Diplomarbeit, 1999
132 Seiten, Note: 1.3
1. Einleitung
1.1 Motivation
1.2 Problemstellung und Ziele
1.3 Aufbau der Arbeit
1.4 Verlauf der Untersuchung
2. Begriffsgrundlagen und Entwicklung der Beschäftigungsformen
2.1 „Normalarbeit“ und abweichende Beschäftigungsformen
2.2 Betriebliche Beschäftigungsflexibilisierung und Beschäftigungsformen
2.2.1 Formen der Beschäftigungsflexibilisierung
2.2.2 Aspekte zur flexiblen Beschäftigung und Normalarbeit
2.2.3 Beispiele für externe flexible Beschäftigungsformen
2.2.4 Empirische Daten zum Wandel der Beschäftigungsformen
2.2.4.1 Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der BfA
2.2.4.2 Studie der Kommission für Zukunftsfragen der Freistaaten Bayern und Sachsen
3. Einflußfaktoren auf die Wahl einer Beschäftigungsform
3.1 Arbeitsmarktgeschehen nach Bartelheimer
3.2 Arbeitsmarktgeschehen nach Walwei
3.3 Lage und Entwicklung am Arbeitsmarkt
3.4 Strukturwandel der Beschäftigung
3.5 Höhe der Lohnstückkosten
3.6 Höhe der Arbeits- und Transfereinkommen
3.7 Wertewandel
3.8 Wachsende Erwerbsorientierung von Frauen
3.9 Zunehmende Vereinbarung flexibler Arbeitszeitmodelle
3.10 Betriebliche Outsourcingtendenzen
4. Perspektiven der Beschäftigungsformen
4.1 Neue Beschäftigungsformen in Virtuellen Kooperationen
4.1.1 Teleworking
4.1.2 Virtuelle Unternehmen
4.1.3 Anforderungen an das Personal in Virtuellen Kooperationen
4.1.4 Fallbeispiel: ebox GmbH, Agentur für Neue Medien
4.2 Aussagen zur Entwicklungen der Beschäftigung
4.2.1 Allgemeine Perspektiven der Beschäftigung
4.2.2 Die fünf Megatrends des Wandels der Arbeitswelt
4.2.3 Mitarbeiterstruktur und Beschäftigungsformen der Zukunft
4.3 Auswirkungen auf die Personalarbeit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, den tiefgreifenden Wandel von Unternehmens- und Arbeitsstrukturen zu analysieren, wobei insbesondere die zunehmende Flexibilisierung und die Entstehung atypischer Beschäftigungsformen beleuchtet werden. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, welche Faktoren die Wahl spezifischer Beschäftigungs- bzw. Erwerbsformen beeinflussen und wie sich die zukünftige Arbeitswelt in Hinblick auf virtuelle Kooperationen und Outsourcing-Strategien entwickeln wird.
Arbeitnehmerüberlassung
Von Arbeitnehmerüberlassung, Leiharbeit oder Zeitarbeit wird in den Fällen gesprochen, wenn ein Arbeitgeber (Verleiher) gewerbsmäßig einem Dritten (Entleiher) eigene Arbeitnehmer (Leiharbeitnehmer) zur Arbeitsleistung überläßt.
Die folgende Abbildung stellt das Rechtsverhältnis zwischen den Beteiligten dar:
Die „temporary work“ besteht aus einem Dreiecks-Verhältnis zwischen Entleiher, Verleiher und Leiharbeitnehmer.
Es liegen zwei rechtlich voneinander unabhängige Rechtsverhältnisse vor: Zum einen das Arbeitsverhältnis zwischen Arbeitgeber und Leiharbeitnehmer, zum anderen ein Überlassungsvertrag zwischen Arbeitgeber und Entleiher.
Im Unterschied zum Zeitarbeitnehmer erhält der Zeitarbeitskunde für jeden einzelnen Überlassungsfall einen gesonderten Arbeitnehmerüberlassungsvertrag. Die Arbeitnehmer des Verleihers werden vollständig in den Betrieb des Entleihers eingegliedert und führen ihre Arbeiten allein nach den Weisungen des Entleihers aus. Während der Überlassung dauert das Arbeitsverhältnis des Arbeitnehmers mit dem Verleiher fort.
Einleitung: Die Arbeit motiviert die Untersuchung des Wandels in Unternehmens- und Arbeitswelten und definiert die Zielsetzung sowie den methodischen Aufbau der Untersuchung mittels Sekundäranalyse.
Begriffsgrundlagen und Entwicklung der Beschäftigungsformen: Dieses Kapitel definiert das Normalarbeitsverhältnis, grenzt atypische Beschäftigungsformen ab und beleuchtet die Formen der betrieblichen Beschäftigungsflexibilisierung.
Einflußfaktoren auf die Wahl einer Beschäftigungsform: Hier werden exogene Faktoren wie Strukturwandel, Arbeitsmarktgeschehen, Lohnstückkosten sowie Outsourcing-Tendenzen und rechtliche Rahmenbedingungen als Bestimmungsfaktoren für die Wahl von Beschäftigungsformen analysiert.
Perspektiven der Beschäftigungsformen: Dieses Kapitel widmet sich der Zukunft der Arbeitswelt, insbesondere durch die Vorstellung virtueller Kooperationen, Telearbeit und neuer Anforderungen an Personal und Führungskräfte.
Beschäftigungsformen, Normalarbeitsverhältnis, Flexibilisierung, Outsourcing, Zeitarbeit, Telearbeit, Virtuelle Unternehmen, Arbeitsmarkt, Strukturwandel, Personalarbeit, Wertewandel, Arbeitnehmerüberlassung, Kernkompetenzen, Arbeitsrecht, Fachkräfte
Die Arbeit befasst sich mit dem tiefgreifenden Wandel der Unternehmens- und Arbeitswelt unter Berücksichtigung neuer Technologien und veränderter Wettbewerbsbedingungen.
Die zentralen Felder sind die Flexibilisierung von Beschäftigungsformen, Outsourcing-Strategien, die Entstehung virtueller Unternehmen sowie die daraus resultierenden neuen Anforderungen an Personal und Führung.
Das Ziel ist es, die Entwicklung von Beschäftigungsformen aufzuzeigen, Einflussfaktoren für deren Wahl zu identifizieren und die Perspektiven zukünftiger Arbeitsformen in virtuellen Kooperationen darzulegen.
Zur Datenerhebung wurde primär die Methode der empirischen Sozialforschung, namentlich die Sekundäranalyse (desk research), angewandt, wobei vorhandenes Datenmaterial aus Fachliteratur und Studien genutzt wurde.
Der Hauptteil analysiert Begriffe und Grundlagen der Beschäftigung, untersucht die Einflussfaktoren auf die Wahl dieser Formen und beleuchtet detailliert Perspektiven wie Telearbeit und Virtuelle Unternehmen.
Zu den prägenden Begriffen gehören Normalarbeitsverhältnis, Atypische Beschäftigung, Outsourcing, Kernkompetenzen, Telearbeit, Virtuelle Kooperation und Flexibilisierung.
Outsourcing ermöglicht es Unternehmen, sich auf ihre Kernkompetenzen zu konzentrieren, Kosten zu senken und flexibler auf Marktveränderungen zu reagieren, was in einem globalen Wettbewerbsumfeld erfolgskritisch ist.
Die Rolle wandelt sich vom traditionellen Aufgabenzuweiser und Kontrolleur hin zum Coach und Berater, der Kreativität fördert und Teams in einer dezentralen Arbeitsumgebung koordiniert.
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