Diplomarbeit, 1999
129 Seiten, Note: 1.3
1. AUSGANGSPUNKT, ZIELSETZUNG UND GANG DER UNTERSUCHUNG
1.1 VOLKSWIRTSCHAFTLICHE ASPEKTE ALS AUSGANGSPUNKT
1.2 ZIELSETZUNG DER DIPLOMARBEIT
1.3 GANG DER UNTERSUCHUNG
2. GRUNDLAGEN DER VENTURE CAPITAL FINANZIERUNG
2.1 DEFINITION VON VENTURE CAPITAL
2.2 FONDSVOLUMEN UND GESAMTPORTFOLIO
2.2.1 Fondsvolumen und dessen Herkunft
2.2.2 Gesamtportfolio
2.3 BETEILIGUNGSFORMEN, FONDSKONZEPT UND AKTEURE DES VENTURE CAPITAL MARKTES
2.3.1 Beteiligungsformen und Fondskonzept
2.3.2 Kapitalnehmer
2.3.3 Kapitalgeber / Beteiligungsgesellschaften
2.4 IDEALTYPISCHER VERLAUF DES VENTURE CAPITAL PROZESSES
2.4.1 Early-Stage-Phase
2.4.2 Expansion-Stage-Phase
2.4.3 Divesting-Phase
3. BETRACHTUNG DER BETEILIGUNGSWÜRDIGKEITSPRÜFUNG
3.1 NOTWENDIGKEIT DER BEURTEILUNG VON KRITERIEN
3.2 ABLAUF DES VENTURE CAPITAL INVESTITIONSENTSCHEIDUNGSPROZESSES
3.2.1 Kontakt
3.2.2 Vorprüfung (Grobauswahl)
3.2.3 Hauptprüfung (Detailanalyse = Due Diligence)
3.2.4 Beteiligung, Betreuung, Exit
3.3 KRITERIEN ZUR PRÜFUNG DER BETEILIGUNGSWÜRDIGKEIT ANHAND DES BUSINESSPLANS
3.3.1 Wesen des Businessplans
3.3.2 Inhalt des Businessplans
3.3.2.1 Executive Summary (Zusammenfassung)
3.3.2.2 Unternehmensübersicht
3.3.2.3 Management und Personal
3.3.2.4 Produkt / Dienstleistung / Technologie
3.3.2.5 Markt und Wettbewerb
3.3.2.6 Marketing und Vertrieb
3.3.2.7 Produktion und Betrieb
3.3.2.8 Finanzplanung
3.3.2.9 Chancen und Risiken
3.3.2.10 Anhang
3.3.3 Fazit
4. MAßSTÄBE ZUR BEWERTUNG VON HARTEN UND WEICHEN KRITERIEN BEI DER DUE DILIGENCE
4.1 MAßSTAB FÜR DIE BEWERTUNG VON HARTEN KRITERIEN ANHAND DES DISCOUNTED CASH FLOW VERFAHREN
4.1.1 Grundkonzeption des Discounted Cash Flow Verfahren
4.1.1.1 Free Cash Flow
4.1.1.2 Kapitalisierungszinssatz durch Capital Asset Pricing Modell
4.1.1.3 Cash Flow Berechnung in zwei Phasen
4.1.2 Discounted Cash Flow to Equity (Nettomethode)
4.1.3 Discounted Cash Flow to Entity (Bruttomethode)
4.1.4 Sensitivitätsanalyse
4.2 MAßSTAB ZUR BEWERTUNG VON WEICHEN KRITERIEN ANHAND DER NUTZWERTANALYSE
4.2.1 Ablauf der Nutzwertanalyse
4.2.1.1 Auswahl der Vergleichskriterien (ni)
4.2.1.2 Bewertung der Alternativen ai (=Teilnutzen ni * ai )
4.2.1.3 Gewichtung der Kriterien gi * (ni * ai)
4.2.1.4 Gesamtnutzen
4.2.1.5 Sensitivitätsanalyse
4.3 MAßSTAB ZUR BEWERTUNG HARTER UND WEICHER KRITERIEN ANHAND DER KOSTEN-WIRKSAMKEITEN-ANALYSE
5. AUSWERTUNG DER DATENERHEBUNG - KRITERIEN DER DUE DILIGENCE UND DEREN BEWERTUNGSMETHODEN
5.1 ALLGEMEINES ÜBER DIE DATENERHEBUNG
5.2 HARTE KRITERIEN UND DEREN BEWERTUNG
5.2.1 Harte Kriterien
5.2.1.1 Vergangenheitsbezogene Kriterien
5.2.1.2 Zukunftsbezogene Kriterien
5.2.2 Bewertung der harten Kriterien
5.3 WEICHE KRITERIEN UND DEREN BEWERTUNG
5.3.1 Weiche Kriterien
5.3.1.1 Allgemeine Kriterien
5.3.1.2 Unternehmen und Management
5.3.1.3 Organisation
5.3.1.4 Absatz und Vertrieb
5.3.1.5 Produktion und Logistik
5.3.1.6 Produkt / Dienstleistung / Technologie
5.3.1.7 Markt und Wettbewerb
5.3.1.8 Exitstrategie
5.3.1.9 Gesamtvergleich der weichen Kriterien
5.3.2 Bewertung der weichen Kriterien
5.4 GESAMTBEWERTUNG DER HARTEN UND WEICHEN KRITERIEN
5.5 GESAMTERGEBNIS DER DATENERHEBUNG
6. VERGLEICH DER DATENAUSWERTUNG MIT DEN ERGEBNISSEN AUS DER LITERATUR
6.1 VERGLEICH DER KRITERIEN
6.2 VERGLEICH DER BEWERTUNGSMETHODEN
6.2.1 Bewertung der harten Kriterien
6.2.2 Bewertung der weichen Kriterien
6.3 GRÜNDE FÜR ABWEICHUNGEN
6.4 LÖSUNGSANSATZ
Die Diplomarbeit hat das Ziel, eine aktuelle Bestandsaufnahme der Entscheidungskriterien und Bewertungsmethoden bei der Due Diligence von Venture Capital Gesellschaften in Deutschland durchzuführen, um zu untersuchen, wie Investitionsentscheidungen unter Unsicherheit getroffen werden.
3.3.1 Wesen des Businessplans
Der Businessplan ist heute fester Bestandteil eines Unternehmens, das sich für Venture Capital bewirbt. Es ist ein wichtiges Kriterium für die Beteiligungsgesellschaft zur Vorselektion und Detailanalyse, aber auch wichtig für den Bewerber selbst, da er sich über alle im Businessplan angesprochenen Sachverhalte klar sein muß.
Die Unternehmensdarstellung stellt das Finanzierungsgesuch des Bewerbers dar und enthält die wichtigsten Rahmendaten, die in kurzer und übersichtlicher Form im folgenden beschrieben werden. Das Geschäftsvorhaben und der Zweck der Unternehmung müssen vollständig, sachlich und für jeden klar verständlich gemacht werden. Darüber hinaus sollen die Ausgangslage, die Strategie und die zukünftigen Aussichten dargelegt werden.
Neben dem Konzept sollten vor allem die Qualifikationen des Managements hervorgehoben werden. Ziel ist es, die Venture Capital Gesellschaft für sich zu gewinnen und entsprechend finanziert zu werden. „Der Business-Plan ist mit Recht das Rückgrat jeder Bemühung des Neu-Unternehmers“, aber auch der etablierten Firmen, da man sich mit dem zukünftigen Geschäft konzentriert auseinandersetzen und dies real einschätzen muß. Er dient dem VC Bewerber gleichzeitig als eine Art Leitfaden für weitere Aktivitäten; er sollte deshalb als flexibles Planungselement verstanden werden, der sich im Laufe der Zeit verändert und weiterentwickelt.
1. AUSGANGSPUNKT, ZIELSETZUNG UND GANG DER UNTERSUCHUNG: Dieses Kapitel erläutert den volkswirtschaftlichen Strukturwandel und die Notwendigkeit von Venture Capital als Finanzierungsform in Deutschland. Zudem wird die Zielsetzung der Arbeit formuliert, eine Bestandsaufnahme der Vergabekriterien und Bewertungsmethoden vorzunehmen.
2. GRUNDLAGEN DER VENTURE CAPITAL FINANZIERUNG: Hier werden grundlegende Definitionen, Akteure, Beteiligungsformen und der idealtypische Verlauf eines Venture Capital Prozesses detailliert beschrieben.
3. BETRACHTUNG DER BETEILIGUNGSWÜRDIGKEITSPRÜFUNG: Dieses Kapitel widmet sich der Notwendigkeit der Prüfung, dem Ablauf des Investitionsentscheidungsprozesses und der zentralen Rolle des Businessplans bei der Beteiligungswürdigkeitsprüfung.
4. MAßSTÄBE ZUR BEWERTUNG VON HARTEN UND WEICHEN KRITERIEN BEI DER DUE DILIGENCE: Der Autor legt hier theoretische Maßstäbe für die Prüfung fest, wobei er zwischen quantitativen Verfahren für harte Kriterien (Discounted Cash Flow) und qualitativen Modellen für weiche Kriterien (Nutzwertanalyse) unterscheidet.
5. AUSWERTUNG DER DATENERHEBUNG - KRITERIEN DER DUE DILIGENCE UND DEREN BEWERTUNGSMETHODEN: In diesem Kapitel werden die Ergebnisse des Fragebogens empirisch ausgewertet, um das tatsächliche Entscheidungsverhalten der in Deutschland aktiven Beteiligungsgesellschaften abzubilden.
6. VERGLEICH DER DATENAUSWERTUNG MIT DEN ERGEBNISSEN AUS DER LITERATUR: Hier erfolgt eine kritische Gegenüberstellung der theoretischen Ansätze mit der erhobenen Praxis, wobei Abweichungen analysiert und Lösungsansätze entwickelt werden.
7. ZUSAMMENFASSUNG: Dieses Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Diplomarbeit zusammen, insbesondere die Bedeutung von Kernkriterien und das Spannungsfeld zwischen formalen Modellen und praktischer, individueller Entscheidungsfindung.
8. ANHANG: Dieser Abschnitt enthält ergänzende Daten wie Renditeübersichten, Checklisten für den Businessplan, Interviewprotokolle und den verwendeten Fragebogen.
9. LITERATURVERZEICHNIS: Ein umfassendes Verzeichnis der in der Diplomarbeit verwendeten Quellen.
Venture Capital, Due Diligence, Beteiligungswürdigkeitsprüfung, Businessplan, Unternehmensbewertung, Discounted Cash Flow, Nutzwertanalyse, Risikokapital, Beteiligungsgesellschaften, Management, Finanzplanung, Investitionsentscheidung, Kernkriterien, Innovationsfinanzierung, Eigenkapital.
Die Arbeit untersucht die Entscheidungskriterien und Bewertungsmethoden, die Venture-Capital-Gesellschaften in Deutschland bei der intensiven Prüfung (Due Diligence) von innovativen Unternehmen anwenden.
Die Arbeit behandelt die Bereiche Venture-Capital-Finanzierung, Methoden zur Unternehmensbewertung (quantitative und qualitative) sowie die empirische Praxis der Investitionsprüfung.
Das Hauptziel ist eine aktuelle Bestandsaufnahme der tatsächlich genutzten Vergabekriterien und Bewertungsmethoden, um die Lücke zwischen theoretischen Modellen und praktischem Handeln zu schließen.
Neben einer umfassenden Literaturanalyse wurde eine empirische Datenerhebung mittels Fragebogen durchgeführt, der an ordentliche Mitglieder des Bundesverbandes deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) versandt wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung von Bewertungsmethoden (harte/weiche Kriterien) und die darauf aufbauende Auswertung der empirischen Daten, um das Entscheidungsverhalten der Venture Manager zu verstehen.
Kernkriterien wie das Management, die Produktidee und der Zielmarkt sowie die Finanzplanung stellen die entscheidenden Pfeiler dar, anhand derer Venture-Capital-Gesellschaften ihre Investitionsentscheidungen primär treffen.
Die Praxis zeigt eine Skepsis gegenüber quantitativen Modellen für weiche Kriterien, da diese als zu starr empfunden werden und die Komplexität und Individualität von Unternehmensgründungen nur unzureichend abbilden können.
Die Auswertung ergab, dass neben formalen Kriterien ein beachtlicher Anteil von ca. 20% der Entscheidung auf subjektive Faktoren wie Erfahrung und die Einschätzung des Venture Managers ("Bauchgefühl") entfällt.
Während die Theorie detaillierte Rechenmodelle vorschlägt, orientiert sich die Praxis stärker an einer ganzheitlichen, subjektiven Einschätzung durch den erfahrenen Manager und der Erfüllung weniger zentraler K.O.-Kriterien ("killing points").
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