Masterarbeit, 2011
80 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Diskursfeld Kultur und Entwicklung
2.1. Kultur und Entwicklung im Spiegel der Entwicklungstheorien
2.1.1. Theorie der Kolonialzeit
2.1.2. Modernisierungs- versus Dependenztheorien
2.2. Entwicklungsdiskussion im Wandel
2.2.1. Die Krise der Theorie und postmoderne Neubewertungen
2.2.2. Die Revision der Bedeutungshorizonte: Was ist Entwicklung, was Kultur?
3. Die Paradigmen der Entwicklungszusammenarbeit
3.1. Kultur als notwendiger Faktor der Entwicklungspolitik und - zusammenarbeit
3.1.1. Impulse für eine kultursensible Entwicklungszusammenarbeit
3.1.2. Soziokulturelle Aspekte in der entwicklungspolitischen Theorie
3.2. Instrumente der Entwicklungszusammenarbeit: Das Partizipationskonzept als Leitbild nachhaltiger Entwicklung
3.2.1. Partizipation als Bestandteil eines nachhaltigen Entwicklungsbegriffs
3.2.2. Partizipation als Instrument der kulturellen Entwicklungsarbeit
4. Interkulturalität in der Entwicklungszusammenarbeit
4.1. Rahmenbedingungen und Voraussetzungen der Interkulturalität
4.1.1. Die Lebenswelt als Faktor interkultureller Verständigung
4.1.2. Parameter des Umgangs mit dem Fremden
4.1.3. Kultur als Horizont
4.2. Dialogischer Entwicklungsweg? Chancen und Grenzen des interkulturellen Dialogs
5. Zukunft gewinnen? Ein Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Bedeutung von Kultur innerhalb von Entwicklungsprozessen und hinterfragt die Rolle der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) als interkulturelles Diskursfeld, um nachhaltige Strategien jenseits westlicher Modernisierungsparadigmen zu identifizieren.
2.1. Kultur und Entwicklung im Spiegel der Entwicklungstheorien
Entwicklungstheorien zielen auf Erklärungen, warum bestimmte Regionen oder Länder in Wirtschaft und Gesellschaft hinter anderen zurückgeblieben sind. Sie ermitteln Ursachen der Unterentwicklung sowie mögliche politische Strategien, Entwicklung anzustoßen oder zu beschleunigen. Theoriebildungen sind Konstrukte und nehmen als solche einen bestimmten Standpunkt ein, aus dem heraus es legitim erscheint, aus- oder einzuschließen, abzusprechen oder abzuwerten. Entwicklungstheorien richten sich aus an dem Fremden: der kulturellen Differenz in Verbindung mit einer entwicklungstheoretischen Reflexion darüber. Diese ist selbst kulturell geprägt, in dem sich das erkennende Subjekt auf das zu erkennende Objekt bezieht. Die Geschichte der Entwicklungstheorie ist somit immer auch die Geschichte der Entwicklungsidee selbst als einer Geschichte der Konstruktion des Anderen, der als entwicklungsbedürftig angesehen wird. Solchermaßen sind Entwicklungstheorien auch Instrumente, mit denen Zentren der Macht ihr Verhältnis zu Peripherien organisieren. Entwicklungstheorie kann als „Grammatik des diskursiven Wissens des Nordens über den Süden gelesen werden“.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Diskursfeld von Kultur und Entwicklung ein und skizziert die Problematik von Machtasymmetrien sowie die Konstruktion des „Anderen“ in einer globalisierten Welt.
2. Diskursfeld Kultur und Entwicklung: Dieses Kapitel analysiert verschiedene Entwicklungstheorien vom Kolonialismus bis zum Modernisierungs- und Dependenz-Ansatz hinsichtlich ihrer eurozentrischen Sichtweisen und ideologischen Besetzungen.
3. Die Paradigmen der Entwicklungszusammenarbeit: Hier wird Kultur als notwendiger Faktor und Querschnittthema der Entwicklungszusammenarbeit definiert und das Partizipationskonzept als Instrument nachhaltiger Entwicklungsarbeit vorgestellt.
4. Interkulturalität in der Entwicklungszusammenarbeit: Das Kapitel beleuchtet die Rahmenbedingungen interkultureller Kommunikation und diskutiert die Möglichkeiten und Grenzen eines echten interkulturellen Dialogs zwischen ungleichen Partnern.
5. Zukunft gewinnen? Ein Ausblick: Der Ausblick fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und plädiert für eine Abkehr von der „nachholenden Entwicklung“ hin zu einem zukunftsfähigen, kultursensiblen und interkulturell reflektierten Ansatz.
Kultur, Entwicklung, Entwicklungszusammenarbeit, Interkulturalität, Partizipation, Postmoderne, Globalisierung, Machtasymmetrien, Lebenswelt, Kulturdiskurs, Nachhaltigkeit, Modernisierungstheorien, Dependenztheorien, Empowerment, Identität.
Die Arbeit untersucht die Wechselbeziehung zwischen kulturellen Faktoren und Entwicklungsprozessen sowie deren Bedeutung für eine zeitgemäße Entwicklungszusammenarbeit.
Die Themen umfassen Entwicklungstheorien, Konzepte der Interkulturalität, die Rolle der Partizipation und die kritische Auseinandersetzung mit dem eurozentrischen Blick auf den sogenannten "Süden".
Das Ziel ist es, die Bedeutung der Kultur als Zieldimension der Entwicklungszusammenarbeit herauszuarbeiten und Wege zu einer partnerschaftlichen Kooperation auf Augenhöhe aufzuzeigen.
Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die verschiedene entwicklungstheoretische Ansätze und kulturwissenschaftliche Perspektiven in einen interdisziplinären Zusammenhang bringt.
Der Hauptteil analysiert die historische Entwicklung der Theoriebildung, die Instrumente der Partizipation sowie die Voraussetzungen für eine interkulturelle Verständigung in der Praxis.
Kultur, Entwicklung, Partizipation, Interkulturalität, Machtasymmetrien und globale Gerechtigkeit sind die zentralen Begriffe.
Sie betont, dass der Staat zwar eine zentrale Rolle einnimmt, gute Regierungsführung aber allein keine Garantie für den Erfolg zivilgesellschaftlicher Teilhabe in autoritären Systemen ist.
Traditionen werden nicht als entwicklungshemmend per se betrachtet, sondern als potenziell innovatives Wissen, das unter Wahrung der Eigenperspektive der Betroffenen in Reformvorhaben integriert werden sollte.
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