Diplomarbeit, 1999
295 Seiten, Note: 2.5999999
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Beschreibung der durchgeführten empirischen Untersuchung
1.2.1 Vorgehensweise und Zielsetzung
1.2.2 Aufbau und Auswertung des Fragebogens
1.3 Gang der Untersuchung
2. Grundsätzliche Darstellung der Konzernrechnungslegung und der Konzeption von nationalen und internationalen Rechnungslegungssystemen
2.1 Der deutsche Konzern und die Aufgabe der deutschen Konzernrechnungslegung
2.2 Die neue Trendsetzung durch den deutschen Gesetzgeber und ihre Auswirkungen für die deutsche Konzernrechnungslegung
2.2.1 Historische Entwicklung
2.2.2 Das Kapitalaufnahmeerleichterungsgesetz (KapAEG)
2.2.3 Das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG)
2.3 Rechtsvergleichende Darstellung ausgewählter Rechnungslegungssysteme (nach HGB, US-GAAP und IAS) und ihre Grundmerkmale
2.3.1 Vorbemerkung
2.3.2 Kurzdarstellung und direkter Vergleich der normgebenden Institutionen, einschließlich eines kurzen Einblicks in das jeweilige Rechtssystem
2.3.3 Abbildung und direkter Vergleich der jeweiligen Entwicklung von Rechnungslegungsnormen, ihrer Auswirkungen und Bindungswirkungen
2.3.4 Direkter Vergleich der wichtigsten Rechnungslegungseigenschaften
2.4 Fazit
3. Anforderungsprofil des international prüfenden Abschlußprüfers
3.1 Vorbemerkung
3.2 Kritische Gegenüberstellung des deutschen und amerikanischen Wirtschaftsprüferberufsstandes
3.2.1 Historische Entwicklung des jeweiligen Berufsstandes
3.2.2 Individuelle Ausbildungs- und Examensanforderungen
3.2.3 Spezifische Haftungsfragen
3.2.4 Kritische Würdigung im Hinblick auf ein internationales Wirtschaftsprüferexamen
3.2.4.1 Gemeinsame Ansatzpunkte
3.2.4.2 Darstellung der europäischen Tendenzen
3.2.4.3 Zukunftstheorien über die Entwicklung eines deutschen, bzw. internationalen Wirtschaftsprüferexamens
3.3 Betrachtung des Anforderungsprofils des Wirtschaftsprüferberufsstandes im Zuge der Internationalisierung
3.3.1 Darstellung der Konkurrenzmöglichkeiten zwischen Wirtschaftsprüfer im In- und Ausland
3.3.2 Spezialisierungstendenzen deutscher Wirtschaftsprüfungsgesellschaften
3.3.3 Entwicklungsausblick
3.4 Fazit
4. Kritisch vergleichende Darstellung der Konzernjahresabschlußprüfung anhand ihrer Prüfungshandlungen
4.1 Vorbemerkung
4.2 Auswirkungen des KonTraG im Prüfungsbereich
4.3 Entstehung der Prüfungsnormen nach deutschen, US-amerikanischen und internationalen Grundsätzen
4.3.1 Vorbemerkung
4.3.2 Vorstellung der normgebenden Institutionen
4.3.3 Entwicklung, Festsetzung und Bindungswirkungen der jeweiligen Prüfungsgrundsätze
4.3.4 Fazit
4.4 Die speziellen Konzernabschlußprüfungshandlungen im Vergleich
4.4.1 Vorbemerkung
4.4.2 Grundgedanken zur Aufstellung des Konzernabschlusses
4.4.2.1 Aufstellungspflicht
4.4.2.2 Vergleichende Darstellung der Konzernabschlußaufstellung
4.4.3 Die Qualitätssicherung der Jahresabschlußprüfung im Vergleich
4.4.4 Die Prüfungsplanung
4.4.5 Die Prüfungsdurchführung anhand ausgewählter Beispiele
4.4.5.1 Vorbemerkung
4.4.5.2 Prüfung der Rechtsgrundlagen und des Konsolidierungskreises
4.4.5.3 Prüfung der Abschlußstichtage innerhalb des Konsolidierungskreises
4.4.5.4 Prüfung der Konzernbuchführung
4.4.5.5 Prüfung der Konsolidierungsmethoden
4.4.5.6 Prüfung von Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden
4.4.5.6.1 Allgemeine Prüfungsansätze
4.4.5.6.2 Prüfung des Geschäfts- oder Firmenwertes
4.4.5.7 Prüfung der Berichterstattung
4.4.6 Prüfungsüberwachung
4.4.7 Aufstellung des Prüfungsberichts und Erteilung des Bestätigungsvermerkes
4.4.8 Fazit
5. Schlußbetrachtung
5.1 Resümee
5.2 Kritische Würdigung mit Ausblick auf den Harmonisierungsprozeß und die zu erwartenden Entwicklungen
Die Arbeit untersucht die Internationalisierungstendenzen im Bereich der Wirtschaftsprüfung, insbesondere anhand der Konzernabschlussprüfung. Das primäre Ziel besteht darin zu analysieren, ob deutsche Wirtschaftsprüfer in der Lage sind, Konzernabschlüsse nach internationalen Standards zu prüfen, und welche Anforderungen sich daraus für den Berufsstand ergeben.
1.1 Problemstellung
„It is clearly evident we have a global market today.“ Die aktuelle Tagespresse, die Fachliteratur und zahlreiche Wirtschaftsexperten nehmen sich Schlagwörtern, wie „Globalisierung“, „Internationalisierung“ und „Harmonisierung“, verstärkt an.
Auch bei dem als traditionell geltenden Beruf des Wirtschaftsprüfers entwickeln sich spürbar Internationalisierungstendenzen.
So hat z.B. der deutsche Gesetzgeber mit der Verabschiedung des „Kapitalaufnahmeerleichterungsgesetz“ (KapAEG) vom 20. April 1998 den § 292a HGB geschaffen und somit den deutschen börsennotierten Konzernmüttern die Möglichkeit eröffnet, anstelle eines HGB-Konzernabschlusses einen „nach international anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen“ aufzustellen. § 316 Abs. 2 HGB fordert die Prüfung des Konzernabschlusses durch einen Abschlußprüfer. Erfolgt keine Prüfung, so kann gemäß § 316 Abs. 1 Satz 2 HGB der Konzernabschluß nicht rechtmäßig festgestellt werden. Hieraus ergibt sich nun die Frage, ob ein deutscher Wirtschaftsprüfer überhaupt in der Lage sein kann, einen nach international anerkannten Rechnungslegungsregeln aufgestellten Konzernabschluß zu prüfen und vor allem wie er diesen prüfen muß; nach deutschen oder nach internationalen Prüfungsstandards. Im übrigen kommt dazu noch die Problematik, daß das KapAEG bis zum Jahr 2004 befristet ist.
In einem weiteren Schritt hat der deutsche Gesetzgeber mit dem „Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich“ (KonTraG), verabschiedet am 27. April 1998, Paragraphen im HGB und AktG neu kodifiziert, die im Konzernabschluß unter anderem auch neue Prüfungsfelder schaffen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die zunehmende Globalisierung und Internationalisierung der Wirtschaftsprüfung ein und umreißt die durch neue Gesetze wie das KapAEG und KonTraG entstandenen Herausforderungen für den Berufsstand.
2. Grundsätzliche Darstellung der Konzernrechnungslegung und der Konzeption von nationalen und internationalen Rechnungslegungssystemen: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen des deutschen Konzernabschlusses sowie die Unterschiede und Angleichungsprozesse zu internationalen Rechnungslegungssystemen wie IAS und US-GAAP.
3. Anforderungsprofil des international prüfenden Abschlußprüfers: Hier wird der Wirtschaftsprüferberufsstand analysiert, Ausbildungsanforderungen verglichen und die Frage eines internationalen Wirtschaftsprüferexamens kritisch diskutiert.
4. Kritisch vergleichende Darstellung der Konzernjahresabschlußprüfung anhand ihrer Prüfungshandlungen: Dieses Kapitel vergleicht detailliert die verschiedenen Prüfungshandlungen und zeigt auf, wie sich durch neue Gesetze der Prüfungsumfang und die Qualitätssicherung verändert haben.
5. Schlußbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Internationalisierungstendenzen und einem Ausblick auf die notwendige Harmonisierung des Berufsstandes.
Internationalisierung, Wirtschaftsprüfung, Konzernabschluss, KapAEG, KonTraG, US-GAAP, IAS, Abschlussprüfer, Rechnungslegung, Harmonisierung, Qualitätsicherung, Prüfungsstandards, Kapitalkonsolidierung, Berufsstand, Rechnungslegungsnormen
Die Arbeit analysiert die zunehmende Internationalisierung der Wirtschaftsprüfung und die Auswirkungen neuer gesetzlicher Rahmenbedingungen auf die Prüfung von Konzernabschlüssen in Deutschland.
Zentrale Themen sind die Harmonisierung von Rechnungslegungssystemen, das Anforderungsprofil an Wirtschaftsprüfer, der Vergleich von Prüfungshandlungen sowie die empirische Erhebung der Meinung von Fachleuten zu diesen Entwicklungen.
Das Ziel ist die Erforschung, ob deutsche Wirtschaftsprüfer ausreichend qualifiziert sind, um Abschlüsse nach internationalen Standards zu prüfen, und wie der Berufsstand auf diesen Wandel reagieren sollte.
Neben einer ausführlichen Literaturanalyse und Rechtsvergleichung wurde eine empirische Untersuchung mittels Fragebögen bei 500 Wirtschaftsprüfern in Norddeutschland durchgeführt.
Der Hauptteil behandelt die Unterschiede zwischen HGB, US-GAAP und IAS, die Entwicklung von Prüfungsnormen, das Anforderungsprofil an Wirtschaftsprüfer und die konkrete Ausgestaltung von Prüfungshandlungen in der Konzernabschlussprüfung.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Internationalisierung, Konzernabschlussprüfung, Wirtschaftsprüfer, US-GAAP, IAS, KonTraG und Qualitätssicherung charakterisieren.
Das KapAEG ermöglicht börsennotierten deutschen Konzernen erstmals, ihren Abschluss nach international anerkannten Grundsätzen (z.B. IAS oder US-GAAP) aufzustellen, was eine Befreiung von deutschen Rechnungslegungsvorschriften bedeutet und neue Anforderungen an die Prüfung stellt.
Ein Peer Review wird als notwendiges Instrument zur Qualitätssicherung innerhalb des Wirtschaftsprüferberufsstandes angesehen, um das Vertrauen der Öffentlichkeit zu stärken und mit internationalen Standards (wie in den USA) gleichzuziehen.
Das KonTraG hat neue Prüfungsfelder geschaffen, etwa die Überprüfung von Frühwarnsystemen, und zwingt Wirtschaftsprüfer zu einer risikoorientierteren und zukunftsbewertenderen Arbeitsweise.
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