Diplomarbeit, 2001
128 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Zielsetzung der Arbeit
1.2 Überblick über Aufbau und Argumentationsfolge
2. Theoretische Grundlagen des Wissensmanagements
2.1 Begriffsklärungen
2.2 Wissensmanagement – Eine kritische Betrachtung
2.3 Wissensmanagementmethoden in Literatur und Praxis
2.3.1 Organisations- und Managementlehre
2.3.1.1 Der Ansatz von G. Probst (Schweiz 1997)
2.3.1.2 Der Ansatz von I. Nonaka und H. Takeuchi (Japan 1997)
2.3.1.3 Der Ansatz von P. Senge (Amerika 1996)
2.3.2 Knowledge Engineering als Kybernetik I. Ordnung
2.3.3 Systemisches Management als Kybernetik II.Ordnung
2.3.4 Business Process Reengineering
2.3.5 Bezugsrahmen
3. IT-Unternehmensberatungen und KMU als wissensintensive Unternehmen
3.1 Begriff und Abgrenzung von IT-Unternehmensberatungen
3.2 Geschäftsfelder, Produktportfolio und Branchenzugehörigkeit der VIVEON AG
3.3 Einsatzpotenziale von Wissensmanagement in IT-Unternehmensberatungen
3.4 Schlussfolgerung
3.5 Begriff und Abgrenzung von KMU
3.5.1 Quantitative Abgrenzung von KMU
3.5.2 Qualitative Abgrenzung von KMU
3.6 Feststellung der Unternehmensgröße
3.7 Einsatzpotenziale von Wissensmanagement in KMU
3.8 Schlussfolgerung
4. Das Modulsystem nach Probst bezogen auf die VIVEON AG
4.1 Überblick
4.2 Wissensziele
4.3 Pilotbereich
4.4 Wissensidentifikation
4.5 Wissenserwerb
4.6 Wissensentwicklung
4.7 Wissensteilung
4.7.1 Teilungsbarrieren
4.7.2 Notwendigkeit von Anreizsystemen
4.8 Wissensnutzung
4.9 Wissensbewahrung
4.10 Wissensbewertung
5. IT-Unterstützung
5.1 Markt
5.2 Architektur von Wissensmanagement-Systemen (WMS)
5.3 Funktionalitäten von Wissensmanagement-Systemen (WMS)
5.3.1 Anforderungen aus Literatur und Praxis
5.3.1.1 Zugriff und Benutzerverwaltung
5.3.1.2 Anbindung an bestehende Systeme
5.3.1.3 Archivierung und Verwaltung zur Strukturierung von Wissen
5.3.1.4 Suchsystem und Navigation
5.3.1.5 Darstellung
5.3.1.6 Anreize
5.3.1.7 Statistik
5.3.1.8 Qualitätsmanagement
5.3.1.9 Wissenskommunikation
5.3.1.10 Wissensentwicklung
5.2.2 Unternehmensspezifische Anforderungen
5.2.2.1 Aufbau des Kriterienkataloges
5.2.2.2 Auswertung des Kriterienkataloges
5.2.3 Funktionelle Anforderungen eines WMS für die VIVEON AG
5.4 Evaluierung
5.4.1 Ausschluss aufgrund des Preisrahmens
5.4.1.1 ARIS for Hyperwave
5.4.1.2 Autonomy
5.4.1.3 Gauss-VIP’s
5.4.1.4 Hyperwave
5.4.1.5 MIRES
5.4.1.6 orenge
5.4.1.7 pirobase
5.4.1.8 SER
5.4.1.9 Zusammenfassung der Anforderungskriterien
5.4.2 Fehlender Vertrieb in Deutschland
5.4.3 Mangelnde Auskunftsbereitschaft der Anbieter
5.4.4 Ausschluss aufgrund nicht geeigneter Funktionalitäten
5.4.4.1 CREALIS
5.4.4.2 Davis-Module
5.4.4.3 Dynasight
5.4.4.4 Spearmint
5.4.4.5 Income-Suite
5.4.4.6 Documentum 4i
5.4.4.7 Ucone
5.4.4.8 Documind CS
5.4.4.9 DocuShare
5.4.4.10 KnowledgeMiner
5.4.4.11 Live Link
5.4.4.12 Eurospider Suchsystem
5.4.4.13 Zusammenfassung der Anforderungskriterien
5.4.5 Feinanalyse
5.4.5.1 Knowledge Café
5.4.5.2 knowledge mission
5.4.5.2.1 knowledge navigator
5.4.5.2.2 knowledge space builder
5.4.5.3 Vergleich von Knowledge Café und knowledge mission
6. Zusammenfassung und Ausblick
6.1 Maßnahmen für die Einführung von Wissensmanagement bei der VIVEON AG
6.1.1 Vorbereitung
6.1.2 Unternehmenskultur
6.1.3 Organisation
6.1.4 Mensch
6.1.5 Technologie
6.1.6 Handlungsbedarf bezogen auf die Wissensmanagement Bausteine von Probst
6.2 Ausblick
Exkurs – Hat das Unternehmen ein Anrecht auf das Wissen seiner Mitarbeiter?
Die Arbeit entwickelt eine fundierte Managementstrategie für das Wissensmanagement in kleinen IT-Beratungsunternehmen. Das zentrale Ziel besteht darin, ein ganzheitliches Konzept zu entwerfen, das durch geeignete Softwarewerkzeuge (WMS) gestützt wird, um Wissenslücken zu schließen und die Wettbewerbsfähigkeit der untersuchten VIVEON AG zu sichern.
Die Wissensspirale nach NONAKA/TAKEUCHI
Den Mittelpunkt des Ansatzes von NONAKA/TAKEUCHI bildet die sogenannte Wissensspirale. Es werden die Teilbereiche der Sozialisation, Externalisierung, Kombination und Internalisierung unterschieden. Die Sozialisation beschreibt den Übergang des impliziten Wissens in implizites Wissen, welches mittels Erfahrungsaustausch, Beobachten und Nachahmen möglich gemacht wird. Dies erfordert den Aufbau eines Interaktionsfeldes. Bei der Externalisierung wird implizites Wissen in explizites Wissen transformiert, dies geschieht durch den Prozess der Artikulation (Dialog), bei dem implizites Wissen in Form von Modellen, Konzepten oder Analogien expliziert wird. Die Externalisierung ist somit als Schlüsselvorgang zur Wissensschaffung anzusehen. Kombination bezeichnet den Prozess der Erfassung von Konzepten innerhalb eines Wissenskomplexes. Sie dient dazu, verschiedene Bereiche von explizitem Wissen miteinander zu verbinden. Die Internalisierung kann dem learning by doing gleichgesetzt werden, sie beschreibt den Wiedereingliederungsprozess expliziten Wissens in das implizite Wissen.
Alle diese Prozesse für sich betrachtet, können den Wissensbestand eines Unternehmens nicht vergrößern. Erst durch das Zusammenwirken aller ergibt sich eine Innovation.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel zur Informationsgesellschaft und definiert das Ziel, eine ganzheitliche Wissensmanagementstrategie für ein IT-Beratungsunternehmen zu entwickeln.
2. Theoretische Grundlagen des Wissensmanagements: Dieses Kapitel definiert die zentralen Begriffe und Konzepte wie implizites und explizites Wissen sowie verschiedene Managementansätze, wobei das Modell nach Probst favorisiert wird.
3. IT-Unternehmensberatungen und KMU als wissensintensive Unternehmen: Hier wird die VIVEON AG als kleines IT-Beratungsunternehmen positioniert und die hohe Relevanz von Wissensmanagement für diesen Sektor begründet.
4. Das Modulsystem nach Probst bezogen auf die VIVEON AG: In diesem Teil wird das Prozessmodell von Probst auf das Fallbeispiel angewendet, von der Wissensidentifikation bis zur Wissensbewertung.
5. IT-Unterstützung: Dieses Kapitel stellt Anforderungen an Wissensmanagement-Systeme auf und evaluiert marktverfügbare Softwarelösungen hinsichtlich ihrer Eignung für die VIVEON AG.
6. Zusammenfassung und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Maßnahmen zur Einführung und gibt einen Ausblick auf die zu erwartenden Entwicklungen bei der VIVEON AG.
Wissensmanagement, IT-Beratung, Wissensspirale, Probst-Modell, Wissensmanagement-Systeme, Wissensidentifikation, IT-Unterstützung, Wissensgesellschaft, Wissensteilung, Unternehmenskultur, Wissensbewertung, Wissensentwicklung, KMU, Projekterfahrung, Wissenstransfer.
Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die praktische Umsetzung von Wissensmanagement in einem mittelständischen IT-Beratungsunternehmen (VIVEON AG), um Prozesse durch Softwareunterstützung effizienter zu gestalten.
Der Fokus liegt auf den drei Säulen Mensch, Organisation und Technologie sowie auf der Einbettung von Wissensmanagement in die spezifischen Arbeitsabläufe von IT-Beratungen.
Das Ziel ist die Erstellung einer Leitidee für eine Wissensmanagementstrategie sowie eines konkreten Konzepts für die Einführung einer geeigneten IT-Unterstützung (WMS) zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit.
Es werden gängige Wissensmanagement-Modelle (insbesondere das St. Gallener Modell von Probst) analysiert, Anforderungen mittels Mitarbeiterbefragungen erhoben und eine strukturierte Software-Evaluierung durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die Anwendung des Probst-Modells auf das Unternehmen sowie eine umfassende IT-Marktstudie und Produktauswahl.
Wissensmanagement, IT-Beratung, Wissensspirale, Wissensmanagement-Systeme, Wissensidentifikation und IT-Unterstützung sind die wesentlichen Begriffe.
Das Modell von Probst wurde in Zusammenarbeit mit der Praxis entwickelt, ist pragmatisch, übersichtlich gestaltet und lässt sich somit gut in die realen Abläufe eines kleineren IT-Beratungsunternehmens integrieren.
Die Evaluierung zeigt, dass viele Produkte für die Anforderungen der VIVEON AG zu teuer oder branchenfremd sind; als besonders geeignet werden schließlich die Tools "Knowledge Café" und "knowledge mission" identifiziert.
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