Forschungsarbeit, 2011
137 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theorien und Hypothesen
2.1 Kurzdarstellung der relevanten Theorien
2.2 Hypothesenentwicklung und -darstellung
2.2.1 Hypothesen zur Soziodemographie
2.2.2 Hypothesen zur Werteinstellung
2.3 Indikatoren und Operationalisierung
2.4 Entwicklung der Merkmale und Ausprägungen für Vignetten
2.4.1 Design der Vignetten
2.4.2 Erstellung der Vignetten: Methode
3. Datenerhebung und -aufbereitung
3.1 Aufbereitung des Datensatzes
3.2 Rekodierung
3.3 Beschreibung der Stichprobe
4. Univariate Analysen der Zielvariablen
4.1 Analyse der Sterbehilfevariablen
4.1.1 Verteilung der Zustimmungswerte zur Sterbehilfe
4.1.2 Zusammenhänge innerhalb der Sterbehilfevariablen
4.2 Verteilung der Zustimmungswerte der Patientenverfügung
4.3 Univariate Analysen der unabhängigen Variablen zur Sterbehilfe
5. Analyse des Werteinstruments
5.1 Korrelation der Schwartz Wertetypen
5.2 Vergleich Studentenstichprobe zu Respondi-Befragung
5.2.1 Faktoranalyse innerhalb des Werteschemas
5.2.2 Reliabilitätsanalyse der vier angenommenen Wertetypen
6. Bivariate Zusammenhangsanalyse
6.1 Werteeinfluss auf Sterbehilfeformen
6.2 Einfluss soziodemographischer Merkmale auf Sterbehilfe
7. Regressionsanalyse
7.1 Analysemethode
7.2 Empirische Resultate
7.3 Vignettenanalyse
7.3.1 Einflussstärke der Dimensionen
7.4 Interpretation der Ergebnisse und Schlussfolgerungen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Zusammenspiel von individuellen Wertorientierungen und soziodemografischen Merkmalen auf die moralische Bewertung verschiedener Formen der Sterbehilfe. Dabei wird analysiert, inwieweit unterschiedliche Werthaltungen sowie Faktoren wie Alter, Geschlecht und politische Einstellung die Einstellung zur Sterbehilfe prägen und welche Rolle der Patientenwille innerhalb medizinischer Grenzsituationen spielt.
2.4 Entwicklung der Merkmale und Ausprägungen für Vignetten
Das eingesetzte Vignettendesign (auch faktorielles Survey genannt) unterliegt bei der Untersuchung zur Sterbehilfe der Annahme, dass die Haltung zur Sterbehilfe grundsätzlich schwer pauschal befürwortend oder ablehnend bewertet werden kann, da die Umstände, in der eine Durchführung der Sterbehilfe denkbar ist, sehr unterschiedlich sind. Durch das vorliegende faktorielle Survey soll herausgefunden werden, welche Aspekte dazu führen, dass eine Person die Beendigung lebenserhaltender Maßnahmen beziehungsweise die Sterbehilfe ablehnt oder befürwortet. Die Vignetten haben zugleich den Vorteil, dass der Gebrauch der Schlagwörter „aktive“ und „passive Sterbehilfe“ durch eine umschreibende Formulierung vermieden werden kann, was wichtig ist, da diese Begriffe bereits eine wertende Konnotation für die befragten Personen besitzen können.
Die Vignetten bestehen aus den Dimensionen „Alter“, „Diagnose“, „Willensäußerung des Patienten“, „Willensäußerung der Angehörigen“ und „Haltung des Arztes“. Die Anzahl der Dimensionen ist damit unterhalb der gängigen Obergrenze von sieben Ausprägungen. Der Befragte hat auf Basis der Vignetten ein Urteil darüber zu fällen, welche Maßnahmen aus seiner Sicht durchgeführt beziehungsweise nicht durchgeführt werden sollen.
1. Einleitung: Einführung in die Problematik der Sterbehilfe und Begründung der Untersuchung moralischer Einstellungen mittels empirischer Methoden.
2. Theorien und Hypothesen: Darstellung theoretischer Grundlagen zu Werten und die Ableitung von Hypothesen zu soziodemografischen Einflüssen sowie verschiedenen Wertetypen.
3. Datenerhebung und -aufbereitung: Erläuterung des Studiendesigns, der Stichprobenziehung über ein Online-Panel sowie der Datenbereinigung und Rekodierung.
4. Univariate Analysen der Zielvariablen: Deskriptive Betrachtung der Zustimmungswerte zu verschiedenen Sterbehilfeformen und Patientenverfügungen.
5. Analyse des Werteinstruments: Validierung des verwendeten Portraits Value Questionnaire (PVQ) durch Korrelations- und Reliabilitätsanalysen.
6. Bivariate Zusammenhangsanalyse: Untersuchung der Zusammenhänge zwischen Werthaltungen bzw. soziodemografischen Merkmalen und den Sterbehilfeeinstellungen.
7. Regressionsanalyse: Multivariate Prüfung der Hypothesen sowie Durchführung einer Conjoint-Analyse zur Bestimmung der Einflussfaktoren innerhalb der Vignetten.
Sterbehilfe, Patientenverfügung, Wertetypen, Schwartz, Vignettenanalyse, Soziodemographie, Empirische Sozialforschung, Moralische Einstellung, Regressionsanalyse, Conjoint-Analyse, Online-Panel, Aktive Sterbehilfe, Passive Sterbehilfe, Religiosität, Politische Einstellung.
Die Arbeit untersucht moralische Einstellungen zu verschiedenen Formen der Sterbehilfe und wie diese durch persönliche Werte sowie soziodemografische Faktoren beeinflusst werden.
Neben der allgemeinen Haltung zur Sterbehilfe werden die Bedeutung von Patientenverfügungen, der Einfluss von Religion und politischer Einstellung sowie die psychologische Werteforschung nach Shalom H. Schwartz thematisiert.
Ziel ist es, die Effekte zu bestimmen, die auf moralische Einstellungen zu Grenzsituationen des Lebens wirken, und zu prüfen, welche Variablen (wie Alter, Geschlecht oder Werthaltung) diese Einstellungen beeinflussen.
Es wurde ein faktorielles Survey-Design (Vignettenanalyse) in Verbindung mit multiplen linearen Regressionen und Korrelationsanalysen eingesetzt.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung von Hypothesen, die Beschreibung der Datenerhebung, die Analyse des Werteinstruments (PVQ) sowie die statistische Auswertung der bivariaten und multivariaten Zusammenhänge.
Kernbegriffe sind Sterbehilfe, Vignettenanalyse, Wertetypen nach Schwartz, Patientenverfügung und empirische Regressionsanalyse.
Vignetten erlauben es, komplexe Situationen experimentell zu variieren und so den Effekt der „sozialen Erwünschtheit“ zu minimieren, da nicht pauschal nach einer Haltung gefragt wird, sondern nach einer Entscheidung in einem konkreten Fall.
Die Ergebnisse zeigen ein sehr starkes Gewicht des Patientenwillens; die Befragten tendieren massiv dazu, die Einhaltung einer Patientenverfügung als verpflichtend anzusehen, unabhängig von anderen Einflüssen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

