Fachbuch, 2012
75 Seiten
Vorwort
Theoretische Grundlagen:
Beispielgliederung für die Werkanalyse
Übersicht über Gattungen der gegenständlichen Malerei
Landschaftsmalerei
Historienmalerei
Porträt
Stillleben
Genremalerei
Komposition
Der Goldene Schnitt
Die Dreieckskomposition
Farbkontraste
Räumlichkeit
Typische Fehlerquellen und weitere Begrifflichkeiten
Exkurs: Plastik
Kunstgeschichtliche Übersicht:
Renaissance
Barock
Klassizismus
Romantik
Realismus
Impressionismus
Wegbereiter der Moderne
Expressionismus
Die Brücke
Der Blaue Reiter
Les Fauves
Kubismus
Surrealismus
Ausblick: Kunst nach dem 2. Weltkrieg
Übungsteil mit Lösungen
1. Erster Eindruck
2.1 Bildanalyse - praktisch
2.2 Bildanalyse - theoretisch
2.2.1 Komposition
2.2.2 Farbgebung
2.2.3 Körperhaftigkeit und Räumlichkeit
2.2.4 Materialverwendung
3. Interpretation und kunstgeschichtliche Reflexion
Nachwort
Dieses Buch dient als kompakter Leitfaden für Studierende zur Vorbereitung auf die schriftliche Werkanalyse im Ersten Staatsexamen. Es vermittelt das notwendige theoretische Grundwissen über kunsthistorische Epochen und technische Analysekriterien, um komplexe Kunstwerke strukturiert zu erschließen und wissenschaftlich fundiert zu interpretieren.
Die Dreieckskomposition
Neben den Richtungen gilt das Hauptaugenmerk der Art und Weise, wie das Zentrum des Bildes kreiert ist. Meist lässt sich der Fokus in eine Form bringen, die wiederum wichtiger Gegenstand für die anschließende Deutung sein kann. Sehr typisch für sakrale Themen ist beispielsweise eine Dreieckskomposition. Dies bedeutet, dass um die zentrale Gruppierung im Bild die Form eines Dreiecks imaginär gezogen werden könnte. Diese Form ist deshalb von religiöser Bedeutung, da sie zum einen symbolisch für die Dreifaltigkeit steht, zum anderen von einer geerdeten, breiten Basis aus spitz in Richtung Himmel deutet. Ein oft als Beispiel für dieses Kriterium dienendes Gemälde ist Raffaels Madonna mit dem Kind (1506). Um ein möglichst gleichmäßiges Dreieck zu erzeugen setzte Raffael bewusst den linken Fuß der Madonna gestreckt und eher unbequem von ihr ab, um auf gleiche Höhe mit dem anderen Eckpunkt zum knienden Fuß des Knaben zu sein.
Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel vermittelt die methodischen Basiskenntnisse, von der Erstellung einer Gliederung bis hin zur Analyse von Bildgattungen, Kompositionsmerkmalen, Farbkontrasten und räumlichen Aspekten.
Kunstgeschichtliche Übersicht: Hier werden die wichtigsten Epochen der Kunstgeschichte von der Renaissance bis zur Nachkriegszeit kompakt in tabellarischen Mindmaps dargestellt, um ein schnelles Einordnen von Werken zu ermöglichen.
Übungsteil mit Lösungen: Dieser Abschnitt bietet die Möglichkeit, das erlernte Wissen anhand einer konkreten praktischen Analyseaufgabe zu einem Gemälde von Pietro Longhi direkt anzuwenden und zu vertiefen.
Werkanalyse, Kunstgeschichte, Bildanalyse, Komposition, Epochen, Renaissance, Barock, Expressionismus, Staatsexamen, Bildgattungen, Farblehre, Perspektive, Interpretation, Kunstpädagogik, Kunstbetrachtung
Die Arbeit bietet eine strukturierte Hilfestellung und Informationssammlung, um Studierende gezielt auf die schriftliche Teilprüfung "Werkanalyse" im Ersten Staatsexamen vorzubereiten.
Das Buch deckt sowohl technische Grundlagen der Bildanalyse (wie Komposition und Farbe) als auch einen historischen Abriss der wichtigsten kunstgeschichtlichen Epochen ab.
Ziel ist es, den Studierenden einen soliden Grundstock an kunsthistorischem Wissen und methodischer Sicherheit zu vermitteln, um eine fundierte und kohärente Werkanalyse in der Prüfung zu verfassen.
Der Ratgeber empfiehlt ein schrittweises Vorgehen: Erstellung einer Gliederung, praktische Erarbeitung durch Skizzen und anschließend die theoretisch fundierte, schriftliche Ausformulierung der Analyse.
Der Hauptteil gliedert sich in technische Grundlagen der Bildgestaltung und eine systematische Darstellung kunstgeschichtlicher Epochen, ergänzt durch praktische Übungsanleitungen.
Wichtige Begriffe sind Werkanalyse, Bildaufbau, Epochenstile, ikonografische Aspekte sowie die praktische Anwendung durch Skizzen und systematisches Schreiben.
Der Autor definiert Plastik als additives Verfahren (Materialaufbau, z.B. Ton) und Skulptur als subtraktives Verfahren (Materialabtrag, z.B. Stein oder Holz).
Der Autor erläutert, dass Longhi trotz seiner Beliebtheit bei der Oberschicht in seinen Genrebildern oft subtile soziale Kritik versteckte, indem er die gesellschaftliche Hierarchie durch Bildkomposition und Detailwahl ironisch kommentierte.
Sie dient als Chiffre, um den gesellschaftlichen Stand der abgebildeten Personen im Settecento zu deuten, da das Tragen bestimmter Masken im Venedig der Zeit strengen sozialen Konventionen unterlag.
Das Anfertigen von Skizzen schärft den Blick für Bildaufbau und Details, die bei reinem Betrachten oft übersehen werden, und bietet eine stabile, visuelle Basis für die spätere schriftliche Analyse.
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