Diplomarbeit, 1999
120 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
2. Begriffliche Eingrenzung
2.1 Sportpädagogik
2.2 Offene Jugendarbeit
3. Jugend und Sport
3.1 Sportbegriff der Jugend
3.2 Freizeitorientierungen und -interessen von Jugendlichen
3.3 Jugend und ihre sportlichen Lebenswelten
3.4 Sport als Freizeit- und Lebensstil
3.5 Sport als Sinnmuster in der Jugendkultur
4. Allgemeine Ziele der Sportpädagogik im Rahmen der offenen Jugendarbeit
4.1 Identitätsentwicklung
4.2 Sozialisation
4.3 Soziales Lernen
4.4 Moderation
4.5 Befindlichkeitsverbesserung
5. Sportpädagogische Grundüberlegungen in der offenen Jugendarbeit
5.1 Konzeptionelle Grundlage der offenen Jugendarbeit
5.2 Sportpädadogische Strukturelemente der offenen Jugendarbeit
5.2.1 Entscheidungsfaktoren
5.2.1.1 Zielbereich
5.2.1.2 Inhalt
5.2.1.3 Methodik
5.2.1.4 Organisationsformen
5.2.2 Bedingungsfaktoren
5.2.2.1 Mitarbeiter
5.2.2.2 Zielgruppe
5.2.2.3 Sachliche Ausstattung
5.2.2.4 Träger
6. Sportprojekt „Basketball um Mitternacht“
6.1 Entstehung des Projektes
6.2 Projektkonzeption
6.2.1 Ziele
6.2.2 Inhalt/Methodik/Organisationsformen
6.2.3 Mitarbeiter
6.2.4 Zielgruppe
6.2.5 Sachliche Ausstattung
6.2.6 Trägerkooperation
6.3 Projektverlauf
6.4 Zwischenauswertung
7. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial der Sportpädagogik als sozialpädagogischen Ansatz innerhalb der offenen Jugendarbeit. Ziel ist es, nachzuweisen, dass sportliche Angebote – sofern sie an den Interessen der Jugendlichen anknüpfen und von ihnen mitbestimmt werden – die gesetzlichen Bildungs- und Erziehungsaufgaben nach § 11 KJHG effektiv unterstützen können, indem sie die Entwicklung der Persönlichkeit fördern und zur sozialen Integration beitragen.
3.1 Sportbegriff der Jugend
Bei der Verständigung über den Gebrauch des Wortes Sport gibt es erhebliche Unterschiede zwischen der objektiven Begriffsauffassung aus einem sportwissenschaftlichen Definitionsversuch heraus und dem subjektiven Sportverständnisses von Jugendlichen. Um aber eine differenzierte Analyse und Erfassung der sportlichen Aktivitäten von Jugendlichen authentisch zu rekonstruieren, ist es unumgänglich, sich über den Sportbegriff der Jugend zu verständigen. Andernfalls laufen Pädagogen Gefahr, den Bedeutungsgehalt des Sports für die Jugendlichen falsch zu interpretieren und letztendlich „an den Jugendlichen vorbeizureden“. Dies macht es notwendig, eine subjektive, semantische Bedeutung des Begriffes Sport zu konstruieren, um mit dem jugendliche Vorstellungen, Gefühle, Assoziationen und Wissensbestände kongruent zu laufen.
Sport ist kein einheitliches Phänomen. Es gibt viele Arten des Sport wie Fußball, Tennis, Basketball, etc. und viele Typen des Sports wie Leistungssport, Ausgleichssport, Familiensport, Breitensport, etc.. Von daher liegt die Annahme nahe, daß es intraindividuell keinen festen, strukturierten Begriff von Sport gibt. Sport ist immer mehrdeutig auszulegen. Genauso wenig bleibt auch interindividuell der Sportbegriff nicht eindeutig bestimmbar, weil er stets durch unterschiedliche Sportbiographien erworben wird und sich daher jeglichem kollektiven Einheitsverständnis entzieht. Durch die verschiedensten Einflüsse wie Medien, Kommunikation mit Freunden, Schulsport, etc. entsteht für den einzelnen Jugendlichen ein subjektives Bild von Sport.
So wird die meist unreflektierte Selbstdefinition des Sports aus Vorstellung abgerufen, zu denen der subjektive Sportbegriff in konkreter Erinnerung mit eigenen sportlichen Aktivitäten steht (vgl. Sack, 1989).
1. Einleitung: Problematisierung der Vernachlässigung des Sports in der Sozialpädagogik sowie die Notwendigkeit einer fachlichen Fundierung durch das KJHG.
2. Begriffliche Eingrenzung: Definition der Sportpädagogik als Teildisziplin und der offenen Jugendarbeit als pädagogisches Handlungsfeld innerhalb der Jugendhilfe.
3. Jugend und Sport: Analyse des subjektiven Sportbegriffs, der Freizeitinteressen und der Bedeutung sportlicher Aktivitäten in den heutigen jugendlichen Lebenswelten.
4. Allgemeine Ziele der Sportpädagogik im Rahmen der offenen Jugendarbeit: Erörterung der pädagogischen Ziele wie Identitätsentwicklung, Sozialisation, soziales Lernen, Moderation und Befindlichkeitsverbesserung.
5. Sportpädagogische Grundüberlegungen in der offenen Jugendarbeit: Entwicklung eines theoretischen Rahmenkonzepts unter Berücksichtigung von Strukturmerkmalen und Bedingungsfaktoren für die Praxis.
6. Sportprojekt „Basketball um Mitternacht“: Konkrete Darstellung und Zwischenauswertung eines Modellprojekts zur Gewaltprävention und Integration von sozial benachteiligten Jugendlichen.
7. Zusammenfassung: Resümee der theoretischen Erkenntnisse und der praktischen Bedeutung von Sport als sozialpädagogisches Medium in der Jugendarbeit.
Sportpädagogik, Offene Jugendarbeit, Sozialisation, Identitätsentwicklung, Jugendhilfe, Freizeitsport, Streetball, Soziales Lernen, Adoleszenz, Lebensweltorientierung, Gewaltprävention, Sportprojekt, Pädagogik, Partizipation, Jugendkultur.
Die Arbeit begründet Sportpädagogik als einen sozialpädagogischen Ansatz in der offenen Jugendarbeit und entwickelt ein Rahmenkonzept für die Praxis.
Zu den zentralen Themen gehören das Sportverständnis von Jugendlichen, die pädagogische Zielsetzung in der offenen Jugendarbeit und die praktischen Anforderungen an Mitarbeiter und Träger.
Ziel ist es, den pädagogischen Wert von Sport für die Zielgruppe der Jugendlichen zu belegen und eine Grundlage für eine professionelle, sportpädagogische Jugendarbeit zu schaffen.
Die Arbeit nutzt die Analyse von Jugendstudien und soziologischen Theorien, ergänzt durch die Auswertung eines konkreten Modellprojekts.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen der Sportpädagogik und Jugendarbeit vor allem pädagogische Ziele und strukturelle Bedingungen für die Praxis erarbeitet.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sportpädagogik, Jugendarbeit, Sozialisation, Identitätsentwicklung und Gewaltprävention charakterisiert.
Es handelt sich um ein offenes, niederschwelliges Angebot für sozial benachteiligte Jugendliche, das durch eine Mischung aus Sport und sozialpädagogischer Betreuung versucht, kriminelle Potenziale zu mindern.
Da sportpädagogische Inhalte in aktuellen Studienplänen meist fehlen, ist eine fachliche Qualifizierung notwendig, um das Medium Sport in der Sozialarbeit zielgerichtet einsetzen zu können.
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