Fachbuch, 2012
29 Seiten
1. Einleitung
2. Das Bewusstsein und das Unterbewusstsein
2.1. Das Bewusstsein
2.2. Das Unterbewusstsein
2.3. Das limbische System
2.4. Die Theorie der somatischen Marker
2.5. Der Einfluss des Unterbewussten auf das Handeln
3. Implikationen der Neurowissenschaften für die Krisenkommunikation
3.1. Relevanz der Neurowissenschaften für die Krisenkommunikation
3.2. Altruistische Bestrafung
3.3. Priming Effekt
3.4. Framing Effekt
3.5. Motive und Motivsysteme
3.5.1. Drei Grundmotive
3.5.2. Die Big 3
3.5.3. Limbic Map
3.6. Gehirngerichtete Kommunikation
4. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht, wie Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften und dem Neuromarketing genutzt werden können, um die Krisenkommunikation von Unternehmen effektiver zu gestalten, indem gezielt das menschliche Unterbewusstsein als primäre Steuerungsinstanz für Entscheidungen und Handlungen angesprochen wird.
3.2. Altruistische Bestrafung
Die Bestrafung anderer Personen, die soziale Normen missachten, ist für den Bestrafenden immer mit Kosten verbunden (vgl. Müller, Christian (2008), S. 8). Der Bestrafende hat demnach keinen materiellen Nutzen von der Bestrafung, er schadet sich damit selbst. Ein Versuch um diesen Zusammenhang näher zu erklären und zu belegen ist das so genannte „trust game“. Hier werden zwei Spieler, A und B, einer normalen Verhandlungssituation ausgesetzt, wobei angenommen wird, dass beide Gewinn machen wollen. Spieler A erhält vom Spielleiter eine Summe Geld, die er nur behalten darf, wenn er einen Teil des Geldes an Spieler B abgibt, d.h. der Gewinn von Spieler A richtet sich nach dem Anteil, den er seinem Mitspieler abgeben muss. Rein rational betrachtet müsste Spieler B mit jedem Betrag zufrieden sein der größer als null ist, er hätte dann mehr Geld als vor dem Spiel. Das Experiment zeigt jedoch, dass Menschen, die Spieler B spielen, das Angebot ablehnen wenn sie es als unfair erachten. Es hat sich gezeigt, dass Angebote unter 40% der Gesamtsumme von Spieler B nicht angenommen wurden.
Neurologische Untersuchungen haben ergeben, dass in dem Fall der Ablehnung, eines Angebotes von Spieler A im Gehirn von Spieler B das Belohnungssystem aktiv wurde, d.h. das Altruistische Bestrafung vom Gehirn belohnt wird. (vgl. Domning, Marc/ Elger, Christian E./ Rasel, André (2009), S. 29). Der materielle Verlust wird demnach durch emotionale Befriedigung ausgeglichen (vgl. Gresser, Franz Nikolaus (2007), S. 27). Ebenfalls konnte gezeigt werden, dass bei Verhandlungen zweier Parteien das Belohnungssystem auch durch positive Informationen der anderen Partei stimuliert werden kann (vgl. Gresser, Franz Nikolaus (2007), S. 30).
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz neurowissenschaftlicher Erkenntnisse für die Krisenkommunikation ein und stellt das Ziel dar, Kommunikationsinstrumente durch das Verständnis des Unterbewusstseins zu optimieren.
2. Das Bewusstsein und das Unterbewusstsein: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise von Bewusstsein und Unterbewusstsein, das limbische System sowie die Theorie der somatischen Marker als Basis für menschliches Handeln.
3. Implikationen der Neurowissenschaften für die Krisenkommunikation: Hier werden konkrete neurowissenschaftliche Konzepte und Methoden vorgestellt, um die Krisenkommunikation durch die gezielte Berücksichtigung emotionaler und unterbewusster Prozesse zu verbessern.
4. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und konstatiert, dass eine Berücksichtigung des Unterbewusstseins einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil in der Krisenbewältigung darstellt.
Neurowissenschaft, Krisenkommunikation, Unterbewusstsein, Limbisches System, Altruistische Bestrafung, Priming Effekt, Framing Effekt, Motivsysteme, Limbic Map, Gehirngerechte Kommunikation, Entscheidungsfindung, Neuromarketing, Emotionen, Vertrauensbildung, Krisenmanagement
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung neurowissenschaftlicher Erkenntnisse auf die Krisenkommunikation von Unternehmen, um die Kommunikation effektiver an die unbewussten Bedürfnisse von Bezugsgruppen anzupassen.
Zentrale Themen sind die neurobiologische Basis menschlichen Verhaltens, die Macht des Unterbewusstseins, verschiedene Motivsysteme sowie die praktische Anwendung psychologischer Effekte in Krisensituationen.
Das Ziel ist es, eine Schnittstelle zwischen Neurowissenschaften und Krisenkommunikation zu implementieren, um Krisen durch gezielte Ansprache des Unterbewusstseins erfolgreicher und effizienter zu bewältigen.
Der Autor führt eine theoretische Analyse durch, bei der er bestehende neurowissenschaftliche Studien sowie Erkenntnisse aus dem benachbarten Fachgebiet des Neuromarketings auf die Anforderungen der Krisenkommunikation überträgt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Darstellung der Gehirnfunktionen (Kapitel 2) und eine detaillierte Analyse spezifischer Konzepte wie der altruistischen Bestrafung, Priming, Framing und der Limbic Map für die Anwendung in der Kommunikation (Kapitel 3).
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Neurowissenschaft, Krisenkommunikation, Unterbewusstsein, Limbic Map und Gehirngerechte Kommunikation beschreiben.
Die Limbic Map bildet die gesamte Motiv- und Wertewelt des Menschen ab. In der Krise hilft sie Unternehmen zu analysieren, welche emotionalen Bedürfnisse (z.B. Sicherheit, Stabilität) bei Bezugsgruppen aktuell gefährdet sind, um gezielt beruhigende und vertrauensbildende Kommunikationsmaßnahmen zu entwickeln.
Das Konzept zeigt, dass Menschen bereit sind, materiellen Schaden in Kauf zu nehmen, um als unfair empfundenes Verhalten zu bestrafen. Für Unternehmen bedeutet dies, dass Glaubwürdigkeit und ethisches Handeln essenziell sind, um nicht von Bezugsgruppen abgestraft zu werden.
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