Magisterarbeit, 2001
213 Seiten, Note: 2
1 EINLEITUNG
2 STRUKTURWANDEL IN DER AUTOMOBILINDUSTRIE: KONSEQUENZEN FÜR ZULIEFERER
2.1 Neupositionierung der Zuliefererindustrie
2.1.1 Innovative Kooperationsformen
2.1.2 Kundenorientierung in Vertrieb und Marketing
2.1.3 Im Blickfeld: Der (Welt-)Konsument
3 KULTURALANALYSE: DER US-AMERIKANISCHE MARKT
3.1 Die „amerikanische“ Kultur
3.1.1 Das Wertesystem
3.1.2 Werteorientierte Einstellungen und Handlungsmuster
3.2 Konsumentenverhalten in den USA
3.2.1 Produkte und Marken
3.2.2 Risikowahrnehmung: Verbraucherschutz und Produkthaftung
4 DER MARKT FÜR FAHRZEUG-DACHSYSTEME
4.1 Der Markt für Fahrzeug-Dachsysteme in Deutschland
4.1.1 Strategische Relevanz des Schiebedaches für Autohersteller
4.1.2 Direktvertrieb und Aftermarket
4.1.3 Ausstattungskonkurrenz: Klimaanlage und andere Extras?
4.1.4 Produktkonkurrenz: Cabriolet?
4.1.5 Trends in Deutschland
4.2 Der Markt für Fahrzeug-Dachsysteme in den USA
4.2.1 Strategische Relevanz des Schiebedaches für Autohersteller
4.2.2 Direktvertrieb und Aftermarket
4.2.3 Ausstattungskonkurrenz: Klimaanlage und andere Extras?
4.2.4 Produktkonkurrenz: Cabriolet?
4.2.5 Trends in den USA
5 STRATEGIEFAHRPLAN FÜR EINEN KOMPONENTENHERSTELLER
5.1 Das Szenario: Strategien der System- und Komponentenlieferanten
5.1.1 Komponentenlieferanten
5.1.2 Systemhersteller
5.2 Station 1: Strategische Neupositionierung in Europa
5.2.1 Fokus: Systemlieferanten
5.2.2 Fokus: Fahrzeughersteller
5.2.3 Fokus: Konsumenten
5.3 Station 2: Markteintritt USA – Chancen und Risiken
5.3.1 Kundenpotenzial
5.3.2 Geschäftskultur in den USA
5.3.3 Formen und Timing des Markteintrittes
5.3.4 Strategisches Ziel: Sicherung von Wettbewerbsvorteilen
Diese Arbeit zielt darauf ab, als theoretisch fundierte Basis für die Entwicklung einer praxisorientierten Markteintrittsstrategie für Schiebedachantriebe in den USA zu dienen. Dabei steht die interdisziplinäre Untersuchung der automobilen Wertschöpfungskette unter besonderer Berücksichtigung interkultureller Unterschiede zwischen Deutschland und den USA im Fokus.
3.1.2 Werteorientierte Einstellungen und Handlungsmuster
Zugrunde liegt hier die Orientierungsmatrix der 14 Kulturdimensionen der Forschungsstelle für Interkulturelle Kommunikation (vgl. BENEKE 1998c). Eine Kulturdimension bildet die Gesamtheit aus den oben angesprochenen Werten und gesellschaftlich sanktionierten Verhaltensnormen: „Kulturdimensionen sind als Kontinuum der Verhaltensmöglichkeiten zwischen zwei polaren Extrempositionen aufzufassen“ (a.a.O: 4). Im folgenden werden von den 14 Dimensionen diejenigen beleuchtet, die für das Thema besonders relevant erscheinen.
Auffassung von Natur (Kulturdimension Nr. 1) Für Amerikaner, wie für die meisten westlichen Kulturen, ist die Beherrschung der Natur eine Selbstverständlichkeit. Die Basis für diese Tradition bildet der Ausspruch des Alten Testamentes: „Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan!“ Dieser Schlüsselsatz hat tiefe Spuren in der abendländischen Geschichte hinterlassen: Ein Gutteil der Umweltverschmutzung lassen sich auf diesen Satz und das darin ausgedrückte Weltbild zurückführen. Findet in Deutschland vielfach noch eine Romantisierung der Natur („Der deutsche Wald“) statt, möchten Amerikaner die Natur „per Knopfdruck“ kontrollieren. Es erstaunt deshalb nicht, dass in diesem Land die Verbreitung von Klimaanlagen sehr hoch ist. Außerdem wird in den USA laut Expertenbefragung oft mit eingeschalteter Klimaanlage und offenem Schiebedach gefahren. Der hierdurch entstehende zusätzliche Benzinverbrauch spielt bei den geringen Benzinpreisen in den USA für den Verbraucher kaum eine Rolle.
Andererseits werden einige Fahrzeugkonzepte bewusst positioniert als „Fluchthelfer“ in die Natur, raus aus der angepassten Zivilisation.
1 EINLEITUNG: Darstellung der Vorgehensweise bei der Informationsbeschaffung und der strukturellen Konzeption der Arbeit.
2 STRUKTURWANDEL IN DER AUTOMOBILINDUSTRIE: KONSEQUENZEN FÜR ZULIEFERER: Analyse der Veränderungen entlang der automobilen Wertschöpfungskette und deren Folgen für die Strategie der Zulieferer.
3 KULTURALANALYSE: DER US-AMERIKANISCHE MARKT: Untersuchung der amerikanischen Wertesysteme sowie deren Einfluss auf Konsum und Risikowahrnehmung.
4 DER MARKT FÜR FAHRZEUG-DACHSYSTEME: Kontrastive Gegenüberstellung der Märkte für Dachsysteme in Deutschland und den USA unter Berücksichtigung kultureller Präferenzen.
5 STRATEGIEFAHRPLAN FÜR EINEN KOMPONENTENHERSTELLER: Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen zur strategischen Neupositionierung und für den Markteintritt in den USA.
Automobilindustrie, Schiebedach, Zulieferer, Globalisierung, Markteintritt, USA, Konsumentenverhalten, Interkulturelle Kommunikation, Wertschöpfungskette, Strategie, Dachsysteme, Marktforschung, Kulturdimensionen, Produkthaftung, Wettbewerbsvorteile.
Die Arbeit untersucht die strategischen Anforderungen an einen Komponentenhersteller in der Automobilindustrie bei der Expansion auf den US-amerikanischen Markt, insbesondere im Bereich der Fahrzeug-Dachsysteme.
Die zentralen Themen umfassen den Strukturwandel der Automobilzulieferindustrie, interkulturelle Analysen des US-Marktes, eine kontrastive Untersuchung des Schiebedachmarktes sowie strategische Planung für den Markteintritt.
Ziel ist die Herleitung einer fundierten Handlungsempfehlung für einen Komponentenhersteller, um erfolgreich eine praxisorientierte Markteintrittsstrategie in den USA zu entwickeln.
Es wurde ein interdisziplinärer Ansatz gewählt, der Experteninterviews, empirische Erhebungen (Händler-Umfragen), Literaturanalysen und eine kontrastive Marktuntersuchung zwischen Deutschland und den USA kombiniert.
Der Hauptteil analysiert die Automobilindustrie, kulturelle Spezifika der USA, den Markt für Dachsysteme inklusive technischer Konkurrenz und die strategische Neupositionierung für Zulieferer.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Automobilzulieferer, Schiebedach, Markteintritt USA, Interkulturelle Kommunikation und Wertschöpfungskette charakterisiert.
Die kulturelle Disposition beeinflusst das Konsumentenverhalten maßgeblich, was wiederum Auswirkungen auf Produktdesign, Vermarktungsstrategien und die Akzeptanz von Ausstattungsmerkmalen hat.
Während in Deutschland die Klimaanlage häufig als Substitutionsprodukt zum Schiebedach wahrgenommen wird, agieren beide Merkmale in den USA in einer anderen Konstellation, da dort das Schiebedach eher als emotionales Lifestyle-Attribut fungiert.
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