Magisterarbeit, 2000
285 Seiten, Note: 1.3
1. EINLEITUNG
2. THEORETISCHER HINTERGRUND
2.1 DIE KRISE
2.1.1 Begrifflichkeiten: Krise und Unternehmenskrise
2.1.2 Begrifflichkeiten: Konflikte? Krisen? Katastrophen?
2.1.3 Krisentypen und Ausprägungen von Krisen
2.2 MERKMALE
2.3 URSACHEN
2.4 AUSWIRKUNGEN
2.4.1.1 Krisenursachen
2.4.1.2 Krisenfolgen
2.4.2 Krisenverläufe
2.4.2.1 Reaktionsverlauf
2.4.2.2 Krisenverlauf aus Sicht des Unternehmens
2.4.2.3 Verlauf publizistischer Krisen
2.4.3 Begrifflichkeiten: Die publizistische Krise
2.4.4 Das Krisenverlaufsmodell von Klenk
2.4.5 Struktur und Dynamik publizistischer Krisen
3. KRISE UND KOMMUNIKATION: HANDELN IN AUSNAHMESITUATIONEN
3.1 KRISENKOMMUNIKATION ALS ELEMENTARER BESTANDTEIL VON PR
3.2 ABGRENZUNG ZUR KRISENPRÄVENTION UND RISIKOKOMMUNIKATION
3.2.1 Risikokommunikation
3.2.2 Krisenprävention
3.3 ERFOLGSFAKTOREN DER KRISENKOMMUNIKATION
4. DIE ROLLE DER MEDIEN
4.1 ÖFFENTLICHKEIT ALS HINTERGRUND ÖFFENTLICHER MEINUNG
4.2 ÖFFENTLICHE MEINUNG
4.3 MASSENMEDIEN ALS GESTALTER DER ÖFFENTLICHEN MEINUNG
4.3.1 Entstehung öffentlicher Kommunikation/öffentlicher Meinung
4.4 MEDIENREALITÄT NACH MATHES
4.5 VERHÄLTNIS MEDIEN – PR: WER BEINFLUSST WEN?
4.6 FOLGERUNGEN ZUM MEDIENVERHALTEN IN KRISEN
5. ERFOLGREICHE MEDIENARBEIT IN KRISENZEITEN
5.1 KONZEPT DER KRISENKOMMUNIKATION
5.1.1 Strategie
5.1.2 Instrumente
5.1.3 Infrastruktur
5.1.4 Taktik
5.1.5 Ziele
5.2 ECKPUNKTE DER MEDIENARBEIT IN KRISENZEITEN
5.3 FORSCHUNGSFRAGEN
6. DIE DEUTSCHE BAHN AG
6.1 DAS UNTERNEHMEN
6.2 KONTEXTVARIABLEN DER DB AG
6.2.1 Politik und Wettbewerb
6.2.2 Organisation und Behördentum
6.2.3 Öffentlichkeit
6.3 RAHMENBEDINGUNGEN DER UNTERNEHMENSKOMMUNIKATION
6.4 RAHMENBEDINGUNGEN DER KRISENKOMMUNIKATION
7. DIE UNGLÜCKE IN ESCHEDE UND BRÜHL
7.1 CHRONOLOGIE DER EREIGNISSE
7.1.1 Chronolgie Eschede
7.1.2 Chronologie Brühl
7.1.3 Gemeinsamkeiten der Unglücke
7.2 PHASEN DER PUBLIZISTISCHEN KRISEN
7.2.1 Phasen der Berichterstattung (Eschede)
7.2.2 Phasen der Berichterstattung (Brühl)
8. DURCHFÜHRUNG DER UNTERSUCHUNG
8.1 ANLAGE DER UNTERSUCHUNG
8.1.1 Untersuchungszeitraum und Medienauswahl
8.1.2 Operationalisierung des Kategoriensystems
8.1.3 Beschreibung der Kategorien
8.1.3.1 Beitragsebene
8.1.3.2 Aussageträger-Ebene
8.1.3.3 Ebene der Kommunikations- bzw. Bewertungsobjekte (KO/BO)
8.1.3.4 Bewertungsebene
8.2 DIE AUSWERTUNG
8.2.1 Formale Merkmale des untersuchten Materials
8.2.2 Ergebnisse der inhaltlichen Untersuchung
8.2.2.1 Akteure der Berichterstattung allgemein
8.2.2.2 Aussageträger der DB AG
8.2.2.3 Themen und Kommunikationsobjekte der Aussageträger
8.2.2.4 Auswertung der Kommunikations- und Bewertungsobjekte
8.2.2.5 Bewertungen der DB AG in den Medien
8.3 INTERPRETATION
8.3.1 Rückschlüsse auf die Forschungsfragen
8.3.1.1 Forschungsfrage I
8.3.1.2 Forschungsfrage II
8.3.1.3 Forschungsfrage III
8.3.1.4 Forschungsfrage IV
8.3.2 Zusammenfassung
8.3.2.1 Beurteilung der untersuchten Medien
8.3.2.2 Beurteilung Krisenkommunikation der DB AG
9. SCHLUSSBEMERKUNGEN
12. ANHANG I CODERHANDBUCH „BAHN-KRISEN“
12.1 ALLGEMEINE HINWEISE
12.2 ANLAGE DES KATEGORIENSYSTEMS
12.2.1 Die Mehrebenen-Analyse
12.2.1.1 Ziel der Vercodung / Beachtenswertes beim Codieren selbst
12.2.2 Hinweise zu den einzelnen Kategorien
12.2.2.1 Organisationsdaten
12.2.2.2 Beitragsdaten (formal)
12.2.2.3 Beitragsdaten (inhaltlich)
12.2.2.4 Aussageträger-Ebene
12.2.2.5 Kommunikationsobjekt-Ebene / Bewertungsobjekt-Ebene (KO/BO)
12.2.2.6 Bewertungsebene
12.2.2.7 Anmerkungen zu den Listen:
13. ANHANG II CODEPLAN UND LISTEN
13.1 CODEPLAN
13.2 THEMENLISTE
13.3 AUSSAGETRÄGER-LISTE
13.4 KO/BO-LISTE
13.5 BEDEUTUNGSKENNUNGEN + BEDEUTUNGSHÖFE
14. ANHANG III SPSS-BERECHNUNGEN
14.1 BEITRAGSEBENE
14.2 AUSSAGETRÄGER-EBENE
14.3 KO/BO-EBENE
14.4 KENNUNGSEBENE
Die vorliegende Arbeit untersucht die Krisenkommunikation und Medienarbeit der Deutschen Bahn AG nach den schweren Zugunglücken in Eschede (1998) und Brühl (2000). Das primäre Ziel ist es, die Rolle ausgewählter überregionaler Printmedien sowie die Einflussfaktoren auf die Berichterstattung zu analysieren und zu bewerten, inwieweit das Unternehmen erfolgreich an der Entstehung der veröffentlichten Meinung mitwirken konnte.
4.3 Massenmedien als Gestalter der öffentlichen Meinung
Neben dem klassischen Meinungsführer bestimmen also die Massenmedien die Gegenstände der öffentlichen Meinung. Worauf basiert der enorme Einfluss der Medien? Dazu Bentele:
„Medien beobachten ständig die Gesellschaft und veröffentlichen täglich die Ergebnisse ihrer Beobachtungen – aufbereitet nach einer eigenen Darstellungslogik. Medien bilden nicht einfach Wirklichkeit ab, wie ein weitverbreiteter Mythos Glauben machen will, sondern schaffen anlaßbezogen jenes Wirklichkeitsbild, das der Massengesellschaft als Verständigungsbasis dient.“
Ergänzend fügt er hinzu: „Das Bild einer Organisation oder die Vorstellung vom Ablauf wird von dem bestimmt, was berichtet wird.“
1. EINLEITUNG: Hinführung zum Thema und Definition der Untersuchungsgegenstände Eschede und Brühl sowie der Forschungsfragen.
2. THEORETISCHER HINTERGRUND: Fundamentale begriffliche Definitionen von Krise, publizistischer Krise und Unternehmenskrise sowie die Darstellung von Krisenverlaufsmodellen.
3. KRISE UND KOMMUNIKATION: HANDELN IN AUSNAHMESITUATIONEN: Verankerung der Krisenkommunikation als zentraler Bestandteil der Public Relations und Definition von Erfolgsfaktoren.
4. DIE ROLLE DER MEDIEN: Analyse der massenmedialen Einflüsse auf die öffentliche Meinung und der Konstruktion von Medienrealität.
5. ERFOLGREICHE MEDIENARBEIT IN KRISENZEITEN: Konzeptioneller Rahmen für Medienarbeit, Strategie, Taktik und Zielsetzung in der Krise.
6. DIE DEUTSCHE BAHN AG: Analyse der DB AG als Unternehmen, ihrer Struktur und der spezifischen Rahmenbedingungen ihrer Unternehmens- und Krisenkommunikation.
7. DIE UNGLÜCKE IN ESCHEDE UND BRÜHL: Detaillierte chronologische Aufarbeitung der beiden Ereignisse und ihrer publizistischen Krisenphasen.
8. DURCHFÜHRUNG DER UNTERSUCHUNG: Erläuterung der angewandten inhaltsanalytischen Methode, des Kategoriensystems und der Auswertungsvorgaben.
Krisenkommunikation, Deutsche Bahn AG, Eschede, Brühl, Public Relations, Medienarbeit, Inhaltsanalyse, Krisenbewältigung, Massenmedien, Öffentliche Meinung, Medienrealität, Unternehmenskrise, Kommunikationsstrategie, Berichterstattung, Schuldfrage.
Die Arbeit analysiert die publizistische Krisenkommunikation der Deutschen Bahn AG nach zwei katastrophalen Zugunglücken und deren medialer Darstellung.
Die Themenfelder umfassen Krisentheorie, Unternehmenskommunikation, Medienwirkung und die spezifische mediale Behandlung von Bahn-Unglücken.
Das Ziel ist es, herauszuarbeiten, wie aktiv und erfolgreich die DB AG die öffentliche Wahrnehmung und Berichterstattung in ihren Krisenzeiten beeinflussen konnte.
Es wurde eine quantitative Inhaltsanalyse von Artikeln der überregionalen Printmedien FAZ, Süddeutsche Zeitung und Bild-Zeitung durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Krisen-PR, eine Unternehmensanalyse der DB AG und die empirische Untersuchung der beiden Unglücksereignisse.
Krisenkommunikation, DB AG, Eschede, Brühl, Medienarbeit, öffentliche Meinung und Krisenbewältigung.
Die Krise in Brühl klang deutlich schneller ab, da das mediale Interesse geringer war und die Bahn durch eine aktivere Kommunikation durch ihren Vorstandsvorsitzenden Hartmut Mehdorn agierte.
Die juristische Abteilung priorisierte bei beiden Unglücken eine defensive Kommunikationsstrategie, was die Bahn in eine "Sprachlosigkeit" gegenüber der Öffentlichkeit führte und die Glaubwürdigkeit in kritischen Phasen schwächte.
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