform. Das hatte den Vorteil, daß die Beeinflussung des Befragten durch den Interviewer vermieden wurde. Auch Zeitdruck trat weniger auf, wodurch unter Umständen leichter Antworten zu sensiblen Bereichen zu erhalten waren. Dem steht als gravierendster Nachteil die mangelnde Situationskontrolle gegenüber, zum Beispiel bezüglich der Identität zwischen angeschriebener und den Fragebogen ausfüllender Person. Durch persönliche Anschreiben, entsprechende Gestaltung des Fragebogens und zugesicherte Anonymität wurde versucht, dem entgegenzuwirken.
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Rolle der nordrhein-westfälischen Technologiezentren als Instrument zur Bewältigung des Strukturwandels und formuliert zentrale Forschungsfragen zur Branchenkonzeption und Effektivität.
2. Die Technologiepolitik in Nordrhein-Westfalen: Ein Überblick: Dieses Kapitel skizziert die wirtschaftlichen Ursachen der Strukturkrise ab den 1970er Jahren und die Entwicklung technologiepolitischer Förderprogramme des Landes.
3. Ergebnisse der Befragung: Hier werden die empirischen Erkenntnisse zur Konzeption, zum Firmenbestand, zur Finanzierung und zu den alltäglichen Problemen der Zentren detailliert ausgewertet.
4. Zusammenfassung: Das Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Befragung zusammen, insbesondere hinsichtlich der Leitbranchenwahl und der Zielerreichung der Zentren.
5. Schlußfolgerungen und Ausblick: Der Autor bewertet die strategische Ausrichtung der Zentren kritisch und gibt Empfehlungen zur Verbesserung der Effizienz und Praxisnähe.
Technologiezentren, Gründerzentren, Nordrhein-Westfalen, Wirtschaftsförderung, Leitbranchen, Strukturwandel, technologieorientierte Unternehmen, Existenzgründung, Innovationsförderung, Firmenbestand, Finanzierung, Betriebskosten, Technologietransfer, Empirische Untersuchung.
Die Magisterarbeit befasst sich mit der Wirksamkeit von Technologie- und Gründerzentren (TGZ) in Nordrhein-Westfalen als Instrumente der regionalen Struktur- und Wirtschaftspolitik.
Die zentralen Themen sind die Leitbranchenkonzeption der Zentren, die Zusammensetzung des Firmenbestands, die Finanzierungssituation und die Wettbewerbsbeziehungen zwischen verschiedenen Fördereinrichtungen.
Die Arbeit untersucht, ob die TGZ ihre selbstgesteckten Ziele bei der Auswahl von Schwerpunktbranchen erreicht haben und ob eine solche Ausrichtung für die Unternehmensförderung in der Praxis sinnvoll ist.
Der Autor führt eine empirische Querschnittsanalyse durch, die auf einer schriftlichen Vollerhebung mittels Fragebogen unter 63 Technologiezentren in Nordrhein-Westfalen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in einen Überblick über die Technologiepolitik des Landes und die detaillierte Darstellung und Auswertung der empirischen Ergebnisse, inklusive der Analyse von internen Defiziten und Standorthemmnissen.
Wesentliche Begriffe sind Technologie- und Gründerzentren, Strukturwandel, technologieorientierte Unternehmensgründungen, Technologietransfer und Wirtschaftsförderung.
Die Anpassungen erfolgten primär aufgrund von stagnierenden oder degressiven Marktentwicklungen in gewählten Branchen, um das Zentrum durch die Akquise neuer Unternehmenstypen auszulasten.
Standorte in der Nähe von Hochschulen mit einem vorhandenen industriellen Umfeld zeigen laut Arbeit deutlich bessere Erfolgsaussichten als ländlich-periphere Zentren ohne ausreichendes Gründerpotential.
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