Diplomarbeit, 2011
82 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Historischer Hintergrund
2.1 Kairoer Erklärung und US-Soviet Joint Commission
2.2 Die Entwicklung auf der koreanischen Halbinsel
2.2.1 Die Entwicklung im nördlichen Teil Koreas
2.2.2 Die Entwicklung im südlichen Teil des Landes
2.3 Politik der Eindämmung, Truman-Doktrin und NSC-68
2.3.1 Red Scare
3 Chronologischer Überblick Korea-Krieg
4 Das Nachrichtenmagazin TIME
5 Die Darstellung des Kommunismus in TIME
5.1 Die Darstellung des Kommunismus als Staats- und Gesellschaftsordnung
5.2 Die Darstellung Joseph Stalins, Mao Zedongs und Kim Il-sungs
5.3 Die Darstellung kommunistischer Soldaten
6 Die Darstellung der USA und ihrer Verbündeten in TIME
6.1 Die Darstellung der USA
6.2 Die Darstellung MacArthurs
6.3 Die Darstellung US-amerikanischer und verbündeter Soldaten
7 Die Darstellung des Kriegsverlaufes
8 Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie das US-amerikanische Nachrichtenmagazin TIME den Koreakrieg in den Jahren 1950 bis 1953 journalistisch und ideologisch konstruierte, um das Bild des Krieges und der gegnerischen Parteien zu prägen.
5.2 Die Darstellung Joseph Stalins, Mao Zedongs und Kim Il-sungs
Bei der Berichtserstattung über die kommunistischen Führer Joseph Stalin, Mao Zedong und Kim Il-sung flossen in die Kritik von TIME regelmäßig abwertende und beleidigende Anmerkungen mit ein. Brinkley schreibt dazu: „Stalin was of great interest to Time, as all great and powerful men were. But in most cases the magazine had great difficulty concealing its contempt“ (Brinkley 159).
Am 17. Juli 1950 erschien in TIME ein Artikel mit dem Titel „War: The Cat in the Kremlin“, der sich der Person Joseph Stalin widmete. Nachdem in diesem Artikel eingangs Fragen nach der Entwicklung des Krieges in Korea gestellt wurden – nicht ohne auch die Möglichkeit eines atomaren Krieges zu erwähnen – wurde für die Beantwortung derselben auf den Kreml verwiesen: „The answer was buried in the mind of a grey, catlike old man behind the walls of the Kremlin“ („War: The Cat in the Kremlin“). Die Entscheidung über den Ausgang des Konfliktes liegt laut TIME folglich ganz in Stalins Händen. Weiterhin fragt TIME: „Would the cat in the Kremlin jump again? If he did, where and how would he strike? Or could he again be made to purr benignly in the role that had persuaded a lot of Americans (who would now like to bite their tongues off) to call him, fondly, Uncle Joe?“ („Cat“).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Ausgangslage und die mediale Bedeutung des Nachrichtenmagazins TIME während des Koreakrieges ein.
2 Historischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert die politische Entwicklung auf der koreanischen Halbinsel, die Entstehung der Truman-Doktrin sowie die in den USA grassierende Kommunistenfurcht (Red Scare).
3 Chronologischer Überblick Korea-Krieg: Dieses Kapitel bietet einen zeitlichen Abriss der kriegerischen Ereignisse auf der koreanischen Halbinsel von 1950 bis zum Waffenstillstand 1953.
4 Das Nachrichtenmagazin TIME: Dieses Kapitel stellt das Magazin, seine Gründer, das Konzept des "Group Journalism" und den charakteristischen, suggestiven "Timestyle" vor.
5 Die Darstellung des Kommunismus in TIME: Dieses Kapitel analysiert, wie TIME den Kommunismus als bedrohliche Ideologie sowie deren Anführer und Soldaten durch negative Rhetorik diskreditierte.
6 Die Darstellung der USA und ihrer Verbündeten in TIME: Dieses Kapitel untersucht die positive Stilisierung der USA als Anführer der "freien Welt" sowie die heroische Darstellung der US-amerikanischen Soldaten und Generals MacArthur.
7 Die Darstellung des Kriegsverlaufes: Dieses Kapitel beleuchtet, wie TIME den Kriegsverlauf und die außenpolitischen Entscheidungen der US-Regierung unter dem Druck des aufkommenden Kalten Krieges interpretierte.
8 Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung resümiert, dass TIME das Nachrichtenmagazin gezielt als Mittel nutzte, um antikommunistische Einstellungen zu festigen und politische Kurskorrekturen zu beeinflussen.
Koreakrieg, TIME, Antikommunismus, Kalter Krieg, Douglas MacArthur, Harry S. Truman, Josef Stalin, Mao Zedong, Kim Il-sung, Propaganda, US-Außenpolitik, Red Scare, Medienanalyse, Kriegsdarstellung, Weltkommunismus.
Die Arbeit untersucht die mediale Berichterstattung des Nachrichtenmagazins TIME über den Koreakrieg in den Jahren 1950 bis 1953 und analysiert deren ideologische Ausrichtung.
Zu den zentralen Themen gehören die Darstellung des Kommunismus, die Charakterisierung der USA und ihrer Verbündeten, die Personalisierung der Konfliktparteien und die Rolle von Medien bei der Beeinflussung der öffentlichen Meinung im Kalten Krieg.
Das Ziel ist es aufzuzeigen, mit welchen sprachlichen Mitteln und Argumentationsstrategien TIME den Koreakrieg interpretierte, um ein spezifisches, antikommunistisch geprägtes Bild des Konfliktes zu erzeugen.
Die Autorin oder der Autor verwendet eine qualitative Inhaltsanalyse ausgewählter TIME-Artikel, wobei der Fokus auf sprachlichen Mitteln, Metaphern und Argumentationsstrukturen liegt.
Der Hauptteil analysiert detailliert die Darstellung der kommunistischen Bedrohung, die Rolle der kommunistischen Führer (Stalin, Mao, Kim Il-sung), die positive Darstellung MacArthurs und die Rechtfertigung der US-amerikanischen Politik.
Koreakrieg, TIME, Antikommunismus, Kalter Krieg, General MacArthur und Medienpropaganda sind die bestimmenden Begriffe.
Stalin wurde durchgehend als "böser" Gegenspieler, als "kühle, kalkulierende" Katze und als Anführer eines Reiches des Bösen porträtiert, wobei TIME ihn stets mit Krankheit und Tod in Verbindung brachte.
TIME rechtfertigte den US-Einsatz als moralisch notwendige Verteidigung der "freien Welt" gegen den Weltkommunismus, wobei militärische Misserfolge oft auf politische Versäumnisse zurückgeführt wurden.
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