Projektarbeit, 2011
60 Seiten
1. Einleitung
2. Die Wirtschaftskrise
2.1. Chronologie der Wirtschaftskrise von 2007 bis 2009
2.2. Deutsche Konjunkturprogramme
2.2.1. Konjunkturpaket I
2.2.2. Konjunkturpaket II
3. Wirtschaftspolitische Instrumente zur Konjunkturstabilisierung
3.1. Neuregelung der KFZ-Steuer
3.2. Förderung anwendungsorientierter Forschung im Bereich Mobilität
3.3. Stärkung der PKW-Nachfrage – die Umweltprämie
4. Die Auswirkungen der wirtschaftspolitischen Instrumente auf einzelne Marktsegmente
4.1. Auswirkungen auf die Automobilhersteller und –händler
4.1.1. Marktsituation vor und während der Krise
4.1.2. Auswertung von Geschäftsberichten und wirtschaftlichen Kennzahlen
4.1.3. Auswertungen von Verkaufs- und Zulassungszahlen
4.1.4. Auswirkungen auf Preispolitik und Wettbewerb
4.1.5. Aktuelle Marktsituation
4.2. Auswirkungen auf die Automobilzulieferer am Beispiel der Continental AG
4.2.1. Die Geschichte der Continental AG
4.2.2. Marktsituation vor und während der Wirtschaftskrise
4.2.3. Auswertung von Geschäftsberichten und wirtschaftlichen Kennzahlen
4.2.4. Aktuelle Marktsituation
4.3. Auswirkungen auf Auto-Werkstätten und Autoverwerter
5. Gewinner und Verlierer der wirtschaftspolitischen Instrumente
6. Branchenentwicklung und Prognose der Automobilindustrie
7. Fazit
Die vorliegende Projekt-Abschlussarbeit hat zum Ziel, die Auswirkungen und Folgen der staatlichen wirtschaftspolitischen Instrumente der Bundesregierung auf die deutsche Automobilindustrie während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 zu analysieren und kritisch zu bilanzieren.
3.1. Neuregelung der KFZ-Steuer
Die bereits durch das Konjunkturpaket I eingeführte befristete Steuerbefreiung, sollte durch diese Neuregelung weiterführend verbessert und das alte Besteuerungssystem verändert werden. Das alte KFZ-Steuermodell basierte bis dahin auf der Größe des Hubraums und der Antriebsart. Mit dieser Reform wurde die Hauptbezugsgröße auf die CO²-Emision umgestellt und Hubraumgröße und die Antriebsart sind seitdem nur noch Nebengrößen. Diese emissionsbezogene Besteuerung, zielte hauptsächlich auf die Reduzierung es CO² Ausstoßes und somit dem Klimaschutz ab. Abbildung 1 zeigt die Details der neuen Besteuerung von Pkws. Elektromotoren waren dementsprechend 5 Jahre steuerbefreit und Verbrennungsmotoren wurden anhand der Abgasstufen mit Zuschlägen besteuert. Da Neuregelung auch auf der Steuerbefreiung des Konjunkturpakets I von 2008 aufbaute, hatten Neuwagenkonsumenten nach der Steuerbefreiung das Wahlrecht, welche Besteuerungsform am günstigsten ist. Die Neuregelung trat zum 01. Juli 2009 in Kraft.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Bedeutung der Automobilindustrie ein und beschreibt das Marktumfeld sowie die Krisensituation ab 2008.
2. Die Wirtschaftskrise: Dieses Kapitel liefert eine chronologische Darstellung der globalen Finanzkrise und der deutschen Gegenmaßnahmen mittels Konjunkturpaketen.
3. Wirtschaftspolitische Instrumente zur Konjunkturstabilisierung: Hier werden die spezifischen Maßnahmen wie die KFZ-Steuerreform, Forschungsförderung und die Umweltprämie detailliert erläutert.
4. Die Auswirkungen der wirtschaftspolitischen Instrumente auf einzelne Marktsegmente: Das Kapitel analysiert die konkreten Folgen der Maßnahmen auf Hersteller, Händler, Zulieferer wie Continental sowie Werkstätten und Verwerter.
5. Gewinner und Verlierer der wirtschaftspolitischen Instrumente: Es wird untersucht, welche Marktteilnehmer am stärksten von der Politik profitierten und welche Segmente durch Wettbewerbsverzerrungen belastet wurden.
6. Branchenentwicklung und Prognose der Automobilindustrie: Dieser Abschnitt behandelt die strukturellen Umbrüche der Branche und gibt einen Ausblick auf technologische Entwicklungen bis 2015/2020.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet den Erfolg der staatlichen Interventionen zur Rettung des Automobilmarktes.
Wirtschaftskrise, Automobilindustrie, Konjunkturprogramme, Umweltprämie, Abwrackprämie, Continental AG, KFZ-Steuer, Absatzförderung, Finanzkrise, Zulieferer, Elektromobilität, Konjunkturpaket, Marktanalyse, Automobilmarkt, Preispolitik.
Die Arbeit untersucht, wie staatliche Konjunkturmaßnahmen während der Finanzkrise 2008/2009 die deutsche Automobilindustrie beeinflusst haben.
Im Fokus stehen die staatlichen Konjunkturpakete, deren Wirksamkeit bei der Absatzförderung sowie die Auswirkungen auf verschiedene Akteure entlang der Wertschöpfungskette.
Ziel ist es, die Auswirkungen dieser Maßnahmen zu analysieren und kritisch zu hinterfragen, wer von diesen politischen Instrumenten profitierte und welche negativen Nebeneffekte auftraten.
Es wurde eine deskriptive Analyse auf Basis von Geschäftsberichten, Kennzahlen, Fachpublikationen und Statistiken durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Krisenchronologie, die Analyse der wirtschaftspolitischen Instrumente und die differenzierte Betrachtung der Markteffekte bei Herstellern, Zulieferern und Werkstätten.
Zentrale Begriffe sind Wirtschaftskrise, Umweltprämie, Konjunkturpaket, Continental AG und die deutsche Automobilbranche.
Die Continental AG war durch die Übernahme von Siemens VDO hoch verschuldet und erlitt massive Einbrüche in der Nachfrage, was zu Kapazitätsanpassungen führte.
Während sie den Absatz von Neuwagen förderte und Arbeitsplätze sicherte, belastete sie gleichzeitig Autoverwerter und Gebrauchtwagenhändler durch Marktverzerrungen und sinkende Schrottpreise.
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