Bachelorarbeit, 2012
75 Seiten
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
2 Grundlagen der entscheidungsorientierten Unternehmensbewertung
2.1 Prämissen des Standard-Ertragswertverfahrens und Einfluss der Fremdfinanzierung
2.1.1 Dreidimensionale Erfolgsprognose
2.1.1.1 Rolle der Fremdfinanzierung bei der Erfolgsprognose
2.1.2 Subjektive Risikobewertung
2.1.3 Methoden der Berücksichtigung der Alternativinvestition
2.1.4 Beispiele der Unternehmensbewertung mithilfe des Standard-Ertragswertverfahrens und Analyse des Einflusses der Fremdfinanzierung auf die Kapitalkosten und den Wert des Unternehmens
2.1.4.1 Beispiel – System ohne Berücksichtigung der Besteuerung
2.1.4.2 Beispiel – System mit einer definitiven Unternehmenssteuer
2.1.4.3 Beispiel – differenziertes Steuersystem
3 Grundlagen der marktorientierten Unternehmensbewertung
3.1 Prämissen der Discounted Cashflow-Verfahren und Einfluss der Fremdfinanzierung
3.1.1 Kapitalmarktorientierte Risikobewertung
3.1.2 Fremdfinanzierung als Einflussfaktor in Discounted Cashflow-Verfahren
3.1.2.1 Modigliani/Miller Theorem
3.1.2.2 Finanzierungspolitik als Einflussfaktor und Varianten der Discounted Cashflow-Verfahren
3.1.2.2.1 Autonome Finanzierungspolitik
3.1.2.2.1.1 Flow-to-Equity-Ansatz
3.1.2.2.1.2 WACC-Ansatz
3.1.2.2.1.3 Adjusted Present Value-Ansatz
3.1.2.2.1.4 Beispiel – System ohne Berücksichtigung der Besteuerung
3.1.2.2.1.5 Beispiel – System mit einer definitiven Unternehmenssteuer
3.1.2.2.1.6 Beispiel – differenziertes Steuersystem
3.1.2.2.2 Wertorientierte Finanzierungspolitik
3.1.2.2.2.1 Flow-to-Equity-Ansatz
3.1.2.2.2.2 WACC-Ansatz
3.1.2.2.2.3 Adjusted Present Value-Ansatz
3.1.2.2.2.4 Beispiel – System ohne Berücksichtigung der Besteuerung
3.1.2.2.2.5 Beispiel – System mit einer definitiven Unternehmenssteuer
3.1.2.2.2.6 Beispiel – differenziertes Steuersystem
4 Analyse der modellspezifischen Prämissen und resultierenden Wertunterschiede unter spezieller Berücksichtigung der Fremdfinanzierung
5 Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der Fremdfinanzierung als zentralen Parameter innerhalb der entscheidungsorientierten und marktorientierten Unternehmensbewertung. Das primäre Ziel besteht darin, die zugrunde liegenden Prämissen beider Ansätze – konkret des Standard-Ertragswertverfahrens und der verschiedenen Discounted-Cashflow-Verfahren – kritisch zu analysieren und die daraus resultierenden Wertunterschiede unter variierenden Finanzierungsstrukturen und Steuersystemen herauszuarbeiten.
2.1.1 Dreidimensionale Erfolgsprognose
Ein erster Schritt zur Erfolgsprognose ist die Wahl der bewertungsrelevanten Überschussgröße. Dabei gilt das auf den „Netto-Cashflow beim Anteilseigner“ gestützte Ertragswertverfahren als „aus theoretischer Sicht richtiges Bewertungsverfahren“, da nicht nur die aus dem Unternehmen fließende Zahlung (Ausschüttung vor persönlichen Steuern) berücksichtigt wird, sondern auch dadurch verursachte individuelle Zahlungskonsequenzen wie individuelle Synergien und persönliche Steuern. Da die diskontierungsrelevante Überschussgröße aus vielen Einflussfaktoren abgeleitet wird, ist es notwendig, ein integriertes Planungssystem aufzustellen, das den Zusammenhang zwischen einzelnen Erfolgsgrößen zeigt. Im Rahmen der zeitlich-dynamischen Planung werden durch ein integriertes Planungssystem auch die intertemporalen Interdependenzen zwischen den Erfolgsfaktoren berücksichtigt. In der Literatur wird zwischen Renten-, Zwei-Phasen-, und Drei-Phasen-Modellen der zeitlich-dynamischen Planung unterschieden.
Da die künftigen Erfolgsgrößen mit Unsicherheit behaftet sind, entsteht die Notwendigkeit der mehrwertigen Planung (Stochastifizierung). Für die Offenlegung der Risikostruktur der zukünftigen Erfolgsgrößen kommen i. A. die Risikosimulation und Szenario-Analyse in Betracht.
1 Einleitung: Einführung in die Problemstellung der Unternehmensbewertung und den Vergleich zwischen Ertragswert- und DCF-Verfahren sowie die methodische Vorgehensweise.
2 Grundlagen der entscheidungsorientierten Unternehmensbewertung: Darstellung der Prämissen des Standard-Ertragswertverfahrens mit Fokus auf die Erfolgsprognose und Risikobewertung unter Berücksichtigung der Fremdfinanzierung.
3 Grundlagen der marktorientierten Unternehmensbewertung: Analyse der Discounted Cashflow-Verfahren, der kapitalmarktorientierten Risikobewertung sowie der verschiedenen Finanzierungspolitiken und deren Umsetzung in den gängigen Modellen.
4 Analyse der modellspezifischen Prämissen und resultierenden Wertunterschiede unter spezieller Berücksichtigung der Fremdfinanzierung: Gegenüberstellung und Diskussion der Wertunterschiede, die aus den unterschiedlichen Prämissen beider Bewertungsansätze resultieren.
5 Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse und Fazit zum Einfluss der Fremdfinanzierung auf die Unternehmensbewertung.
Unternehmensbewertung, Ertragswertverfahren, Discounted Cashflow, Fremdfinanzierung, Kapitalstrukturrisiko, Kapitalkosten, Finanzierungspolitik, Steuersystem, Tax Shield, Modigliani-Miller, Risikoaversion, Unternehmenswert, Investitionsrisiko, Cashflow, Substanzwert
Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen und methodischen Unterschieden bei der Bewertung von Unternehmen, insbesondere wie Fremdfinanzierung und unterschiedliche Steuerlasten den Unternehmenswert in verschiedenen Bewertungsmodellen beeinflussen.
Die zentralen Felder sind das Standard-Ertragswertverfahren, verschiedene Discounted-Cashflow (DCF)-Ansätze (FTE, WACC, APV) sowie die Modellierung von Steuereffekten und Finanzierungsrisiken.
Das Ziel ist die Analyse der Prämissen von Ertragswert- und DCF-Verfahren, um zu klären, warum sich bei der Einbeziehung von Fremdkapital unterschiedliche Unternehmenswerte ergeben können.
Es handelt sich um eine analytische Arbeit, die auf Literaturrecherche und der detaillierten Herleitung mathematischer Bewertungsformeln basiert. Zudem werden beispielhafte Szenarien für verschiedene Finanzierungspolitiken und Steuersysteme durchgerechnet.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der entscheidungsorientierten und marktorientierten Bewertung, die mathematische Herleitung der verschiedenen Bewertungsmodelle sowie einen umfangreichen Vergleich der Ergebnisse unter variierenden Annahmen zur Fremdfinanzierung.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Unternehmensbewertung, Kapitalstruktur, DCF-Verfahren, Tax Shield, Kapitalkosten und Risikoaversion charakterisiert.
Das Ertragswertverfahren berücksichtigt das Risiko subjektiv über Sicherheitsäquivalente, während DCF-Verfahren häufig auf kapitalmarkttheoretische Modelle wie das CAPM zurückgreifen, um risikoadjustierte Kapitalkosten abzuleiten.
Es tritt bei der DCF-Bewertung auf, wenn der Unternehmenswert von den gewichteten Kapitalkosten abhängt, diese aber gleichzeitig vom Marktwert des Eigenkapitals beeinflusst werden – ein Prozess, der iterative oder retrograde Verfahren erfordert.
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