Diplomarbeit, 2010
101 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Wachstumsbeschleunigungsgesetz
2.1 Gründe zur Einführung
2.2 Kosten der Einführung
3. Einkommensteuer – Zinsschranke
3.1 Voraussetzungen zur Anwendung
3.1.1 Steuerliches EBITDA
3.1.2 Konzernzugehörigkeit
3.1.3 Eigenkapitalquote
3.1.4 Zinsvortrag
3.2 Gesellschafter-Fremdfinanzierung
3.3 Zinsschranke zum 01.01.2010
3.3.1 EBITDA-Vortrag und Zinsvortrag
3.3.2 Escape-Klausel
3.3.3 Beispiele
3.3.4 Kritik
4. Körperschaftsteuergesetz - Verlustabzugsbeschränkung
4.1 Definitionen
4.2 Voraussetzung zur Anwendung
4.2.1 Quotaler Untergang des Verlustvortrags
4.2.2 Vollständiger Untergang des Verlustvortrags
4.3 Vergleichbare Sachverhalte
4.4 Umfang des Untergangs
4.5 Einführung der Sanierungsklausel
4.5.1 Voraussetzung zur Anwendung
4.5.1.1 Arbeitsplatzregelungen
4.5.1.2 Einhaltung Lohnsumme
4.5.1.3 Zuführung von neuem Betriebsvermögen
4.5.2 Zeitlicher Anwendungsbereich
4.6 Sanierungsklausel zum 01.01.2010
4.6.1 Beispiel
4.6.2 Kritik
4.6.3 Prüfung von der Europäischen Kommission
4.7 Konzernklausel zum 01.01.2010
4.7.1 Voraussetzung zur Anwendung
4.7.2 Behandlung bei Kapitalerhöhung und -herabsetzung
4.7.3 Beispiel
4.7.4 „Eine Person“ im Sinne der Konzernklausel
4.7.5 Kritik
4.8 Verschonungsregel zum 01.01.2010
4.8.1 Voraussetzung zur Anwendung
4.8.2 Allokation des Verschonungsvolumens
4.8.3 Rückwirkung der stillen Reserven
4.8.4 Beispiel
4.8.5 Kritik
5. Grunderwerbsteuer – Konzernklausel
5.1 Grunderwerbsteuerliche Konzernklausel zum 01.01.2010
5.1.1 Umwandlungen und Rechtsvorgänge
5.1.2 Einbeziehung EU/EWR-Umwandlungen
5.1.3 Ein herrschendes Unternehmen und abhängige Gesellschaften
5.1.4 Abhängigkeitsbegriff
5.1.5 Konzernzugehörigkeitsfristen
5.2 Zeitlicher Anwendungsbereich
5.3 Beispiel
5.4 Kritik
6. Fazit
Die Arbeit untersucht die steuerlichen Auswirkungen des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes, insbesondere im Hinblick darauf, ob die enthaltenen Steuerentlastungen tatsächlich das Wirtschaftswachstum fördern können und ob die staatlichen Kosten der Maßnahmen gerechtfertigt sind. Die Untersuchung erörtert, inwieweit die Gesetzesänderungen Unternehmen in der Finanz- und Wirtschaftskrise entlasten.
3.1.1 Steuerliches EBITDA
Zuerst muss das steuerliche EBITDA errechnet werden, da dies die Bemessungsgrundlage für die abzugsfähigen Zinsaufwendungen ist. Das EBITDA steht für “Earnings before interest, taxes, depreciation and amortisation”. Bei der Ermittlung des EBITDA wird der maßgebliche Gewinn nach § 4h Abs. 3 EStG, um die Zinsaufwendungen, die Zinserträge, die Abschreibungen nach § 7 EStG, die Abschreibungen geringwertiger Wirtschaftsgüter nach § 6 Abs. 2 Satz 1 EStG und die Pool-Abschreibungen für GWG nach § 6 Abs. 2a EStG bereinigt. Dadurch können steuerfreie Einnahmen (Bsp. Investitionszulage, Dividenden bei Körperschaften) die Bemessungsgrundlage nicht erhöhen und nicht abziehbare Zinsaufwendungen die Bemessungsgrundlage nicht kürzen. Als maßgeblicher Gewinn, wird der steuerpflichtige Gewinn vor Anwendung der Zinsschranke bezeichnet. Die Bereinigung des maßgeblichen Gewinns, durch die Hinzuzählung der abgezogenen Abschreibungen, werden Betriebe deren Bilanz ein größeres Betriebsvermögen aufweisen, nicht benachteiligt. Ihr Gewinn, welcher bekanntlich die BMG für die abzugsfähigen Zinsaufwendungen ist, würde aufgrund hoher Abschreibungen niedriger ausfallen und gleichzeitig dazu führen, dass auch weniger Zinsaufwendungen abzugsfähig wären. Durch diese Bereinigung werden alle Betriebe in dieselbe Ausgangsposition gebracht, um die gleiche Basis für die Bemessungsgrundlage zu schaffen, ohne dass ein Betrieb benachteiligt wird.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Hintergründe der Finanz- und Wirtschaftskrise ab 2007 und definiert das Ziel der Arbeit, die Auswirkungen des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes auf die Unternehmensbesteuerung zu untersuchen.
2. Wachstumsbeschleunigungsgesetz: In diesem Kapitel werden die Gründe für die Einführung des Gesetzes sowie die damit verbundenen Kosten für den Fiskus dargelegt.
3. Einkommensteuer – Zinsschranke: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise der Zinsschranke und analysiert die mit dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz vorgenommenen Änderungen wie den EBITDA-Vortrag.
4. Körperschaftsteuergesetz - Verlustabzugsbeschränkung: Der Fokus liegt hier auf den Änderungen der Verlustabzugsbeschränkungen sowie der Einführung der Sanierungs- und Konzernklausel im KStG.
5. Grunderwerbsteuer – Konzernklausel: Dieses Kapitel interpretiert die neu eingeführte grunderwerbsteuerliche Konzernklausel und untersucht ihre Anwendungsbereiche sowie kritische Aspekte.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und bewertet die Wirksamkeit der Gesetzesänderungen vor dem Hintergrund der allgemeinen Wirtschaftslage.
Wachstumsbeschleunigungsgesetz, Zinsschranke, EBITDA-Vortrag, Verlustabzugsbeschränkung, Sanierungsklausel, Grunderwerbsteuer, Konzernklausel, Finanzkrise, Unternehmensbesteuerung, Eigenkapitalquote, Escape-Klausel, Steuerentlastung, Steuerarbitrage, Umstrukturierung, Verlustvortrag
Die Arbeit analysiert die steuerlichen Maßnahmen des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes von 2010 und deren Auswirkungen auf deutsche Unternehmen während der Finanzkrise.
Zentrale Felder sind die Zinsschranke im Einkommensteuergesetz, die Verlustabzugsbeschränkung im Körperschaftsteuergesetz sowie die Konzernklausel im Grunderwerbsteuergesetz.
Das Ziel ist es zu prüfen, inwieweit die durch das Gesetz eingeführten Steuerentlastungen das Wirtschaftswachstum fördern können und ob diese Änderungen ausreichend sind.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Analyse der Gesetzeslage, der steuerlichen Auswirkungen anhand von Fallbeispielen und der kritischen Würdigung durch Fachliteratur.
Der Hauptteil behandelt detailliert die Anwendung der Zinsschranke, die Verlustabzugsbeschränkung inklusive Sanierungsklausel sowie die grunderwerbsteuerliche Konzernklausel, jeweils ergänzt durch Fallbeispiele.
Wichtige Begriffe sind Zinsschranke, Verlustabzugsbeschränkung, EBITDA-Vortrag, Konzernklausel, Sanierungsklausel, Wachstumsbeschleunigungsgesetz und Grunderwerbsteuer.
Er ermöglicht es Unternehmen, in wirtschaftlich schwächeren Zeiten Zinsaufwendungen steuerlich geltend zu machen, wenn in den Vorjahren das EBITDA-Abzugspotential nicht ausgeschöpft wurde.
Sie verhindert, dass Umstrukturierungen innerhalb eines Konzerns, die früher als steuerpflichtige Vorgänge galten, unnötige Steuerbelastungen auslösen, und erleichtert somit unternehmerische Entscheidungen.
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