Diplomarbeit, 2003
101 Seiten, Note: 2,7
1. Einleitung
1.1. Gegenstand der Arbeit
1.2. Phasen der Entwicklung der Personalarbeit
2. Organisation und Steuerung der Personalarbeit
2.1. Steuerung der Personalarbeit
2.1.1. Linienorganisation
2.1.1.1. Einliniensystem
2.1.1.2. Mehrliniensystem
2.1.1.3. Mischformen
2.1.2. Stab-Linien-Organisation
2.1.3. Matrix-Organisation
2.2. Steuerungskonzepte für den Personalbereich
2.3. Organisation der Personalarbeit
2.3.1. Anforderungen an die Personalorganisation
2.3.2. Funktionale Personalorganisation
2.3.3. Divisionale Personalorganisation
2.3.3.1. Das divisionale Personalreferenten-System
2.3.3.2. Holding-Organisation
2.3.4. Mischformen
2.3.5. Projektorganisation im Personalbereich
2.4. Fazit
3. Unternehmerisches Personalmanagement
3.1. Ziel des unternehmerischen Personalmanagements
3.2. Wertschöpfungs-Center Personal
3.2.1. Funktionen des Wertschöpfungs-Centers
3.2.2. Steuerung des Wertschöpfungs-Centers
3.2.2.1. Management-Dimension
3.2.2.2. Service-Dimension
3.2.2.3. Business-Dimension
3.3. Fazit
4. Center-Konzepte im Personalmanagement
4.1. Cost-Center
4.2. Service-Center
4.2.1. Leistungen des Service-Centers
4.2.2. Konsequenzen
4.3. Profit-Center
4.3.1. Kennzeichen eines Profit-Centers
4.3.2. Marktorientiertes Steuerungssystem
4.3.3. Konsequenzen
4.4. Weitere Center-Konzepte
4.4.1. Intelligenz-Center
4.4.2. Kultur-Center
4.5. Outsourcing des Personalmanagements
4.5.1. Begriff des Outsourcing
4.5.2. Inhouse-Outsourcing
4.5.3. Outsourcing
4.6. Externe Personalarbeit am Beispiel der Kempfer & Kolakovic Personalmanagement GmbH
4.7. Fazit
5. Personalcontrolling
5.1. Wesen und Aufgaben des Personalcontrollings
5.2. Problematik des Personalcontrollings
5.3. Zentrale Ansätze im Personalcontrolling
5.3.1. Humanvermögensrechnung (Human Resource Accounting)
5.3.2. Kennziffern als Controllinginstrument
5.3.3. Kostenanalytischer Ansatz
5.3.4. Weitere Ansätze zum Personalcontrolling
5.4. Grundmethodik des Personalcontrollings
5.5. Personalcontrolling in Center-Konzepten
5.5.1. Preiskalkulation für Personaldienstleistungen
5.5.2. Verrechnungspreismodelle für Personaldienstleistungen
5.5.3. Kostenrechnungs- und Controllingsysteme für das Profit Center
5.6. Fazit
6. Ausblick - Die virtuelle Personalarbeit
7. Schlussfolgerungen
Die Diplomarbeit untersucht den Wandel des Personalmanagements von einer administrativen Funktion hin zu einem unternehmerischen Geschäftsbereich. Das primäre Ziel ist es, Methoden der betriebswirtschaftlichen Steuerung durch Center-Konzepte (Cost-, Service- und Profit-Center) aufzuzeigen, um die Effizienz der Personalarbeit zu steigern und einen messbaren Beitrag zur Wertschöpfung zu leisten.
4.1. Cost-Center
Setzt man auf eine verstärkte Controllingorientierung in einem bestimmten Teilbereich der Personalarbeit, so sollte dieser Bereich einer konsequenten Steuerung als Cost-Center (in der Literatur teilweise auch als Expense-Center bezeichnet) unterliegen. Die Aktivitäten innerhalb eines Cost-Centers erstrecken sich nur auf den internen Markt. Ein Zugang zum externen Markt ist nicht gegeben. Wird ein Personalbereich als Cost-Center geführt, arbeitet er mit gegebenen Budgets und muss seine Aufgaben im Rahmen dieser Budgets erfüllen. Die Höhe eines Kostenbudgets kann über einfache Kennziffern wie Mitarbeiter der Personalabteilung in Relation zur Gesamtbelegschaft oder Budgets in Relation zum Gesamtumsatz bestimmt werden.
Das Oberziel des Cost-Center-Konzepts ist die Bewältigung quantitativ und qualitativ definierter Aufgabenpakete unter der Bedingung minimaler Kostenverursachung. Voraussetzung für die Führung der Personalarbeit als Cost-Center ist die Festlegung der Kosten für die erbrachten Dienstleistungen, die dem internen Kunden in Rechnung gestellt werden. Diese Kosten werden dann in der Kostenrechnung den jeweiligen Produkten als Gemeinkosten zugerechnet (Gemeinkostenumlage). Die Kosten personalwirtschaftlicher Aktivitäten werden somit transparenter und lassen dadurch erstmals eine Kontrolle der Wirtschaftlichkeit zu. Jedoch wird keine Differenzierung nach verrechenbaren/nicht verrechenbaren Leistungen vorgenommen, wodurch auch keine verursachergerechte Kostenverteilung möglich ist. Die kumulierten indirekten Personalstellenkosten werden über Verteilschlüssel auf die betrieblichen Hauptkostenstellen umgelegt, während lediglich die direkten, auftragsbezogenen Kosten den internen Kunden in Rechnung gestellt werden.
1. Einleitung: Beschreibt den historischen Wandel des Personalmanagements hin zu einem marktorientierten Dienstleister und führt in die Thematik der Center-Konzepte ein.
2. Organisation und Steuerung der Personalarbeit: Erläutert verschiedene klassische Organisationsformen wie die Linien- und Matrixorganisation und diskutiert Steuerungskonzepte für den Personalbereich.
3. Unternehmerisches Personalmanagement: Definiert die Rolle des Personalbereichs als Wertschöpfungs-Center und stellt die verschiedenen Dimensionen der unternehmerischen Führung dar.
4. Center-Konzepte im Personalmanagement: Detaillierte Analyse der einzelnen Modelle Cost-, Service- und Profit-Center sowie der Möglichkeiten des Outsourcings.
5. Personalcontrolling: Untersucht Instrumente und Methoden zur Messung und Steuerung der Effizienz personalwirtschaftlicher Prozesse in Center-Strukturen.
6. Ausblick - Die virtuelle Personalarbeit: Diskutiert die künftige Virtualisierung als konsequente Weiterentwicklung der Dezentralisierung.
7. Schlussfolgerungen: Fasst zusammen, dass ein betriebswirtschaftlich ausgerichtetes Personalmanagement durch Center-Modelle maßgeblich zur Wertschöpfung beitragen kann.
Personalmanagement, Wertschöpfungs-Center, Cost-Center, Service-Center, Profit-Center, Personalcontrolling, Outsourcing, betriebswirtschaftliche Steuerung, Effizienz, interne Dienstleistungen, Verrechnungspreise, Personalkennzahlen, Unternehmensorganisation, Personalwirtschaft, virtuelle Personalabteilung.
Die Arbeit analysiert, wie Personalmanagement durch betriebswirtschaftliche Methoden und moderne Organisationsmodelle zu einem wertschöpfenden und effizienten Geschäftsbereich innerhalb eines Unternehmens transformiert werden kann.
Die zentralen Themen sind die organisatorische Strukturierung des Personalwesens, die Einführung von marktorientierten Steuerungsmodellen wie Profit-Centern sowie die Implementierung von Personalcontrolling zur Leistungsmessung.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie ein Personalbereich durch die Einführung von Verrechnungspreisen und marktähnlichen Anreizen seine Effizienz steigern und seine Rolle vom reinen Kostenfaktor zum internen Dienstleister wandeln kann.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse bestehender Organisationskonzepte (wie das Wertschöpfungs-Center) und führt ein praxisorientiertes Fallbeispiel an, um die Anwendbarkeit der Konzepte zu untermauern.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Organisationsformen, die detaillierte Beschreibung der Center-Modelle, die Ansätze des Personalcontrollings und die ökonomische Bewertung von Personaldienstleistungen.
Die zentralen Begriffe sind Personalmanagement, Wertschöpfungs-Center, Profit-Center, Personalcontrolling, Effizienz, Outsourcing und innerbetriebliche Verrechnungspreise.
Während beim divisionalen Referenten-System eine Mischform aus zentraler und dezentraler Verantwortung vorliegt, zeichnet sich die Holding-Organisation durch eine konsequente Trennung von strategischen (Zentrale) und operativen (Tochtergesellschaft) Aufgaben aus.
Center-Modelle ermöglichen erst die monetäre Bewertung von Leistungen. Während ein Cost-Center lediglich Budgets verwaltet, erlaubt ein Profit-Center durch den Marktbezug den direkten Nachweis von Deckungsbeiträgen und Gewinnen.
Die Einführung erfordert einen Paradigmenwechsel. Eine zu starke monetäre Orientierung kann zu kurzfristigem Denken führen, weshalb eine Balance zwischen ökonomischer Steuerung und strategischer Unternehmenskultur essentiell ist.
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