Diplomarbeit, 2003
97 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Einführung in die Thematik
1.2. Aufbau, Methodik und Zielsetzung der Arbeit
2. Grundzüge des Management-Instruments Benchmarking
2.1. Begriffsbestimmungen
2.2. Einordnung des Benchmarking in das Strategische Management
2.3. Funktion des Benchmarking
2.3.1. Objekte des Benchmarking
2.3.2. Inhalt und Ziele von Benchmarking
2.4. Die Entwicklung des Benchmarking in der Unternehmenspraxis
2.4.1. Benchmarking in den Vereinigten Staaten
2.4.2. Benchmarking in Japan
2.4.3. Benchmarking in Deutschland
2.5. Abgrenzung zu anderen Methoden
2.5.1. Betriebsvergleich
2.5.2. Konkurrenzanalyse
2.5.3. Kaizen
3. Arten des Benchmarking
3.1. Internes Benchmarking
3.1.1. Eigenschaft und Ziel des internen Benchmarking
3.1.2. Kritische Betrachtung
3.2. Externes Benchmarking
3.2.1. Konkurrenzbezogenes Benchmarking
3.2.1.1. Eigenschaft und Ziel des konkurrenzbezogenen Benchmarking
3.2.1.2. Kritische Betrachtung
3.2.2. Branchenbezogenes Benchmarking
3.2.2.1. Eigenschaft und Ziel des branchenbezogenen Benchmarking
3.2.2.2. Kritische Betrachtung
3.2.3. Generisches Benchmarking
3.2.3. Eigenschaft und Ziel des generischen Benchmarking
3.2.3.2. Kritische Betrachtung
3.3. Weitere Arten des Benchmarking
3.3.1. Globales Benchmarking
3.3.2. Produkt-Benchmarking
3.3.3. Kosten-Benchmarking
3.3.4. Strategisches Benchmarking
4. Der Benchmarking-Prozess
4.1. Grundregeln des Benchmarking-Prozesses
4.1.1. Rechtliche Aspekte des Benchmarking
4.1.2. Der Benchmarking-Verhaltenscodex
4.2. Kritische Darstellung der in der Literatur vorgeschlagenen Phasenmodelle
4.2.1. Die 4-Phasen-Modelle nach Watson und Camp
4.2.2. Die 5-Phasen-Modelle nach Karlöf/Östblom und Leibfried/Mc Nair
4.2.3. Das 8-Phasen Modell nach Pieske
4.2.4. Weitere Modelle
4.3. Konkretisierung des Benchmarking-Prozesses für die Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH
4.3.1. Vorüberlegungen
4.3.2. Anforderungen an den Benchmarking-Prozess
4.4. Entwicklung eines geeigneten Benchmarking-Prozesses für die Lübecker Hafen- Gesellschaft mbH
4.4.1. Inhalt der Planungsphase
4.4.2. Inhalt der Datenerhebungsphase
4.4.3. Inhalt der Analysephase
4.4.4. Inhalt der Implementierungsphase
4.4.5. Inhalt der Kommunikationsphase
4.4.6. Inhalt der Kontrollphase
4.5. Benchmarking: Ein fortwährender Prozess
5. Implementierung des entwickelten Benchmarking-Konzeptes am Beispiel der Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH
5.1. Die Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH
5.1.1. Die Entwicklung von Unternehmen und Hafen
5.1.2. Hafeninfrastruktur
5.1.2.1. Skandinavienkai
5.1.2.2. Burgtorterminal
5.1.2.3. Ostpreußenkai
5.1.3. Bisherige Entwicklung des Kreuzfahrtgeschäftes in Lübeck
5.1.4. Anforderungen an den Standort Lübeck
5.2. Durchführung einer Benchmarking-Studie am Beispiel der Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH
5.2.1. Planungsphase
5.2.2. Datenerhebungsphase
5.2.3. Analysephase
5.2.4. Implementierungsphase
5.2.5. Kommunikationsphase
5.2.6. Kontrollphase
6. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit zielt auf die Entwicklung und theoretische Implementierung eines Benchmarking-Konzeptes für die Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH ab, um die Wettbewerbsfähigkeit im Kreuzfahrtgeschäft langfristig zu steigern. Dabei werden theoretische Grundlagen des Benchmarking analysiert, verschiedene Prozessmodelle kritisch evaluiert und auf ihre Anwendbarkeit für das untersuchte Unternehmen geprüft.
2.1 Begriffsbestimmungen
Der Begriff Benchmark ist ursprünglich dem handwerklichen Bereich zuzuordnen. Bis in das Mittelalter war es im englischen Handwerk üblich in eine Werkbank (engl. = "bench") Markierungen (engl. = "marks") einzuritzen, die dem Handwerker als Größen- bzw. Längenangaben für die Bearbeitung des Werkstoffes dienten. Später wurde der Ausdruck in der Landvermessung verwendet. Hier stellten "benchmarks" markante und auffällige Punkte in der Landschaft dar, die als Höhenmarkierungs- oder Bezugspunkte zur Vermessung des Geländes dienten. Entsprechend den Ausführungen im Oxford Learner´s Dictionary ist ein Benchmark als "a mark to indicate a point of known height, used as a reference in measuring other heights for a survey" zu verstehen. Gemeint ist also die Festlegung eines Referenzpunktes, der zur Messung anderer Punkte oder Markierungen dient.
In neuerer Zeit wurde diese Definition zunächst von der Computerindustrie aufgegriffen und als Fachbegriff in den deutschen Sprachraum eingeführt. Um dem Problem der vergleichenden Messung der Leistungsfähigkeit von Computern entgegen zutreten, entwickelte man sogenannte "Benchmark-" oder "Benchmarking Programme". Mit Hilfe dieser Programme war nun ein objektiver Vergleich der Leistung verschiedener Rechner durch die ermittelten Kennzahlen möglich. Im weiteren Verlauf wurden die Begriffe "Benchmark" und "Benchmarking" inhaltlich kontinuierlich erweitert und werden heute als Synonym für das Setzen und Überprüfen jeglicher Leistungsstandards verwendet.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Benchmarking als Managementinstrument ein und erläutert die Zielsetzung sowie methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2. Grundzüge des Management-Instruments Benchmarking: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen des Benchmarking definiert, in das strategische Management eingeordnet und von anderen Methoden wie dem Betriebsvergleich oder Kaizen abgegrenzt.
3. Arten des Benchmarking: Das Kapitel differenziert zwischen verschiedenen Formen des Benchmarking, wie internem, externem (konkurrenz-, branchen- und generischem) sowie objektbezogenem Benchmarking.
4. Der Benchmarking-Prozess: Hier werden grundlegende Verhaltensregeln und verschiedene Phasenmodelle aus der Literatur kritisch analysiert, um anschließend ein eigenes 6-Phasen-Ablaufmodell für die Lübecker Hafen-Gesellschaft zu entwickeln.
5. Implementierung des entwickelten Benchmarking-Konzeptes am Beispiel der Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH: Dieses Kapitel veranschaulicht die theoretische praktische Durchführung einer Benchmarking-Studie, von der initialen Planung bis hin zur Implementierung und Kontrolle im spezifischen Kontext der Lübecker Hafen-Gesellschaft.
6. Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet den theoretischen Erfolg der Arbeit als Handlungsvorlage für die Praxis.
Benchmarking, Strategisches Management, Lübecker Hafen-Gesellschaft, Wettbewerbsfähigkeit, Prozessanalyse, Kostenmanagement, Best-Practice, Dienstleistungssektor, Kreuzfahrtgeschäft, Qualitätsmanagement, Unternehmensberatung, Benchlearning, Implementierung, Datenerhebung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der theoretischen Entwicklung und Implementierung eines Benchmarking-Konzeptes, das speziell auf die Anforderungen und Strukturen der Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH zugeschnitten ist.
Im Zentrum stehen die theoretischen Grundlagen des Benchmarking, der Vergleich verschiedener Prozessmodelle aus der Literatur sowie die Anwendung dieser Erkenntnisse auf den Bereich des Kreuzfahrtgeschäfts in Lübeck.
Das Ziel ist es, durch eine strukturierte Benchmarking-Studie Leistungslücken der Lübecker Hafen-Gesellschaft gegenüber Wettbewerbern zu identifizieren und einen theoretischen Rahmen für die Implementierung nachhaltiger Prozessverbesserungen zu schaffen.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Benchmarking-Modelle sowie auf eine systematische, fallstudienorientierte Vorgehensweise, bei der die theoretischen Erkenntnisse auf den spezifischen Standort Lübeck transferiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Benchmarking, die detaillierte Darstellung unterschiedlicher Vorgehensweisen und Phasenmodelle sowie die praktische Konkretisierung für das Beispielunternehmen, inklusive der Identifikation wettbewerbsrelevanter Prozesse.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Benchmarking, strategisches Management, Hafenwirtschaft, Prozessoptimierung und Wettbewerbsvorteile definieren.
Das Unternehmen sieht sich einer stagnierenden Entwicklung im Kreuzfahrtgeschäft und einem zunehmenden Wettbewerbsdruck durch andere Ostseehäfen wie Rostock und Kiel gegenüber, weshalb eine externe Orientierung an Best-Practice-Lösungen notwendig ist.
Die Kontrollphase wird als paralleler, begleitender Prozess konzipiert, der es ermöglicht, Fehler frühzeitig zu identifizieren, den Ressourcenverbrauch zu überwachen und durch sofortige Rückkopplungen Korrekturen innerhalb des laufenden Benchmarking-Projekts vorzunehmen.
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