Bachelorarbeit, 2011
55 Seiten, Note: 1
1 Einleitung
1.1 Fragestellung und Relevanz des Untersuchungsansatzes
1.2 Forschungsstand
1.3 Begriffsklärung
2 Theoretischer Teil
2.1 Bildungsbiographie und Sozialisation
2.1.1 Sozialisation in der Familie & schichtspezifische Sozialisation
2.1.2 Geschlechtsspezifische Sozialisation
2.1.3 Schulische Sozialisation
2.1.4 Berufliche Sozialisation
2.2 Erwachsenenbildung
2.3 Die Berufsreifeprüfung – eine Form der Erwachsenenbildung
2.3.1 Voraussetzungen, Zulassungen und Anrechnungen für die Berufsreifeprüfung
2.3.2 Prüfungsfächer und Prüfungsablauf
2.3.3 Förderungen
2.3.4 Erfolgreich mit der Berufsreifeprüfung – Zahlen, Daten und Fakten aus dem Bundesland Salzburg
3 Untersuchungsmethode
3.1 Die dokumentarische Methode – theoretische Eckpunkte
3.2 Die dokumentarische Methode und ihre Anwendung in der vorliegenden Untersuchung
3.3 Anmerkungen zur Auswahl der Interviewpartner/innen und zur Interviewsituation
4 Fallanalyse: Frau Auer
4.1 Portrait
4.2 Relevante Aspekte aus dem biographischen Hintergrund Frau Auers
4.2.1 Gegenwärtige Lebenssituation
4.2.2 Familiäre Situation in Kindheit und Jugend
4.2.3 Schulische Laufbahn
4.2.4 Zukunftsausblick
4.3 Resümee
5 Fallanalyse: Herr Wagner
5.1 Portrait
5.2 Relevante Aspekte aus dem biographischen Hintergrund Herrn Wagners
5.2.1 Gegenwärtige Lebenssituation
5.2.2 Familiäre Situation in Kindheit und Jugend
5.2.3 Schulische Laufbahn
5.2.4 Zukunftsausblick
5.3 Resümee
6 Entscheidungsmuster für die Berufsreifeprüfung
7 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Beweggründe für die Absolvierung der Berufsreifeprüfung aus einer bildungsbiographischen Perspektive. Ziel der Forschung ist es, anhand von Fallanalysen zu verstehen, wie familiäre, schichtspezifische, schulische und berufliche Sozialisationsprozesse den Entschluss zur Bildungsentscheidung beeinflussen und welche Entscheidungsmuster sich daraus für die Betroffenen ableiten lassen.
4.2.1 Gegenwärtige Lebenssituation
i mach des ja jetz scho a paar Joar (.) es-es daugt ma scho, dass i andere Menschen höffn ko (1) aber i denk ma einfach, es muas no was anderes gebn in mein Leben @i hoffs zumindest@ (Interview Auer, Zeile 12-15)
In dieser Sequenz kommt hervor, dass für Frau Auer die Arbeit mit Menschen eine wichtige Rolle spielt. Es scheint auch so, als hätte sie den Bereich, in dem sie arbeiten möchte, schon gefunden. Jedoch wird auch deutlich, dass sie mit ihrer beruflichen Situation nicht zufrieden ist. Dies lässt sich vor allem darin erkennen, dass Frau Auer erwähnt, dass sie hofft dass es in ihrem Leben auch noch etwas anderes gibt. In dieser Aussage lässt sich die Hoffnung nach Veränderung erkennen, die sie wahrscheinlich auch in die Absolvierung der Berufsreifeprüfung hat. Das „Andere“, dass Frau Auer hier erwähnt, kann man so interpretieren, dass es zum einen neue Herausforderungen und Erfahrungen sind die sie sucht. Zum anderen sucht sie aber möglicherweise auch nach einem Ausweg aus ihrem beruflichen Alltag als Krankenschwester, der von vielen Belastungen geprägt ist.
1 Einleitung: Die Einleitung definiert die Fragestellung und den Fokus auf biographische Sozialisationsprozesse bei Absolventen der Berufsreifeprüfung.
2 Theoretischer Teil: Dieses Kapitel erörtert sozialisationstheoretische Grundlagen, das Konzept der Erwachsenenbildung und die spezifischen Rahmenbedingungen der Berufsreifeprüfung.
3 Untersuchungsmethode: Die Autorin legt die dokumentarische Methode als qualitatives Auswertungsverfahren dar und beschreibt das Vorgehen bei den Leitfadeninterviews.
4 Fallanalyse: Frau Auer: Anhand einer Fallstudie werden die biographischen Hintergründe und Beweggründe einer Absolventin für die Berufsreifeprüfung analysiert.
5 Fallanalyse: Herr Wagner: Die zweite Fallstudie untersucht die Beweggründe und Sozialisationserfahrungen eines männlichen Absolventen, der eine kreative Neuausrichtung anstrebt.
6 Entscheidungsmuster für die Berufsreifeprüfung: In diesem Kapitel werden die Ergebnisse der Fallanalysen synthetisiert, um allgemeine Muster hinter der Entscheidung für den zweiten Bildungsweg zu identifizieren.
7 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse über den Einfluss der Sozialisation auf Bildungsentscheidungen zusammen und diskutiert die gesellschaftliche Relevanz des Bildungssystems.
Berufsreifeprüfung, Erwachsenenbildung, zweiter Bildungsweg, Sozialisation, Bildungsbiographie, Qualifizierung, Lebenslauf, qualitative Sozialforschung, dokumentarische Methode, soziale Herkunft, Bildungsentscheidung, berufliche Sozialisation, Gender Mainstreaming, Weiterbildung, Matura.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den persönlichen und biographischen Beweggründen von Menschen, die sich dazu entschließen, die Berufsreifeprüfung als zweiten Bildungsweg zu absolvieren.
Die Arbeit umfasst theoretische Grundlagen zur Sozialisation, das System der Erwachsenenbildung in Österreich, methodische Ansätze der qualitativen Forschung sowie konkrete Fallbeispiele.
Das Ziel ist herauszufinden, inwiefern die bisherige Bildungsbiographie und soziale Sozialisationsprozesse den Entschluss zur Nachholung des Bildungsabschlusses beeinflussen.
Die Autorin verwendet die dokumentarische Methode nach Bohnsack, um qualitative Leitfadeninterviews auszuwerten und die zugrunde liegenden Orientierungen zu rekonstruieren.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Kontext, die Darstellung der Methode sowie zwei detaillierte Fallanalysen, die Frau Auer und Herrn Wagner als Beispielpersonen untersuchen.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Berufsreifeprüfung, Sozialisation, Bildungsbiographie, zweiter Bildungsweg und qualitative Forschung beschreiben.
Während Frau Auer primär unter einer starken beruflichen Belastung leidet und nach einer beruflichen Veränderung sucht, ist Herr Wagners Motivation stärker durch das Ziel geprägt, seine bereits vorhandenen kreativen Fähigkeiten akademisch weiterzuentwickeln.
Die Familie fungiert als primäre Sozialisationsinstanz; die Arbeit verdeutlicht, wie familiäre Traditionen und der Bildungsstatus des Elternhauses maßgeblich die Bildungswege der Kinder prägen.
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