Masterarbeit, 2011
94 Seiten, Note: 1,7
1. EINLEITUNG
1.1 UNTERSUCHUNGSGEGENSTAND
1.2 METHODISCHES VORGEHEN UND AUFBAU DER ARBEIT
1.3 BEGRIFFSKLÄRUNG
2. BÜRGERBETEILIGUNG IN DER STADTENTWICKLUNG
2.1 HERAUSFORDERUNGEN STÄDTISCHER ENTWICKLUNG
2.2 BÜRGERBETEILIGUNG UND ZIVILGESELLSCHAFT – THEORETISCHER ZUGANG
2.2.1 Bürgerbeteiligung als Teil kommunaler Entwicklungskonzepte
2.2.2 Zivilgesellschaft – Eine begriffliche Eingrenzung
2.3 GRENZEN STAATLICHER BETEILIGUNGSPRAXIS
2.3.1 Das Programm Soziale Stadt und Quartiersräte als Beteiligungsverfahren
2.3.2 Kritik an staatlichen Beteiligungsverfahren
2.4 ZWISCHENFAZIT
3. COMMUNITY ORGANIZING UND STADTENTWICKLUNG
3.1 COMMUNITY ORGANIZING – EINFÜHRUNG
3.1.1 Ein US-amerikanisches Modell in Deutschland
3.1.2 Ziele, Ansprüche und Aufbau
3.1.3 Community Organizing als Akteur organisierter Zivilgesellschaft
3.2 COMMUNITY ORGANIZING UND KOMMUNALE POLITIK
3.2.1 Bemächtigung der Bürger – Eine Chance auch für Benachteiligte?
3.2.2 Politik, Macht und Mitbestimmung
3.2.3 Konflikt oder Kooperation?
3.3 ZWISCHENFAZIT
4. FAZIT UND AUSBLICK
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen der Bürgerbeteiligung in der Stadtentwicklung. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, welche Rolle das Modell des "Community Organizing" als staatlich unabhängiger Akteur der Zivilgesellschaft einnehmen kann, um eine echte Mitbestimmung benachteiligter Bevölkerungsgruppen zu ermöglichen, die über staatlich initiierte Beteiligungsverfahren hinausgeht.
1. Einleitung
„Jeder und jede muss vor Ort Chancen finden und nutzen können, um in eigener Verantwortung eigene Lebensentwürfe zu verwirklichen. [...] Die Entwicklung der Städte als Ausdruck gesellschaftlichen Wandels wahrzunehmen und sie durch transparente Verfahren in produktiver Kooperation unterschiedlichster Akteure steuern zu lernen: Dies sollte im Selbstverständnis einer Zivilgesellschaft eine Gemeinschaftsaufgabe von höchstem Rang sein – eine Gemeinschaftsaufgabe, die weder den gerade politisch oder wirtschaftlich Mächtigen noch einer technokratischen Funktionseleite überlassen werden darf.“
Das 21. Jahrhundert wird als das „Jahrhundert der Städte“ bezeichnet. Über 60 Prozent der Menschen in der EU wohnen in Städten mit mehr als 50.000 Einwohnern und mehr als drei Viertel der deutschen Wirtschaftsleistung wird in Städten erbracht. Gleichzeitig wächst die Wahrnehmung, dass Themen wie Zivilgesellschaft, Bürgerbeteiligung sowie Metropolregionen in politischen, planerischen und wissenschaftlichen Diskursen kontinuierlich an Bedeutung gewinnen. Zivilgesellschaft kann entstehungsgeschichtlich nicht unabhängig von städtischen Kontexten gedacht werden. Umso bemerkenswerter ist es, dass eben jene Diskurse die (politische) Rolle der Zivilgesellschaft in der Stadtentwicklung erst in jüngster Zeit verstärkt aufnehmen.
1. EINLEITUNG: Die Einleitung definiert das Problem der zunehmenden Entfremdung der Bürger von staatlichen Beteiligungsformaten und stellt die Forschungsfrage zur Rolle zivilgesellschaftlicher Ansätze.
2. BÜRGERBETEILIGUNG IN DER STADTENTWICKLUNG: Dieses Kapitel analysiert die Herausforderungen moderner Stadtentwicklung sowie die Grenzen staatlicher Beteiligungsangebote wie das Programm "Soziale Stadt".
3. COMMUNITY ORGANIZING UND STADTENTWICKLUNG: Hier wird das Modell des Community Organizing eingeführt, seine theoretischen Grundlagen und methodische Ausrichtung erläutert und mit lokaler Politik in Verbindung gesetzt.
4. FAZIT UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet das Potenzial von Community Organizing als Alternative zu staatlichen Instrumenten.
Stadtentwicklung, Bürgerbeteiligung, Zivilgesellschaft, Community Organizing, Partizipation, Empowerment, Gemeinwesenarbeit, Soziale Stadt, Selbstermächtigung, lokale Demokratie, Quartiersmanagement, Governance, Interessenvermittlung, Bürgerplattform, Politische Aktivierung.
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie Bürger aktiv an der Gestaltung ihrer Stadtteile mitwirken können und inwieweit unterschiedliche Ansätze der Bürgerbeteiligung dabei hilfreich sind.
Die zentralen Themen sind staatlich gelenkte Partizipationsverfahren im Vergleich zu selbstermächtigten, zivilgesellschaftlichen Modellen wie dem Community Organizing.
Das Ziel ist die Untersuchung der Rolle von Community Organizing bei der Mitbestimmung von Bürgern in der Stadtentwicklung, insbesondere unter dem Aspekt der Unabhängigkeit vom Staat.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse von Diskursen zur Stadtentwicklung und Zivilgesellschaft sowie auf eine empirische Betrachtung durch Experteninterviews und Fallbeispiele.
Der Hauptteil analysiert die Schwächen staatlicher Beteiligung (z.B. Soziale Stadt) und setzt diese in Bezug zu den Strategien des Community Organizing, wie etwa die Ausbildung von Leadern und die gezielte Konfliktorientierung.
Wichtige Begriffe sind Selbstermächtigung, politische Teilhabe, Zivilgesellschaft, Macht durch Beziehungen und die kritische Auseinandersetzung mit dem "aktivierenden Staat".
Während Bürgerinitiativen oft themenbezogen und zeitlich begrenzt auf ein spezielles Anliegen reagieren, setzt Community Organizing auf langfristige Vernetzung, strategische Qualifizierung und eine breite organisatorische Basis.
Leader sind informelle Multiplikatoren aus der Bewohnerschaft, die eine zentrale Vermittlerrolle einnehmen, um Anliegen ihrer Basis in den politischen Prozess einzubringen.
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