Masterarbeit, 2011
118 Seiten, Note: 1,3 (sehr gut)
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
1. Einleitung: Das TV-Duell als demokratiekonstitutive Größe und der Ansatz für eine interdisziplinäre Gesprächsanalyse mit Hilfe von Methoden aus der Pragmatik und den Kommunikationswissenschaften
2. Eine pragmatisch orientierte Untersuchung des TV-Duells zwischen Steinmeier und Merkel
2.1 Beschreibung einiger Elemente der Sprechakttheorie, eine Problemdiagnose
2.1.a Theoretische Analyse der Kategorien der Sprechakttheorie und Vorschlag einer komplementären Erweiterung zur besseren Herstellung des Praxisbezugs im Sinne der Verständlichkeit einer Äußerung
2.1.b Der Einfluss der Sprechakttheorie auf die Pragmatik und eine Problemdiagnose
2.2 Die Untersuchung des Handlungszusammenhangs - Konzipierung integrativ-pragmatischer Kommunikationsmodelle für das TV-Duell
2.3 Die Untersuchung der Interaktion im TV-Duell unter dem Aspekt des journalistischen Interviewstils, der Handlungsberechtigung und der Illokution – eine empirische Annäherung an der Grenze zu Journalismus und Pragmatik
2.3.a Analyse der Interaktion unter dem Aspekt des journalistischen Interviewstils und der Kooperationsbereitschaft
2.3.b Die Kategorisierung kommunikativer Strategien, sprachlicher Handlungen und der in ihnen versteckten Intentionen
2.4 Inhalts- und Themenanalyse des TV-Duells vor dem Hintergrund des Zusammenhangs ausgewählter Elemente der Sprechakttheorie – eine empirische Annäherung an der Grenze zu Journalismus und Pragmatik
2.4.a Journalistische Inhalts- und Themenanalyse des TV-Duells
2.4.b Analyse des Verhältnisses der Illokution, der Perlokution und der Lokution im Verhältnis zueinander mit Blick auf die Interaktion der primären Akteure
2.4.c Strukturelle Gesprächsanalyse anhand der Themen mit Blick auf die Illokution und die Perlokution
2.5 Die Relevanz der nonverbalen Kommunikation für die Rezeption des TV-Duells
3. Resümee: die zusammenfassende Bewertung der Sprechakttheorie und des TV-Duells
Die Arbeit untersucht das deutsche TV-Duell von 2009 zwischen Frank-Walter Steinmeier und Angela Merkel unter Anwendung interdisziplinärer Methoden aus der Pragmatik und den Kommunikationswissenschaften, um die sprachlichen und nonverbalen Strategien der Akteure sowie deren Wirkungen auf die Zuschauer zu analysieren.
2.3.b Die Kategorisierung kommunikativer Strategien, sprachlicher Handlungen und der in ihnen versteckten Intentionen
Im letzten Kapitel stellte sich heraus, dass sich das TV-Duell durch eine besonders strenge Interaktionsstruktur auszeichnet. Damit aber die Gesprächsteilnehmer ihren Intentionen nachgehen können, ohne daran verhindert zu werden, setzen sie oft unterschiedliche kommunikative Strategien ein. Auch deshalb wurden Elemente der Sprechakttheorie, die miteinander stark verbunden sind, um das Element „Operation“ erweitert. Es wird versucht, anhand dieses Kapitels Zusammenhänge zwischen der Illokution und den eingesetzten kommunikativen Strategien festzustellen und sie anhand von Beispielen zu erörtern. Der Durchführung der genannten Analyse werden Erkenntnisse zur Interaktion zunutze gemacht. Es wird darauf eingegangen, welche Intention durch welche Strategie verfolgt wird.
Die Analyse der kommunikativen Strategien basiert auf der Methodik der Untersuchung des informellen Regierungshandeln durch Pape. Infolge der Unterschiede der beiden Gespräche /informelles Regierungshandeln bzw. TV-Duell/ wird aber die Entwicklung neuer für die politische Fernsehdiskussion eigenen Kategorien notwendig.
Auch die der Handlung zugrunde liegenden Intentionen werden in der Tabelle charakterisiert und beschrieben, was damit beabsichtigt wird.
1. Einleitung: Das TV-Duell als demokratiekonstitutive Größe und der Ansatz für eine interdisziplinäre Gesprächsanalyse mit Hilfe von Methoden aus der Pragmatik und den Kommunikationswissenschaften: Das Kapitel führt in die Relevanz von TV-Duellen für die politische Willensbildung ein und begründet den interdisziplinären methodischen Ansatz der Arbeit.
2. Eine pragmatisch orientierte Untersuchung des TV-Duells zwischen Steinmeier und Merkel: Dieses Hauptkapitel bildet den theoretischen und empirischen Kern, in dem sprechakttheoretische Grundlagen auf die konkrete Kommunikationssituation des Duells angewandt werden.
3. Resümee: die zusammenfassende Bewertung der Sprechakttheorie und des TV-Duells: Das Kapitel fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und bewertet die Anwendbarkeit der Sprechakttheorie auf komplexe politische Diskursformate.
TV-Duell, Sprechakttheorie, Pragmatik, Kommunikationswissenschaft, politische Kommunikation, Illokution, Perlokution, Lokution, Gesprächsanalyse, Interaktionsanalyse, nonverbale Kommunikation, Journalismus, Medieninszenierung, Diskursanalyse, Themenanalyse
Die Arbeit analysiert das deutsche TV-Duell von 2009 zwischen den Kanzlerkandidaten Steinmeier und Merkel aus einer linguistischen und kommunikationswissenschaftlichen Perspektive.
Im Mittelpunkt stehen die Sprechakttheorie, die Interaktionsstrukturen zwischen Politikern und Moderatoren sowie die thematische Gestaltung und die Rolle nonverbaler Kommunikation.
Ziel ist es, die sprachlichen Handlungen der Akteure sowie deren beabsichtigte und tatsächliche Wirkung im Kontext einer medialen, politischen Inszenierung präzise zu erfassen und zu modellieren.
Es wird eine interdisziplinäre Gesprächsanalyse durchgeführt, die Methoden der Pragmatik (Sprechakttheorie) mit kommunikationswissenschaftlichen Modellen zur Interaktionsanalyse verknüpft.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Problemdiagnose der Sprechakttheorie, die Konzipierung neuer Kommunikationsmodelle und die detaillierte empirische Inhalts- und Themenanalyse.
Wichtige Begriffe sind unter anderem TV-Duell, Sprechakttheorie, Illokution, politische Kommunikation, Interaktionsanalyse und Medieninszenierung.
Das TV-Duell zeichnet sich durch eine durch Journalisten vorgegebene, strenge Interaktionsstruktur aus, bei der die Akteure primär eine politische Selbstdarstellung unter strikten Zeit- und Themenvorgaben anstreben.
Die Untersuchung zeigt, dass Mimik, Gestik und Intonation die verbale Kommunikation ergänzen und maßgeblich dazu beitragen, wie ein Politiker beim Zuschauer ankommt, insbesondere wenn er unter Druck steht.
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