Diplomarbeit, 2003
92 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Was sind Hedge Fonds?
2.1 Herkunft
2.2 Definition
2.3 Hegde Fonds – Die Jagd nach Alpha
2.4 Woher stammt Alpha?
2.4.1 Standort und Rechtsform
2.4.2 Flexibilität
2.4.3 Gebührenstruktur
2.4.4 Kapitalbindung
2.4.5 Mindestanlagebeträge
2.5. Geringes Risiko?
2.5.1 Niedrige Korrelation zu traditionellen Investments
2.5.2 Portfoliotheorie nach Markowitz
2.5.3 Die Erweiterungen von John Lintner
3. Klassifizierung und Anlagestrategien
3.1 Heterogenität der Branche
3.2 Hedge Fonds Strategien
3.2.1 Convertible Arbitrage
3.2.2 Dedicated Short Bias
3.2.3 Emerging Markets
3.2.4 Event Driven
3.2.5 Fixed Income Arbitrage
3.2.6 Global Macro
3.2.7 Long/Short Equity
3.2.8 Equity Market Neutral
3.2.9 Managed Futures
4. Rechtliche Grundlagen von Hedge Fonds
4.1 Inländische Hedge Fonds
4.2 Ausländische Hedge Fonds
4.3 Änderung der rechtlichen Lage in Deutschland im Jahr 2004
4.4.1 Rechtliche Zulassung von Hedge Fonds in Deutschland
4.4.2 Der aufsichtsrechtliche Rahmen
4.4.3 Implikationen für den deutschen Markt
5. Hedge Fonds Anbieter und deren Produkte
5.1 Zertifikate
5.1.1 Anbieter der Produkte
5.1.2 Konstruktion der Produkte
5.1.3 Struktur eines Zertifikats
5.2 Genussscheine
5.3 Optionsanleihen
5.4 Aktiengesellschaften
5.5 Analyse deutscher Hedge Fonds Produkte
6. Das Umfeld der Hedge Fonds – Der Kunde
6.1 Studie zum Anlageverhalten deutscher Privatanleger
6.2 Ergebnisse der Studie
6.2.1 Anteil der investierten Anleger
6.2.2 Nachfrageentwicklung durch nicht investierte Anleger
6.2.3 Auswirkungen veränderter Rahmenbedingungen
6.2.4 Hedge Fonds Anleger – Gründe für ein Investment
6.2.5 Portfolioallokation in Hedge Fonds
6.3 Fazit
6.4 Interpretation der Ergebnisse
7. Hedge Fonds zwischen Wunsch und Wirklichkeit
7.1 Prämie für Hedge Fonds spezifische Risiken
7.2 Asymmetrische Renditeverteilung
7.2.1 Linksschiefe von Hedge Fonds
7.2.2 Korrelationskoeffizient als Maß für die Diversifikation
7.2.3 Einfluss auf die Portfoliodiversifikation mit Hedge Fonds
7.3 Qualitative Risiken
7.4 Verzerrungen der ausgewiesenen Renditen
7.4.1 Selection Bias
7.4.2 Survivorship Bias
7.4.3 Korrelationsbias
8. Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Potenziale und Risiken von Hedgefonds als Anlageklasse für deutsche Privatanleger, wobei ein besonderer Fokus auf der Analyse des deutschen Marktes sowie der empirischen Untersuchung des Anlageverhaltens liegt.
2.4.3 Gebührenstruktur
Hedge Fonds verlangen vom Anleger eine Managementgebühr und eine wertentwicklungsabhängige Gebühr, die so genannte Performancegebühr. Die Managementgebühr liegt laut Ackermann, McEnally und Ravenscraft bei ca. 1 % jährlich. Durch die Performancegebühr profitiert der Hedge Fonds Manager von einem Wertzuwachs des von ihm verwalteten Portfolios. Oft ist die Performancegebühr an eine erwartete Mindestrendite gebunden. Diese ist der Mindestertrag, den ein Manager benötigt, um ein Erfolgshonorar beanspruchen zu können. Oft ist die erwartete Mindestrendite an einen Geldmarktindex gebunden. Bei einer negativen Wertentwicklung des Fonds wird keine Performancegebühr erhoben. Die Literatur ist sich in der Einschätzung der durchschnittlichen Höhe der Performancegebühr nicht einig. Während Ackerman, McEnally und Ravenscraft von einer durchschnittlichen Gebühr von 14 % ausgehen, haben Fung und Hsieh eine durchschnittliche Gebühr von 15 - 20 % ermittelt. Viele Fonds implementieren in ihre Gebührenstruktur eine „High Watermark-Bestimmung“. Demnach können Manager keine Performancegebühr beziehen bis zuvor erlittene Verluste wieder ausgeglichen wurden. Der kumulierte Ertrag des Fonds muss über der erwarteten Mindestrendite liegen, andernfalls wird keine Performancegebühr fällig. Kritisiert wird in diesem Zusammenhang, dass die Manager zwar an den erzielten Gewinnen, nicht jedoch an den erlittenen Verlusten partizipieren. Zudem können sie bei einmal erlittenen Verlusten bei Existenz einer High Watermark dazu angehalten sein, die Verluste möglichst schnell durch riskante Investitionen wieder ausgleichen zu wollen, um ein Erfolgshonorar zu erhalten. Dieses den Investor schädigende Verhalten wird zum Teil dadurch eingeschränkt, dass viele Manager als allgemeine Partner einer LP einen Teil ihres Vermögens in den durch sie verwalteten Hedge Fonds investieren und zudem unbeschränkt mit ihrem Vermögen haften.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Relevanz von Hedgefonds im Kontext der deutschen Finanzmarktdiskussion und beschreibt das Ziel der Arbeit, Chancen und Risiken für Privatanleger objektiv zu bewerten.
2. Was sind Hedge Fonds?: Dieses Kapitel definiert Hedgefonds als alternative Anlageklasse, erläutert ihre historische Herkunft und analysiert die Mechanismen zur Generierung von Überrenditen sowie das Risikoprofil.
3. Klassifizierung und Anlagestrategien: Hier werden die verschiedenen Strategien, von Convertible Arbitrage bis hin zu Managed Futures, detailliert beschrieben und ihre jeweilige Rolle im Asset-Allocation-Prozess hervorgehoben.
4. Rechtliche Grundlagen von Hedge Fonds: Das Kapitel befasst sich mit den regulatorischen Hürden für in- und ausländische Fonds in Deutschland sowie den geplanten Gesetzesänderungen zum Jahr 2004.
5. Hedge Fonds Anbieter und deren Produkte: Es wird analysiert, wie deutsche Banken den Zugang für Privatanleger durch strukturierte Produkte wie Zertifikate ermöglichen und welche Kostenstrukturen dabei dominieren.
6. Das Umfeld der Hedge Fonds – Der Kunde: Dieser Abschnitt präsentiert die Ergebnisse einer in Kooperation mit der Deutschen Bank durchgeführten Studie zum Anlageverhalten und den Erwartungen deutscher Privatanleger.
7. Hedge Fonds zwischen Wunsch und Wirklichkeit: Das Kapitel hinterfragt kritisch die tatsächlichen Renditequellen und analysiert Risiken wie asymmetrische Renditeverteilungen und statistische Bias-Effekte.
8. Zusammenfassung und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse und einem positiven, aber differenzierten Ausblick auf die zukünftige Marktentwicklung in Deutschland.
Hedgefonds, Alternative Investments, Private Anleger, Absolute Return, Alpha-Generierung, Portfoliodiversifikation, Investmentgesetz, Performancegebühr, Marktineffizienzen, Risikoanalyse, Sharpe-Ratio, Survivorship Bias, Kapitalmarkteffizienz, Asset Allocation.
Die Arbeit analysiert die Eignung von Hedgefonds als Anlageinstrument für deutsche Privatanleger unter Berücksichtigung theoretischer Grundlagen und regulatorischer Rahmenbedingungen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition und Strategieklassifizierung, der Marktanalyse für deutsche Produkte, der rechtlichen Situation sowie einer empirischen Untersuchung des Anlegerverhaltens.
Das Ziel ist es, die Chancen und Risiken der Anlageklasse für den Privatanleger transparent zu machen und zu untersuchen, wie deutsche Anleger die geplante Marktöffnung durch neue Gesetze beurteilen.
Neben einer umfassenden Literatur- und Theorieanalyse wurde eine empirische Studie in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bank durchgeführt, um das Verhalten und die Erwartungen deutscher Anleger quantitativ zu erfassen.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen insbesondere die deutschen Hedgefonds-Produkte, deren Kostenstrukturen sowie die Ergebnisse der exklusiven Anlegerstudie detailliert diskutiert.
Zu den zentralen Begriffen zählen Hedgefonds, Privatanlegerschutz, Diversifikation, Absolute Return, regulatorische Anpassungen und Performance-Analyse.
Die rechtliche Lage in Deutschland hat den direkten Zugang zu Hedgefonds bisher stark eingeschränkt, weshalb Privatanleger primär auf strukturierte Produkte angewiesen waren, was sich durch neue Gesetzesinitiativen ändern könnte.
Die befragten Anleger befürworten eine Marktöffnung bei gleichzeitig starker aufsichtsrechtlicher Überwachung, Transparenz und fairen Gebührenstrukturen.
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