Diplomarbeit, 1999
97 Seiten, Note: 1.3
1 Problemstellung
2 Controlling und IS-Konzeptionen
2.1 Informationstechnologischer Controllingbegriff
2.1.1 Definition des Controllingbegriffes
2.1.2 Aufgaben des Controlling
2.2 Begriffsbestimmung und Historie von Informationssystemen
2.2.1 Entstehung von Informationssystemen
2.2.2 Arten von Informationssystemen
2.2.3 Gründe für das ‚Scheitern‘ früherer Informationssystem-Lösungen
2.3 Anforderungen an ein modernes DV-gestütztes Führungsinformationssystem
2.3.1 Inhaltliche Anforderungen
2.3.2 Benutzerbezogene Anforderungen
2.3.3 Konzeptionelle Anforderungen
2.3.4 Neuere technologische Entwicklungen
3 Das Führungsinformationssystem-Konzept der SAP AG
3.1 Entwicklung der SAP AG
3.2 Bedeutung und Aufbau von SAP R/3 Release 4.0B
3.3 Das Executive Information System der SAP AG
3.3.1 Leistungsumfang der EC-EIS-Komponente
3.4 Funktionsumfang des Business Information Warehouse
3.4.1 Der Business Information Warehouse Server
3.4.2 Der Business Explorer
3.4.3 Die Administrator Workbench
4 Erfahrungsberichte von SAP-EIS-Projekten
4.1 Darstellung der an der Befragung beteiligten Unternehmen
4.1.1 Alldata GmbH / Bayer AG
4.1.2 Der Degussa Konzern
4.1.3 Siemens AG Geschäftsbereich Automobiltechnik
4.1.4 Esprit Unternehmensberatung GmbH / Max-Planck-Gesellschaft e. V.
4.2 Zusammenfassung der Ergebnisse der Expertenbefragung
5 Zusammenfassung und kritischer Ausblick
Die Arbeit untersucht die Eignung und den Erfüllungsgrad moderner Informationssystem-Konzeptionen anhand des Executive Information System (EIS) der SAP AG. Ziel ist es, auf Basis einer theoretischen Fundierung und durch Experteninterviews mit Anwendern namhafter Unternehmen zu prüfen, inwieweit die EIS-Komponente von SAP R/3 den komplexen Anforderungen an ein modernes Führungsinformationssystem gerecht wird und welche Anpassungserfordernisse in der Praxis bestehen.
2.3.4.2 OnLine Analytical Processing (OLAP)
Im Mittelpunkt des Data Warehouses steht das Datenbankmanagementsystem, das den Informationsbedarf der Nutzer schnell und effizient befriedigen soll. Im Datenbankmanagementsystem wird der Benutzer mittels OLAP-Technologien in die Lage versetzt, Entscheidungen auf Basis von multidimensionalen Datenanalysen – anstatt von streng formalisierten Datenmodellen – treffen zu können. Unter OLAP versteht man dabei ein Konzept zur analytischen multidimensionalen Datenauswertung für die Führungsebene und deren unterstützende Organe im Unternehmen, das dem Benutzer Informationen interaktiv zur Verfügung stellt. OLAP-Komponenten erweitern hierbei klassische operative Systeme, meist relationale Datenbanksysteme, um der multidimensionalen Sichtweise betrieblicher Sachverhalte von Topmanagern und deren Anforderungen in einer angemessenen rechnergestützten Weise gerecht zu werden.
Der Begriff OLAP wurde von Codd im Jahre 1993 geprägt, der auch 12 Regeln zur Abgrenzung dieses Begriffes aufstellte. Die Hauptanforderungen sind dabei die Geschwindigkeit, d. h. das Abfragen innerhalb von einer bis zu zwanzig Sekunden, je nach Komplexität, beantwortet werden sollten, die einfache und benutzerfreundliche Bedienung der umfangreichen Analysemethoden, eine breite Spannweite von Analysemöglichkeiten, die Möglichkeit zu einer benutzerabhängigen Zugriffskontrolle, die mehrdimensionale Datenspeicherung und –auswertung als Kernstück des OLAP-Konzeptes sowie der Zugriff auf alle vom Endbenutzer benötigten Basisdaten, unabhängig von deren Datenherkunft und –menge.
Die nun mehrmals angesprochene mehrdimensionale Sichtweise kann man sich am besten anhand eines OLAP-Würfels veranschaulichen. Dabei ist z. B. eine Analyse des getätigten Umsatzes denkbar, wobei die getätigten Umsatzerlöse nach den Dimensionen Produkttyp, Zeit und Absatzgebiet zu unterscheiden sind. Aus den einzelnen Daten der jeweiligen Dimensionen läßt sich nun eine einzelne Zelle, ein Feld des Würfels, identifizieren, womit dann eine gedankliche Darstellung eines betriebswirtschaftlichen Sachverhaltes möglich wird.
1 Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert die wachsende Bedeutung von Führungsinformationssystemen für die Unternehmenssteuerung und skizziert den Aufbau der Diplomarbeit.
2 Controlling und IS-Konzeptionen: Es werden die theoretischen Grundlagen des Controllings, die historische Entwicklung von Informationssystemen sowie die aktuellen Anforderungen an moderne Führungsinformationssysteme dargelegt.
3 Das Führungsinformationssystem-Konzept der SAP AG: Das Kapitel beschreibt das SAP R/3-System, die spezifische EIS-Komponente und das moderne Business Information Warehouse als Data Warehouse-Lösung.
4 Erfahrungsberichte von SAP-EIS-Projekten: Basierend auf Experteninterviews werden Praxisberichte von Unternehmen wie Bayer, Degussa und Siemens ausgewertet, um Stärken und Schwächen der EIS-Implementierung zu analysieren.
5 Zusammenfassung und kritischer Ausblick: Diese abschließende Betrachtung fasst die Erkenntnisse zusammen und wirft einen kritischen Blick auf die technologische Weiterentwicklung im Bereich der Führungsinformationssysteme.
Controlling, Führungsinformationssystem, EIS, SAP R/3, Data Warehouse, Business Information Warehouse, OLAP, Datenanalyse, betriebswirtschaftliche Anwendungslösungen, Entscheidungsträger, IT-Strategie, Systemflexibilität, Methodenbank, Expertensysteme, Unternehmenssteuerung.
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption von Führungsinformationssystemen im Controlling und verifiziert diese am Beispiel des EIS-Moduls der SAP AG.
Die Themenfelder umfassen theoretische Controlling-Grundlagen, die Architektur von SAP R/3, moderne Data Warehouse-Konzepte sowie die praktische Implementierung in Unternehmen.
Das Ziel ist es, den Erfüllungsgrad der SAP EIS-Komponente bei der Umsetzung moderner Informationsanforderungen in der Unternehmenspraxis zu evaluieren.
Neben einer ausführlichen Literaturanalyse wurde eine Expertenbefragung bei Anwenderunternehmen durchgeführt, um qualitative Daten über die praktische Nutzung zu gewinnen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Anforderungssituation, eine detaillierte technische Beschreibung des SAP-Konzeptes sowie eine Auswertung von Praxisbeispielen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Führungsinformationssystem (EIS), Data Warehouse, Business Framework und Controlling-Konzeption geprägt.
Die Bewertung fällt unterschiedlich aus: Während einige Unternehmen die Flexibilität loben, bemängeln andere eine hohe Beratungsintensität und Fehler bei der Implementierung.
Das BW wird als die zukunftsweisende Data Warehouse-Lösung von SAP betrachtet, von der erwartet wird, dass sie die bisherige EIS-Komponente langfristig ersetzt.
Ein Projekt-Sponsor aus dem Top-Management wird als kritischer Erfolgsfaktor eingestuft, um das Projekt gegen Widerstände durchzusetzen und die nötigen Ressourcen zu sichern.
Zur grafischen Visualisierung von Soll-Ist-Abweichungen setzen alle befragten Unternehmen auf eine im System integrierte "Ampelfunktion".
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