Magisterarbeit, 2005
103 Seiten, Note: 1.7
1 Einleitung
2 Terminologische Analyse
2.1 Konflikt
2.2 Krise
2.3 Krieg
2.4 Frieden
2.5 Krisenprävention und Krisenmanagement
3 Das Krisenmanagement in den Verträgen und Beschlüssen der Europäischen Union – Entwicklung eines Systems Europäischen Krisenmanagements
3.1 EPZ und Krisenmanagement
3.2 Maastrichter Vertrag und Krisenmanagement
3.3 Petersberger Erklärung und Krisenmanagement
3.4 Amsterdamer Vertrag und Krisenmanagement
3.5 Weiterentwicklungen der GASP durch Beschlüsse des Europäischen Rates
3.6 Vertrag von Nizza und Krisenmanagement
4 Wichtige Krisenorgane der EU
4.1 Hoher Vertreter der GASP
4.2 Außenminister der Union
4.3 Politisches und Sicherheitspolitisches Komitee (PSK)
4.4 Das EU-Militärkomitee (EUMC)
4.5 Der EU-Militärstab (EUMS)
4.6 Europäisches Amt für Rüstung, Forschung und militärische Fähigkeiten
4.7 Ausschuss für zivile Aspekte des Krisenmanagements (CIVCOM)
5 Beteiligungskriterien der EU an internationalen Interventionen
6 Fallstudie Sudan
6.1 Die Generelle Problematik des Afrikanischen Kontinents
6.2 Der Sudan in der aktuellen Statistik
6.3 Die Historische Entwicklung des Sudans - Unterwerfung durch Ägypten und das Britische Empire (Kondonium)
6.4 Unterdrückung und Polarisierung von Nord- und Südsudan
6.5 Zeit der politischen Unabhängigkeit
6.6 Erstes Interesse der Europäischen Union am Sudan
6.7 Das Unterbrechen der Beziehungen zwischen der EU und dem Sudan (0-)
6.8 Das Dialogprogramm zwischen der EU und dem Sudan
6.9 Humanitäre Hilfe, Hauptkrisenmanagement der EU im Sudan
6.9.1 Das Humanitarian Plus Programm im Sudan (000-? )
6.9.2 DAS OLS- Programm (Operation Lifeline Sudan) für den Südsudan
6.9.3 ECHO im Sudan
6.10 0 Unterschiedliches Krisenmanagement durch die Mitgliedsstaaten der EU
6.11 Strategische Krisenmanagementkonzepte der EU im Sudan
6.12 Bewertung für den Sudan
7 Fallstudie Irak
7.1 Geschichte des Iraks
7.2 Die EU im Irak Konflikt
7.3 ECHO im Irak
7.4 Rahmenkonzept für ein zunehmendes Engagement
7.5 Das Problem der innenpolitischen Dimension für das EU-Krisenmanagement
7.6 Das Problem der außenpolitischen und regionalen Dimension für das EU Krisenmanagement
7.7 Vorgeschlagene EU- Aktionen für erfolgreiches Krisenmanagement im Irak
7.8 Bewertung für den Irak
8 Fallstudie Balkan
8.1 Geschichte des Balkans
8.2 Die Krise im Kosovo
8.3 Die Krise in Mazedonien
8.4 Der Stabilitätspakt
8.5 Das SAP Tracking Mechanism-Krisenmanagementinstrument für den Kosovo
8.6 European Union Police Mission (EUPM)
8.7 European Union Monitoring Mission (EUMM)
8.8 Operation Concordia
8.9 Bewertung der Einsätze
8.10 Bewertung für den Balkan
9 Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht das Krisenmanagement der Europäischen Union nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001. Ziel ist es zu analysieren, wie effektiv die neu entwickelten Instrumente der EU in der politischen Praxis wirken und ob diese ausreichen, um Krisen in komplexen Konfliktgebieten wie dem Balkan, dem Irak und dem Sudan zu bewältigen.
2.1 Konflikt
Der Begriff Konflikt geht auf das lateinische Verb „confligere“ zurück, das transitiv zusammenstoßen, zusammenschlagen, zusammenprallen und intransitiv aneinander geraten, im Streit liegend meint.
Der Konflikt, der als sozialer Konflikt oder Verhaltenskonflikt auftauchen kann, ist eine Ausdrucksform der menschlichen Aggression und stellt als integraler Bestandteil jeden menschlichen Handels, eine Grundform sozialer Beziehungen in allen Gesellschaften und Staaten dar. Während die Existenz von Konflikten im menschlichen Dasein nicht bestritten wird, ist die Betrachtung von Konflikten unterschiedlich. Hauptgrund dafür ist, dass der Konflikt ein komplexes, mehrdimensionales Phänomen ist.
Häufig werden Konflikte primär negativ gesehen, als Bedrohung für Mensch und Gesellschaft. In der negativen Nebenbedeutung des Begriffes wird meist das Phänomen als solches (der Gegenstand Konflikt) mit der Austragungsform (Gewalttätigkeit) gleichgesetzt oder die Beschreibung eines Konflikts mit dessen Bewertung vermischt. Die vorherrschende Position in den Sozialwissenschaften ist jedoch, dass Konflikte im Allgemeinen wertneutral sind.
Entsprechend lässt sich ein Konflikt definieren als „ein sozialer Tatbestand, bei dem mindestens zwei Parteien (Einzelpersonen, Gruppen, Staaten) beteiligt sind. Die unterschiedliche, vom Ausgangspunkt her unvereinbare Ziele verfolgen (…) oder das gleiche Ziel anstreben, dass aber nur eine Partei erreichen kann(…) und/oder unterschiedliche, vom Ausgangspunkt her unvereinbare Mittel (…) zur Erreichung eines bestimmten Zieles anwenden wollen (…).“
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Themas ein und stellt die Kernfrage nach der Wirksamkeit der EU-Krisenmanagementinstrumente in einer Welt nach dem 11. September 2001.
2 Terminologische Analyse: Hier werden grundlegende Begriffe wie Konflikt, Krise, Krieg und Frieden definiert, um eine wissenschaftliche Basis für die weitere Analyse zu schaffen.
3 Das Krisenmanagement in den Verträgen und Beschlüssen der Europäischen Union – Entwicklung eines Systems Europäischen Krisenmanagements: Dieses Kapitel zeichnet die rechtliche und institutionelle Entwicklung der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) nach.
4 Wichtige Krisenorgane der EU: Es werden die zentralen Akteure und Gremien vorgestellt, die das Krisenmanagement der Union operativ steuern und umsetzen.
5 Beteiligungskriterien der EU an internationalen Interventionen: Hier werden die Faktoren diskutiert, die über ein Eingreifen der EU bei internationalen Krisen entscheiden.
6 Fallstudie Sudan: Analyse der EU-Strategien und der humanitären Programme vor dem Hintergrund der komplexen historischen und sozialen Lage im Sudan.
7 Fallstudie Irak: Untersuchung des EU-Engagements im Irak, das durch erhebliche Differenzen zwischen den Mitgliedstaaten und den USA geprägt ist.
8 Fallstudie Balkan: Auswertung der langjährigen Krisenbewältigung der EU im Balkanraum anhand von Missionen wie EUPM und der Operation Concordia.
9 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die notwendigen strukturellen Verbesserungen für ein effektives europäisches Krisenmanagement.
Europäische Union, Krisenmanagement, GASP, ESVP, Konflikt, Krisenprävention, Sudan, Irak, Balkan, Außenpolitik, Sicherheitspolitik, humanitäre Hilfe, Stabilitäts- und Assoziierungsprozess, institutioneller Aufbau, Konfliktforschung.
Die Arbeit analysiert das System des Krisenmanagements der Europäischen Union und dessen Entwicklung sowie Anwendung in spezifischen Konfliktregionen.
Zentrale Themen sind die rechtliche Institutionalisierung der GASP, die Rolle der EU als Akteur in globalen Konflikten und die Herausforderungen bei der Umsetzung gemeinsamer Sicherheitsinteressen.
Die Forschungsfrage lautet, ob die neu entwickelten Instrumente der EU in der politischen Praxis ausreichen, um Krisen effektiv zu lindern oder zu beseitigen.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Begriffsanalyse sowie eine vergleichende Analyse von drei spezifischen Fallstudien (Sudan, Irak, Balkan).
Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Darstellung der EU-Krisenorgane, eine Diskussion über Kriterien für internationale Interventionen sowie eine detaillierte Untersuchung der drei Fallstudien.
Die wichtigsten Begriffe umfassen Europäische Union, Krisenmanagement, GASP, ESVP, Konflikt, Krisenprävention, Sudan, Irak, Balkan und Außenpolitik.
Laut dem Autor erschweren unkooperative Parteien, interne bürokratische Kulturen innerhalb der EU-Delegationen und ein Mangel an abgestimmten Strategien ein effektives Vorgehen.
Er fungiert als Instrument, das durch koordinierte Geberaktivitäten und politische Reformen versucht, eine regionale Stabilität zu erreichen und die Balkanländer an europäische Standards zu binden.
Der Autor konstatiert, dass die EU aufgrund von internen Zerwürfnissen und Differenzen mit den USA im Irak politisch weitgehend handlungsunfähig blieb und sich auf humanitäre Hilfe beschränkte.
Der Autor fordert eine stärkere Kohärenz und eine Überwindung der Doppelstrukturen, um ein wirklich effizientes und anpassungsfähiges Krisenmanagement zu ermöglichen.
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