Examensarbeit, 2001
136 Seiten, Note: 2
Einleitung
1. Begriffsbestimmungen
1.1 Kampfsport und Kampfsportarten
1.2 Gewalt und Gewaltprävention
1.3 Typische Opfer und typische Täter
2. Kampfsport im Schulsport der Grundschule
2.1 Aktuelle Diskussion und mein Beitrag zur Diskussion
2.2 Lehrpläne der Bundesländer
3. Judo im Schulsportunterricht
3.1 Didaktische Begründung für Judo im Schulsportunterricht
3.1.1 Pädagogische und soziale Aspekte
3.1.2 Affektiv-emotionale Aspekte
3.1.3 Gewaltprävention
3.1.4 Physiologische Aspekte
3.1.5 Kognitive Aspekte
3.2 Personelle, materielle und schulorganisatorische Voraussetzungen
3.3 Ablauf einer möglichen Praxis
3.4 Judo im Rahmen der fachdidaktischen Diskussion
4. Lehrinhalte
4.1 Etikette
4.2 Falltechniken
4.3 Die Judo-Techniken
4.3.1 Haltetechniken
4.3.2 Hebeltechniken
4.3.3 Würgetechniken
4.3.4 Wurftechniken
5. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht, ob und in welcher Form Kampfsportarten, insbesondere Judo, sinnvoll in den Sportunterricht der Grundschule integriert werden können, unter Berücksichtigung pädagogischer Chancen sowie der notwendigen Gewaltprävention.
Die anwesenden Kinder
Unsere Trainingsgruppe ist im Vergleich mit einer Schulklasse inhomogener. Wir hatten Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren. Hierdurch ergaben sich verschiedene Lerntempi, die sich nicht immer abdecken ließen. Zwei Kinder sind nach Aussage von Annika hyperaktiv gewesen. Ein Kind fiel mir durch seine infantilen Verhaltensweisen, die sich durch sein Unvermögen zur Partnerarbeit äußerten, auf. Das Gewicht deckte eine Spannbreite von 21 bis 70kg ab. Durch die extremen Gewichtsunterschiede war das Üben für einige Paare in bestimmten Situationen wenig effektiv. Wenn zum Beispiel Marvin (70kg) mit Nico (21kg) den Wurf O-goshi (III.2.) üben sollte, war der Lernfortschritt für beide denkbar gering.
Zwei Kinder haben erst einige Wochen nach dem ersten Trainingstag mit dem Judo begonnen. Von den 27 Kindern haben 7 Kinder (etwa 26%) das Training nicht bis zum Ende der Aufzeichungen mitgemacht. Diese 20 Kinder waren von 26 Trainingstagen durchschnittlich 15,6 (60%) anwesend, wobei es hier auch eine große Bandbreite gab. Pro Trainingstag waren durchschnittlich 12,6 Kinder anwesend. Die Beteiligung in der Schule wäre deutlich höher.
Einleitung: Der Autor erläutert die Beweggründe für seine Examensarbeit und die Relevanz des Kampfsports in der Grundschule sowie die Auswahl der betrachteten Sportarten.
1. Begriffsbestimmungen: Es werden grundlegende Begriffe wie Kampfsport, Gewalt, Frustration und Gewaltprävention definiert, um ein gemeinsames Verständnis für die weitere Arbeit zu schaffen.
2. Kampfsport im Schulsport der Grundschule: Dieser Abschnitt beleuchtet die aktuelle gesellschaftliche Diskussion um Gewalt und Aggression und untersucht die Einbindung von Kampfsportarten in deutsche Lehrpläne.
3. Judo im Schulsportunterricht: Der Autor begründet didaktisch den Einsatz von Judo durch pädagogische, affektive, präventive, physiologische und kognitive Aspekte sowie praktische Voraussetzungen.
4. Lehrinhalte: Detaillierte Darstellung der inhaltlichen Judo-Elemente, von der Etikette über Fall- und Boden- bis hin zu Wurftechniken, inklusive einer Auswahl für Grundschulanfänger.
5. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Reflexion der Ergebnisse: Judo wird als Beitrag zur Gewaltprävention befürwortet, sofern die Ausbildung kindgerecht und nicht wettkampforientiert erfolgt.
Judo, Grundschule, Kampfsport, Gewaltprävention, Schulsport, Pädagogik, Kampfideen, Techniktraining, Bodenkampf, Wurftechniken, Fallschule, soziale Kompetenz, Sportunterricht, Konfliktlösung, Anfängertraining
Die Arbeit untersucht die pädagogische Eignung von Kampfsport, speziell Judo, für den Sportunterricht in der Grundschule unter besonderer Berücksichtigung der Gewaltprävention.
Zentrale Themen sind die Diskussion um Aggression in der Schule, die didaktische Einordnung von Judo, die Auswahl geeigneter Techniken für Kinder sowie die Erziehung zu Respekt und Eigenverantwortung.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, ob Kampfsport in der Grundschule einen positiven Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung und Gewaltprävention leisten kann und wie der Unterricht methodisch gestaltet werden sollte.
Der Autor stützt sich auf Literaturrecherche, die Analyse von Lehrplänen sowie auf eigene, dokumentierte Praxiserfahrungen mit einer Anfängergruppe.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Begründung des Judounterrichts sowie eine konkrete inhaltliche Darstellung, welche Judo-Techniken für Grundschüler geeignet sind.
Judo, Grundschule, Kampfsport, Gewaltprävention, Schulsport, soziale Kompetenz und Konfliktlösung sind maßgebliche Schlagworte.
Aufgrund des Verletzungsrisikos und des Potenzials für Missbrauch werden Techniken wie Würgegriffe oder komplexe Hebel für den Grundschulbereich als ungeeignet eingestuft und ausgeschlossen.
Die Etikette (z.B. das Angrüßen) dient als erzieherisches Mittel, um gegenseitigen Respekt, Disziplin und Eigenverantwortung zu fördern, was zentrale Aspekte der Gewaltprävention sind.
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