Magisterarbeit, 2008
184 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Diskussion des Chicanobegriffs
3 Geschichtlicher Hintergrund
4 Merkmale der gegenwärtigen Chicanokultur
5 Züge des mexikanisch-spanischen Wortschatzes
6 Forschungsergebnisse zur Chicano-Lexik und Forschungsdesiderata
6.1 Vielfalt und Größenordnung der Abweichungen von der mexikanisch-spanischen Lexik
6.1.1 Das Populärspanisch
6.1.2 Code-Mischung oder Code-Switching
6.1.3 Caló
6.1.4 Chicano-Englisch
6.2 Anglizismen im Chicano
6.3 Existieren Dialekte im Chicano?
6.4 Spracherziehung und Chicano-Lexik
6.5 Stilistische Effekte des Gebrauchs von typischen Chicano-Lexien
7 Empirische Untersuchung der stilistischen Effekte an einem Textkorpus
7.1 Präsentation des Textkorpus
7.2 Ein Modell zur Beschreibung der Bedeutungsfaktoren von Wortwahlprozessen
7.3 Methodik der Analyse
7.4 Analyse der spanischen Textstellen mit Chicano-Lexik
7.5 Ergebnisse der Analyse und Ergänzung von Forschungsergebnissen
8 Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die spezifische Lexik der Chicanos sowie deren Anwendung in literarischen Texten. Ziel ist es, die sprachliche Identität dieser Minderheit zu analysieren, die durch den Einfluss des Englischen sowie historische und kulturelle Faktoren von Standard- und mexikanischem Spanisch abweicht, und die stilistischen Effekte dieses Vokabulars empirisch zu belegen.
7.4 Analyse der spanischen Textstellen mit Chicano-Lexik
Bereits auf der ersten Seite der Novelle setzt der Autor viele verschiedene Chicano-Lexien ein. Der Einsatz dieser typischen Ausdrücke ist vor allem von den jeweiligen Gesprächspartnern abhängig und ebenso davon, um welche Situation es sich jeweils handelt und in welchem geschichtlichen Rahmen die Handlung abläuft. So erhält der Leser auf der ersten Seite einen kurzen Einblick in die Vergangenheit des jungen Chicanos Miguel, der sich oft mit Freunden im Park San Lazaro trifft. An dieser Stelle finden wir die erste Ansammlung von Textstellen mit Chicano-Lexien.
Cuando ‚teenager’, no sólo jugaba a la pelota de día, sino que, de noche en el zacate, se enzarzaba con las muchachas del barrio y compartió, más de una vez, la colilla de mota con sus camaradas.
Das erste auffällige Wort ist ‚teenager’. Hierbei handelt es sich um einen Anglizismus, somit um einen aus dem englischen Wortschatz stammenden Ausdruck. Dieser leitet sich von der Form ‚-teen’ ab, die wiederum aus ‚ten’ entstand. Der eigentlichen Zahl zehn werden dann die Kardinalzahlen drei bis neun angehängt (TFH). Somit steht der Begriff für einen jungen Menschen im Alter zwischen 13 und 19 Jahren (CSSH).
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der sprachlichen Repertoires und die Untersuchung der spezifischen Lexik der Chicanos.
2 Diskussion des Chicanobegriffs: Auseinandersetzung mit der Begriffsdefinition und den verschiedenen wissenschaftlichen Sichtweisen auf die Identität der Chicanos.
3 Geschichtlicher Hintergrund: Überblick über die Geschichte Mexikos und Nordamerikas und deren Einfluss auf die Bevölkerungsgruppe der Chicanos.
4 Merkmale der gegenwärtigen Chicanokultur: Untersuchung kultureller Identitätspunkte wie Familie, Religion, Gemeinschaft und Kunst.
5 Züge des mexikanisch-spanischen Wortschatzes: Darstellung linguistischer Phänomene des mexikanischen Spanisch, einschließlich phonetischer und morphologischer Aspekte.
6 Forschungsergebnisse zur Chicano-Lexik und Forschungsdesiderata: Systematische Auswertung der Sprachmischung, Dialektalisierung und spracherzieherischer Probleme.
7 Empirische Untersuchung der stilistischen Effekte an einem Textkorpus: Analyse ausgewählter Textstellen aus der Novelle "Crisol" und Anwendung eines Modells zur Beschreibung von Wortwahlprozessen.
8 Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse und Bestätigung der theoretischen Bausteine durch die empirische Analyse.
Chicanos, Lexik, Mexikanisch-Spanisch, Anglizismen, Code-Switching, Pachuco, Sprachkontakt, Kulturidentität, Soziolinguistik, Textkorpus, Stilistik, Diglossie, Indigenismen, Archaismen, Migration.
Die Arbeit untersucht die Lexik der Chicanos und analysiert, wie diese spezifische Wortwahl in Texten verwendet wird, um kulturelle Identität und stilistische Effekte auszudrücken.
Zu den zentralen Feldern gehören die Definition der Chicano-Identität, historische Einflüsse, die sprachliche Vermischung mit dem Englischen und der soziolinguistische Kontext im Südwesten der USA.
Das Hauptziel ist die Untersuchung der Chicano-Lexik und die Veranschaulichung der stilistischen Motive, die hinter der Wortwahl der Chicanos in literarischen Texten stehen.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung des sprachwissenschaftlichen Forschungsstandes und kombiniert diese mit einer empirischen Analyse eines Textkorpus, ergänzt durch etymologische und pragmatische Modelle.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Geschichte, Kultur, Sprachzüge) und eine empirische Analyse der Novelle "Crisol" von Justo S. Alarcón.
Wesentliche Begriffe sind Chicanos, Lexik, Sprachkontakt, Code-Switching, Pachuco und Soziolinguistik.
Sie weist einen starken Einfluss des Englischen auf, zeigt spezifische lexikalische Neologismen und nutzt Formen wie Caló oder Code-Switching, die im reinen mexikanischen Spanisch weniger stark ausgeprägt sind.
Die Novelle dient als empirische Basis, um die im theoretischen Teil identifizierten Phänomene der Chicano-Lexik in einer authentischen literarischen Anwendung praktisch zu untersuchen.
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