Diplomarbeit, 2006
83 Seiten, Note: 1 (14 Punkte)
1 Einführung
1.1 Problemdarstellung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Begriffliche Abgrenzungen
2.1 Outsourcing
2.2 Insourcing
2.3 Die Rehabilitationseinrichtungen
3 Outsourcing als Entscheidungsgrundlage für das Insourcing
3.1 Grundlegende Entscheidungskriterien für ein mögliches Outsourcing
3.2 Outsourcingformen
3.3 Bereiche für ein mögliches Outsourcing
3.4 Ziele des Outsourcing
4 Der Insourcing-Prozess
4.1 Allgemeine Erläuterungen zum Insourcing
4.2 Mögliche Motive für ein Insourcing
4.2.1 Schutz des eigenen Know-hows
4.2.2 Auslastung eigener Kapazitäten
4.2.3 Individuelle Prozessgestaltung
4.2.4 Qualitätsgründe
4.2.5 Kostengründe
4.2.6 Verringerung von Zielgegensätzen
4.2.7 Sonstige entscheidungsunterstützende Aspekte
4.3 Mögliche Bereiche für ein Insourcing
4.3.1 Die IT-Abteilung
4.3.2 Der Reinigungsdienst
4.4 Die Realisierung eines Insourcingprojektes
4.4.1 Machbarkeitsstudie
4.4.2 Planungs- und Entwicklungsphase
4.4.3 Die Umsetzungsphase
4.4.4 Laufender Betrieb
5 Exemplarische Überlegungen für ein Insourcing anhand verschiedener Rehabilitationseinrichtungen
5.1 Darstellung der ausgewählten Kliniken
5.2 Mögliche Rechtsformen der Rehabilitationskliniken
5.3 Analyse verschiedener Klinikabteilungen
5.3.1 Mögliche Klinikbereiche und deren Abteilungen
5.3.2 Analyse einzelner Abteilungen mit Hilfe der Nutzwertanalyse
5.4 Analyse negativer Aspekte des Insourcings
5.4.1 Hohe Personalkosten
5.4.2 Geringe Personalverfügbarkeit
5.4.3 Rückabwicklung der laufenden Verträge
5.4.4 Finanzierung notwendiger Investitionen
6 Zusammenfassung
Das Hauptziel der Arbeit besteht darin, zu untersuchen, ob Insourcing eine langfristige und sinnvolle Alternative zum Outsourcing darstellt, insbesondere mit Fokus auf Rehabilitationskliniken. Dabei werden die Problemfelder bei der Leistungserbringung analysiert und der Insourcing-Prozess detailliert beleuchtet.
4.2.1 Schutz des eigenen Know-hows
Sowohl der Servicegeber als auch der Kunde besitzen umfangreiche spezifische Kenntnisse. Sofern Verträge miteinander geschlossen werden, erfolgt ein Übergang von Wissen in beide Richtungen. Dadurch wird dem Dienstleister weitestgehend ein Einblick in das eigene Unternehmen gewährt. Dieses lässt sich aufgrund kooperativer Zusammenarbeit in der Regel nicht vermeiden und ist selten zu beeinflussen (vgl. Schneider 1996, S. 72). Somit besteht die Gefahr, dass schutzwürdiges und spezifisches Know-how an Dritte weitergegeben wird. Dies kann entweder durch eine beabsichtigte Überlieferung oder durch eine unbewusste Abgabe von Informationen, beispielsweise durch Sicherheitsmängel erfolgen. Die Folge wäre, dass Drittanbieter durch das dazu gewonnene Know-how ihre Marktposition stärken könnten (vgl. Hermes et al. 2005, S. 23).
Die Abgabe des Know-hows hat außerdem Auswirkungen auf die Unternehmensentwicklung. So ist es nach mehrjähriger Auslagerung von Prozessen nicht mehr oder nur sehr schwer möglich, effektive eigenständige Entscheidungen zu treffen. Der Grund dafür ist der Verlust des unternehmensspezifischen Wissens und der Fähigkeiten. Die Folge wäre eine nicht eindeutige Abgrenzung künftiger Kernkompetenzen (vgl. Hermes et al. 2005, S. 23; vgl. Schniederjans et al. 2005, S. 29). Weiterhin können dadurch zukünftige Entwicklungen im Hinblick auf ihre Bedeutsamkeit nur ungenau eingeschätzt werden (Lux et al. 1997, S. 12). Um dieses zu umgehen, wird sich zunehmend für eine Eigenerstellung entschieden, bei dem sich spezifisches Know-how selbstständig angeeignet wird und auch im eigenen Unternehmen bleibt.
Weiterhin beklagen Servicenehmer, dass das spezifische Know-how des Dienstleisters verloren geht, da diese einen hohen Personalaustausch aufweisen. Sofern der Servicegeber Mitarbeiter entlässt und neues Personal einstellt, sind diese nicht mit den speziellen Gegebenheiten des Kunden vertraut (vgl. Fourier 2002, S. 480).
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet den zunehmenden Wettbewerbsdruck in Rehabilitationseinrichtungen und stellt die Problematik der Leistungserbringung im Kontext von Outsourcing und Insourcing dar.
2 Begriffliche Abgrenzungen: In diesem Kapitel werden die zentralen Begriffe Outsourcing, Insourcing sowie die Besonderheiten von Rehabilitationseinrichtungen definiert, um ein einheitliches Verständnis zu schaffen.
3 Outsourcing als Entscheidungsgrundlage für das Insourcing: Es werden grundlegende Kriterien, verschiedene Formen und Ziele des Outsourcings erörtert, da diese als Basis für die spätere Entscheidung für ein Insourcing dienen.
4 Der Insourcing-Prozess: Dieses Kapitel widmet sich detailliert den Motiven, den möglichen Bereichen für Insourcing sowie der praktischen Realisierung eines Insourcingprojektes anhand des Modells eines Shared Service Center.
5 Exemplarische Überlegungen für ein Insourcing anhand verschiedener Rehabilitationseinrichtungen: Hier wird das theoretische Wissen anhand von Fallbeispielen in Kliniken angewandt, Rechtsformen analysiert und die Nutzwertanalyse zur Entscheidungsfindung eingesetzt.
6 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz der Thematik ab und betont die Bedeutung strategischer Entscheidungen sowie regelmäßiger Wirtschaftlichkeitsrechnungen für die Zukunft der Rehabilitationseinrichtungen.
Insourcing, Outsourcing, Rehabilitationseinrichtungen, Shared Service Center, Nutzwertanalyse, Know-how, Personalkosten, Prozessmanagement, Kliniken, Wirtschaftlichkeit, Effizienz, Strategie, Leistungsoptimierung, Kernkompetenzen, Entscheidungsfindung.
Die Arbeit untersucht, ob die Rückverlagerung von Prozessen (Insourcing) in Rehabilitationseinrichtungen eine sinnvolle und langfristige Alternative zur Auslagerung (Outsourcing) darstellt.
Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen von Outsourcing und Insourcing, die Motive für eine Eigenerstellung, den Ablauf von Insourcing-Projekten sowie die spezifischen Rahmenbedingungen in Rehabilitationskliniken.
Die primäre Zielsetzung besteht darin, herauszufinden, unter welchen Bedingungen Insourcing als Strategie zur Effizienzsteigerung und Qualitätssicherung gegenüber Outsourcing bevorzugt werden sollte.
Der Autor führt eine theoretische Analyse durch und ergänzt diese durch Experteninterviews mit Führungskräften aus verschiedenen Kliniken sowie durch die Anwendung der Nutzwertanalyse als Entscheidungsmodell.
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsbestimmung, die Darstellung von Outsourcing als Grundlage, den detaillierten Prozess des Insourcings und eine exemplarische Analyse anhand von Fallbeispielen aus der Klinikpraxis.
Die Arbeit ist insbesondere geprägt durch Begriffe wie Insourcing, Outsourcing, Rehabilitation, Kosteneffizienz, Qualitätsmanagement und strategische Entscheidungsprozesse.
Die Rechtsform bestimmt den Entscheidungsspielraum der Geschäftsleitung; beispielsweise agieren GmbHs deutlich flexibler als Regiebetriebe, was für die schnelle Umsetzung von Insourcing-Projekten entscheidend ist.
Die Nutzwertanalyse dient als zentrales methodisches Werkzeug, um unterschiedliche Leistungsformen (wie Insourcing oder Outsourcing) anhand quantitativer und qualitativer Kriterien objektiv vergleichbar zu machen.
Die Arbeit identifiziert insbesondere hohe Personalkosten aufgrund bestehender Tarifverträge sowie die Sorge vor Investitionsrisiken als wesentliche Hinderungsgründe für die Rückverlagerung von Prozessen.
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