Diplomarbeit, 2001
147 Seiten, Note: 1
1. Einleitung
2. Theorie: Unternehmertum und wirtschaftliche Entwicklung
2.1. Definitorische Abgrenzung Wachstum und wirtschaftlicher Entwicklung
2.2. Unternehmertum
2.2.1. Was versteht man unter Unternehmertum?
2.2.2. Zusammenhang zwischen Unternehmertum und wirtschaftlicher Entwicklung in verschiedenen theoretischen Ansätzen
2.2.2.1. Allokationstheorie - Routineunternehmer
2.2.2.2. Österreichische Schule - Arbitrageunternehmer
2.2.2.3. Schumpeter - innovativer Unternehmer
2.2.2.4. Evolutorischer Ansatz - Röpkeunternehmer
2.2.3. Zwischenfazit: Unternehmerfunktionen
2.3. Theorie der langen Wellen
2.3.1. Die Rolle der Basisinnovationen
2.3.2. Bisherige Kondratieffzyklen
2.3.2.1. Erster Kondratieff
2.3.2.2. Zweiter Kondratieffzyklus
2.3.2.3. Dritter Kondratieffzyklus
2.3.2.4. Vierter Kondratieffzyklus
2.3.2.5. Fünfter Kondratieffzyklus
2.3.3. Resumee und Ausblick auf zukünftige Knappheitsfelder
3. Intensität von Unternehmertum
3.1. Großunternehmen: Innovationsblockaden
3.2. Definition: Innovationsrate und Wachstumsrate
3.3. Dynamic Capitalism Typology
3.3.1.Economic Core
3.3.2. Ambitious
3.3.3. Constrained Growth
3.3.3.1. Resource Constrained Growth
3.3.3.2. Self-Constrained Growth
3.3.4. Glamorous
3.4. Empirische Betrachtungen in den USA: Beschäftigungswachstum und Existenzgründung
3.4.1. Grundlagen der Studie Kirchhoffs
3.4.2. Beziehung zwischen Innovativität und Wachstumsrate
3.4.3. Innovation und Beschäftigungswirkung
3.4.4. Erkenntnisse der Studie Kirchhoffs
3.5. Verschiedene Untersuchungen
3.6. Resümee
4. Lernen und Selbstevolution
4.1. Abgrenzung von Wissen, Information und Daten
4.1.1. Daten und Information
4.1.2. Wissen
4.2. Unternehmerisches Lernen
4.2.1. Begriff des Lernens
4.2.2. Lernebenen
4.2.2.1. Herkömmliches Lernen
4.2.2.1.1. Lernen 0
4.2.2.1.2. Lernen 1
4.2.2.2. Evolutorisches Lernen
4.2.2.2.1. Was ist Kompetenz?
4.2.2.2.2. Lernen 2
4.2.2.2.3. Lernen 3
4.2.2.2.4. Kommende Qualifikationsanforderungen
4.2.3. Interdependenz von Lernebenen
4.3. Selbstevolution als Entwicklungsmotor
4.3.1. Liebe, Lebenswerk, Leben, Lernen
4.3.2. Unternehmersysteme
4.4. Lernen und Innovation
4.5. Zwischenfazit
5. Bildungssystem und -strukturen
5.1. Begriff der Bildung
5.2. Schulsystem und -stufen
5.2.1. Grundschule
5.2.2. Sekundarstufe I
5.2.2.1. Kreativitätshemmende Faktoren
5.2.2.2. Neue Fächer und Strukturen
5.2.2.3. Praxis in die Schule einbeziehen
5.2.3. Sekundarstufe II
5.2.3.1. Oberstufe und evolutorisches Lernen
5.2.3.2. Der Schüler als Berater und Unternehmer
5.2.3.3. Die Rolle des Lehrers und Schülers
5.3. Die Hochschule
5.3.1. Universität und Umfeld
5.3.2. Die Universität als Betrieb
5.3.3. Silicon Valley
5.3.3.1. Entwicklung
5.3.3.2. Stanford University und Gründerkultur
5.3.3.3. Entrepreneurship-Programme und -Organisationen
5.3.4. Region München
5.3.4.1. Entwicklung
5.3.4.2. Bedeutung der TUM
5.3.4.3. Entrepreneurship-Aktivitäten
5.4. Institutionelle Voraussetzungen
5.5. Der ganzheitliche bayerische Ansatz
5.5.1. Rahmenbedingungen
5.5.2. Zukunft "Offensive Bayern"
5.6. Zwischenfazit
6. Schlußbetrachtung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Rolle von Bildung, Kompetenzerwerb und Unternehmertum für die wirtschaftliche Dynamik im Kontext des 6. Kondratieffs. Dabei wird analysiert, wie innovative Neugründungen und Bildungsprozesse zu nachhaltigem Wachstum beitragen können, wobei das Hauptaugenmerk auf der Förderung des evolutorischen Lernens und unternehmerischer Fähigkeiten in Bildungsinstitutionen liegt.
2.2.2.4. Evolutorischer Ansatz - Röpkeunternehmer
Der Röpke´sche bzw. evolutorische Ansatz versucht im Anschluß an die Ideen Schumpeters sowie der anderen früheren Ansätze anzuknüpfen und diese zu einer einheitlichen Theorie zu verbinden. Grundlage vieler neuerer soziobiologischer und ökonomischer Evolutorik bildet Darwins Theorie der Evolution. Mit seinem Werk "On the Origin of Species" setzt Charles Darwin der theologischen Sicht der Evolution ein mechanisches Prinzip der Evolution entgegen, das nicht mehr und nicht weniger als ein Naturprinzip ist und eben nicht von einer höheren Instanz gegeben. Die Determinanten der Evolution sind Variation und Selektion. Wenn nur zwei Individuen einer Art Nachkommen hinterlassen, werden bei diesen einige Merkmale vorhanden sein bzw. variieren, allerdings in einer neuen zufälligen Kombination (keinen Einfluß auf die Weitergabe bestimmter Merkmale). Die Selektion wird hingegen von den gegebenen Umweltbedingungen determiniert. Das Überleben ist nicht zufällig, sondern hängt von seinen Fähigkeiten ab, sich auf diese Bedingungen einzustellen. Entscheidend für das Überleben einer Art ist der Reproduktionserfolg der Individuen. Das Zusammenspiel von Variation und Selektion ist dann jenes Phänomen, das als Evolution bezeichnet wird. Die Evolution bezieht sich auf alle Aspekte des Lebens, also auch auf unternehmerische Handlung sowie den Unternehmer.
Im folgenden der Arbeit soll von der Position ausgegangen werden, daß jeder Mensch die potentielle Fähigkeit zur Selbstevolution besitzt, wobei die genetische Ausgangsstruktur beschränkt, aber nicht determiniert. In diesem Sinne äußert sich auch Rudolf Steiner: "Denn die Geisteswissenschaft zeigt, daß der Mensch entwicklungsfähig ist, daß er sich neue Welten durch Entfaltung neuer Organe (im Sinne des Kompetenzerwerbes) erorbern kann." Unter ökonomischer Evolution, aus der gleichen Denktradition wie Steiner, Wilber, Maturana usw., versteht Röpke dabei die Steigerung der innovativen Fähigkeiten des Unternehmers in der Zeit. Diese evolutorischen Unternehmer als Träger der Selbstevolution entwickeln sich in sich selbst, entfalten Fähigkeitspotentiale zur Erfüllung der Funktionen von Allokation/Routine, Koordination/Arbitrage und Entwicklung/Invention.
1. Einleitung: Beschreibt den Übergang zur Wissensgesellschaft und stellt die Bedeutung von Bildung und Unternehmertum im 6. Kondratieff heraus.
2. Theorie: Unternehmertum und wirtschaftliche Entwicklung: Erläutert die theoretischen Grundlagen der Unternehmerfunktionen (Routine, Arbitrage, Innovation, Evolution) und die Theorie der langen Wellen.
3. Intensität von Unternehmertum: Analysiert empirisch den Zusammenhang zwischen Unternehmensgründungen, Innovationsraten und Beschäftigungswachstum.
4. Lernen und Selbstevolution: Untersucht das unternehmerische Lernen und die Entwicklung von Kompetenzen sowie die Selbstevolution als Motor wirtschaftlicher Entwicklung.
5. Bildungssystem und -strukturen: Entwickelt Reformvorschläge für das deutsche Schul- und Hochschulsystem zur Förderung unternehmerischer Potenziale.
6. Schlußbetrachtung und Ausblick: Fasst die Kernergebnisse zusammen und plädiert für eine neue Ausbildungskultur, um im 6. Kondratieff erfolgreich zu sein.
6. Kondratieff, Unternehmertum, Innovation, Wirtschaftliche Entwicklung, Selbstevolution, Kompetenzerwerb, Wissensgesellschaft, Bildungssystem, Schlüsselqualifikationen, Schöpferische Zerstörung, Basisinnovation, Gründungsdynamik, Dynamik, Entrepreneurship, Ausbildung.
Die Arbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen Bildung, dem Erwerb von unternehmerischen Kompetenzen und der wirtschaftlichen Dynamik im Kontext des 6. Kondratieff-Zyklus.
Die Arbeit fokussiert sich auf Innovationstheorien, die Theorie der langen Wellen, die Typologie des "Dynamic Capitalism", Unternehmertum sowie Reformansätze für Bildung und Ausbildung.
Das Ziel ist die Erarbeitung eines bildungspolitischen Konzepts, das Unternehmertum und innovative Neugründungen unterstützt, um eine erfolgreiche Entwicklung im Zeichen des 6. Kondratieffs zu ermöglichen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch klassische und moderne ökonomische Ansätze (z.B. Schumpeter, Röpke, Kirchhoff) sowie der Analyse empirischer Daten zur Gründungsdynamik.
Im Hauptteil werden die Unternehmerfunktionen differenziert, die Rolle von Innovationen in Konjunkturzyklen beleuchtet und die empirischen Belege für den Beschäftigungseffekt von Neugründungen diskutiert.
Die zentralen Begriffe sind 6. Kondratieff, Unternehmertum, Selbstevolution, Innovation und Kompetenzerwerb.
Sie dient zur Klassifizierung von Unternehmen hinsichtlich ihrer Innovationsrate und ihres Wachstums, was hilft, die empirische Verteilung von Start-Ups zu interpretieren.
München dient als Beispiel für eine erfolgreiche High-Tech-Region, in der durch Forschungsinvestitionen und die Vernetzung von Universitäten mit der Wirtschaft ein dynamisches Gründerumfeld geschaffen wurde.
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