Bachelorarbeit, 2010
61 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise
2 Gegenwärtige Situation von ausländischen Direktinvestitionen und Landnahme
2.1 Definition von ausländischen Direktinvestitionen und Landnahme
2.2 Entwicklung von ADI und Landnahme weltweit
2.3 Ausgewählte Länderbeispiele
2.3.1 China
2.3.2 Saudi-Arabien
2.3.3 Äthiopien
2.4 Zwischenfazit
3 Beweg- und Bestimmungsgründe für Landnahme und ADI
3.1 Theoretische Grundlagen
3.2 Motivation der Investoren
3.2.1 Bevölkerungswachstum und Landknappheit
3.2.2 Ressourcenbedarf
3.2.3 Investitionspotential
3.3 Motivation der Gastländer
3.3.1 Wirtschaftliche Vorteile
3.3.2 Technologietransfer
4 Auswirkungen von Landnahme und ADI auf die beteiligten Länder
4.1 Folgen für die wirtschaftliche Entwicklung
4.1.1 Auswirkungen auf Export
4.1.2 Auswirkungen auf Import
4.1.3 Technologietransfer
4.1.4 Einfluss auf die Arbeitsmärkte
4.2 Soziale und ökologische Auswirkungen in den betroffenen Regionen
4.2.1 Humankapital
4.2.2 Soziales Konfliktpotential
4.2.3 Effekte auf die Umwelt
4.3 Folgen für die Nahrungsmittelsicherheit
4.4 Mangelnde Partizipation der lokalen Bevölkerung
5 Fazit, Ausblick und abschließende Beurteilung
Die Arbeit analysiert die Motive und Auswirkungen von „Land Grabbing“ als spezielle Form ausländischer Direktinvestitionen (ADI). Ziel ist es, die ökonomischen, sozialen und ökologischen Konsequenzen für die betroffenen Gastländer zu bewerten und ein besseres Verständnis für die Triebkräfte hinter diesem globalen Phänomen zu schaffen.
3.2.1 Bevölkerungswachstum und Landknappheit
Die Erde als Planet bietet nur eine begrenzte Menge an Ressourcen für die auf ihr lebenden Organismen. Durch eine steigende Zahl der Organismen und einen erhöhten Bedarf pro Organismus werden die zur Verfügung stehenden Ressourcen knapp. Die für diese Arbeit interessante Ressource ist die Landfläche. Da sie nicht wieder aufbereitet oder hergestellt werden kann, ist sie von besonderem Interesse. Auf andere wichtige Ressourcen, die häufig im Zusammenhang mit der Landknappheit und der wachsenden Weltbevölkerung genannt werden, wie Wasser und Waldfläche wird am Rande eingegangen. Für die Geberländer ist das Ausmaß des Bevölkerungswachstums nicht so hoch wie in den weniger entwickelten Regionen der Welt. Da die Landfläche nicht zunimmt, dafür aber die weltweite Bevölkerung und diese mit Lebensmitteln versorgt werden will, betrifft die Bevölkerungszunahme in den Entwicklungsländern indirekt die entwickelten Länder der Welt.
Es gibt verschiedene Schätzungen, bei welcher Anzahl Menschen sich die Weltbevölkerung einpendeln wird. (Vgl. Abbildung 11)
Die UN geht, bei der mittleren Variante, von 9,15 Mrd. Einwohnern im Jahr 2050 aus (UN, 2009). Schon jetzt würden wir mehr als zweimal die Ressourcen der Erde benötigen, wenn jeder Mensch so leben würde wie ein Europäer (vgl. Abbildung 12). Es bedarf einer Menge Aufklärung und guten Managements um 9,15 Mrd. Menschen einen Lebensstil zu ermöglichen, der den Ressourcen auf der Welt angemessen ist. Im Zeitraum 1950 bis 1990 wuchsen die Erträge der Landwirte weltweit um durchschnittlich 2,1% pro Jahr, während die Bevölkerung um 1,9% pro Jahr zunahm. In den darauffolgenden zehn Jahren sank die jährliche Ertragszunahme auf 1,2% pro Jahr. Das Bevölkerungswachstum dagegen blieb weiterhin hoch (Brown, 2005).
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Problemstellung, Zielsetzung und Vorgehensweise der Arbeit vor, wobei der Fokus auf den Definitionen und dem Forschungsziel liegt.
2 Gegenwärtige Situation von ausländischen Direktinvestitionen und Landnahme: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe, beschreibt die globale Entwicklung und analysiert anhand von Länderbeispielen wie China, Saudi-Arabien und Äthiopien die aktuelle Lage.
3 Beweg- und Bestimmungsgründe für Landnahme und ADI: Hier werden die theoretischen Grundlagen sowie die Motive der Investoren und Gastländer für Direktinvestitionen im Agrarbereich detailliert erläutert.
4 Auswirkungen von Landnahme und ADI auf die beteiligten Länder: Dieses Kapitel bewertet die ökonomischen, sozialen und ökologischen Folgen, darunter Effekte auf den Außenhandel, Technologietransfer, Arbeitsmärkte und die Ernährungssicherheit.
5 Fazit, Ausblick und abschließende Beurteilung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet das Phänomen Landnahme kritisch und formuliert Anforderungen an künftige Regulierungen.
Land Grabbing, Landnahme, Ausländische Direktinvestitionen, ADI, Agrarpolitik, Ressourcensicherung, Nahrungsmittelsicherheit, Technologietransfer, Entwicklungsländer, Nachhaltigkeit, Weltwirtschaft, Bevölkerungswachstum, Landknappheit, Wirtschaftswachstum, Transparenz.
Die Arbeit analysiert und bewertet das Phänomen „Land Grabbing“, also den großflächigen Erwerb oder die Pacht von landwirtschaftlichen Flächen durch ausländische Investoren.
Zu den Schwerpunkten gehören die Motive für solche Investitionen, ihre Auswirkungen auf die Wirtschaft der Gastländer sowie die sozialen und ökologischen Folgen für die betroffenen Regionen.
Das Ziel ist es, durch eine fundierte Analyse der Beweggründe und Konsequenzen eine Bewertung des „Land Grabbing“ vorzunehmen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten.
Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse und eine empirische Betrachtung anhand von Länderbeispielen (China, Saudi-Arabien, Äthiopien), um die Mechanismen und Auswirkungen darzustellen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Investitionsmotiven (beschaffungs- und absatzorientiert) sowie in die Analyse der Folgen für Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Umwelt und die lokale Bevölkerung.
Wichtige Begriffe sind Landnahme, ADI (Ausländische Direktinvestitionen), Ressourcensicherung, Nahrungsmittelsicherheit und Technologietransfer.
Der Technologietransfer wird oft als eines der Hauptmotive für Gastländer genannt, ausländische Investitionen zuzulassen, da er Potenzial für Effizienzsteigerungen und wirtschaftliche Modernisierung bietet.
Die lokale Bevölkerung ist oft direkt betroffen, wird jedoch laut Arbeit nur selten in die Verhandlungen einbezogen, was zu Konfliktpotential und mangelnder Transparenz führt.
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