Magisterarbeit, 2009
150 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Fragestellung
1.2 Vorgehensweise
1.3 Anmerkung
2 Demografischer Wandel
2.1 Die Situation in Deutschland
2.2 Gründe für die Zunahme der älteren Bevölkerungsschicht
2.2.1 Strukturwandel der Familien und Geburtenrückgang
2.2.2 Sterblichkeit und hohe Lebenserwartung
3 Alter und Altern – Betrachtung unter verschiedenen Aspekten
3.1 Begriffliche Bestimmung des Alters und Alterns
3.1.1 Biologisches Alter und Altern
3.1.2 Kognitives Alter und Altern
3.1.3 Psychisches Alter und Altern
3.1.4 Soziales Alter und Altern
3.2 Theorien und Modelle über das Alter und den Alterungsprozess
3.3 Die Lernfähigkeit im Alter
4 Gesellschaftliche Bilder des Alters
4.1 Stereotypisierung und Altersbilder
4.1.1 Generalisierte Altersbilder
4.1.2 Personalisierte Altersbilder
4.2 Der Zusammenhang zwischen dem Selbstbild älterer Menschen und dem Fremdbild in der Gesellschaft
5 Der ältere Mensch in der deutschen Gesellschaft
5.1 Die finanzielle Situation älterer Menschen
5.2 Die Wohnsituation älterer Menschen
5.2.1 Das Pflegeheim
5.2.2 Betreutes Wohnen
5.2.3 Wohngemeinschaften
5.3 Ehrenamtliche Leistungen älterer Menschen für die Gesellschaft
5.3.1 Der Stellenwert des Ehrenamtes innerhalb der Gesellschaft und für ältere Personen
5.3.2 Der Anteil ehrenamtlich tätiger, älterer Personen
5.3.3 Ehrenamtliches Engagement am Beispiel des »seniorTrainers«
6 Altersbildung – Bildung im Alter
6.1 Die Bedeutsamkeit der Altersbildung
6.2 Definitionen des Altersbildungsbegriffes
6.3 Gerontologisch- soziologische Begründungen der Altersbildung
6.3.1 Kompensatorischer Ansatz
6.3.2 Moralisch- politischer Ansatz
6.3.3 Aktivitäts- und kompetenzorientierter Ansatz
6.3.4 Produktivitätsorientierter Ansatz
6.4 Zusammenfassende Betrachtung der Begründung und Chancen der Altersbildung
7 Die Volkshochschulen als Träger der Altersbildung
7.1 Altersstruktur
7.2 Lernformen
7.3 Programmanalyse einzelner Volkshochschulen in Thüringen und Hessen
7.3.1 Lernfeld Biografie
7.3.2 Lernfeld Alltag
7.3.3 Lernfeld Kreativität
7.3.4 Lernfeld Produktivität
7.3.5 Analyse
8 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Magisterarbeit untersucht die Rolle und den Status älterer Menschen in der modernen deutschen Gesellschaft vor dem Hintergrund des demografischen Wandels. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der Frage, wie durch das Bildungssystem Chancen und Herausforderungen für diese Bevölkerungsgruppe gestaltet werden können, um eine aktive gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.
3.1 Begriffliche Bestimmung des Alters und Alterns
Oftmals werden Alter und Altern von der Gesellschaft negative Attribute zugeschrieben. Diese Einstellung erwächst meist aus persönlicher Angst vor diesem Lebensabschnitt, denn Altern ist ein irreversibler, nicht aufhaltbarer Prozess, und das Alter ist der Lebensabschnitt, welcher mehr, als andere Lebensphasen von Abhängigkeit und Krankheit geprägt ist. Der Prozess des Alterns beginnt jedoch bereits mit der Geburt. Jeder Mensch, jedes Lebewesen altert in jeder Sekunde seines Lebens. Das Alter ist nicht ausschließlich an ältere Menschen gebunden, sondern Bestandteil allen Lebens. Es ist ein „universelles Unterscheidungsmerkmal, um eine Person zu klassifizieren. Während Geschlecht und Hautfarbe gewechselt oder manipuliert werden können, ist das Alter begrenzt, unumkehrbar und deshalb unterhintergehbar“.
Laslett (1995) unterteilt das Lebensalter in vier Phasen. Die erste Phase stellt den Lebensabschnitt vor dem Erwerbsleben dar, also Kindheit und frühe Jugend. Dies ist die Zeit der Abhängigkeit, Sozialisation, Unreife und Erziehung. Die zweite Phase erstreckt sich über den Zeitraum des Erwerbslebens. Diese ist gekennzeichnet durch Unabhängigkeit, Reife und Verantwortung. Es ist die Zeit des Verdienens und des Sparens. Der dritte Lebensabschnitt ist der der Nacherwerbsphase, welche sich heute über einen langen Zeitraum erstreckt. Laslett nennt diesen Abschnitt auch die Zeit der persönlichen Erfüllung. Die vierte und letzte Phase ist jene des bevorstehenden Lebensendes, in welcher der Tod näher rückt. Diese ist stark biologisch geprägt, da der physische Abbau deutlich spürbar ist. Der Mensch erfährt in dieser Phase unabänderliche Abhängigkeit.
1 Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz des Themas angesichts des demografischen Wandels und skizziert die Fragestellung sowie die Vorgehensweise der Untersuchung.
2 Demografischer Wandel: Dieses Kapitel erläutert die demografischen Entwicklungen in Deutschland, insbesondere den Geburtenrückgang und die steigende Lebenserwartung, und deren Folgen für die Gesellschaft.
3 Alter und Altern – Betrachtung unter verschiedenen Aspekten: Es erfolgt eine theoretische Einordnung des Alterns unter Berücksichtigung biologischer, kognitiver, psychischer und sozialer Faktoren sowie eine Erörterung der Lernfähigkeit im Alter.
4 Gesellschaftliche Bilder des Alters: Das Kapitel befasst sich mit der Stereotypisierung Älterer, untersucht generalisierte sowie personalisierte Altersbilder und analysiert deren Rückwirkung auf das Selbstbild.
5 Der ältere Mensch in der deutschen Gesellschaft: Hier wird der Status der Älteren beleuchtet, wobei finanzielle Aspekte, Wohnformen und das ehrenamtliche Engagement sowie das Modell des "seniorTrainers" zentral sind.
6 Altersbildung – Bildung im Alter: Dieses Kapitel behandelt die Bedeutung der Altersbildung, definiert deren Begrifflichkeiten und erörtert verschiedene gerontologisch-soziologische Begründungsansätze.
7 Die Volkshochschulen als Träger der Altersbildung: Der empirische Teil analysiert die Altersstruktur, Lernformen und führt eine Programmanalyse an ausgewählten Volkshochschulen in Thüringen und Hessen durch.
8 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und ein Ausblick auf die zukünftigen Entwicklungen der Altersbildung.
Demografischer Wandel, Altern, Altersbildung, Lebenslanges Lernen, Altersbilder, Altersstereotype, Ehrenamt, Volkshochschule, Senioren, Lernfähigkeit, soziale Desintegration, Generationenvertrag, Partizipation, seniorTrainer, Geragogik.
Die Arbeit analysiert die veränderte Rolle des älteren Menschen in der deutschen Gesellschaft angesichts des demografischen Wandels und untersucht, welche Chancen und Herausforderungen sich daraus für die Bildungsarbeit, insbesondere an Volkshochschulen, ergeben.
Zentral sind der demografische Wandel, die verschiedenen Facetten des Alterns, die Analyse gesellschaftlicher Altersbilder und die Bedeutung von Altersbildung als Instrument für gesellschaftliche Teilhabe und Lebensqualität.
Das Ziel ist es, den Status älterer Menschen in der Gesellschaft darzustellen und aufzuzeigen, wie Bildungskonzepte dazu beitragen können, das Potential Älterer zu fördern und eine aktive Lebensgestaltung zu unterstützen.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung und eine empirische Programmanalyse von Volkshochschulangeboten in Thüringen und Hessen aus den Jahren 2000 und 2008.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung des Alterns, die Analyse gesellschaftlicher Altersbilder, die Untersuchung der Lebensumstände (Wohnen, Finanzen, Ehrenamt) und eine detaillierte Auswertung der Bildungsangebote für Senioren.
Wichtige Schlüsselbegriffe sind Demografischer Wandel, Altersbildung, Gesellschaft, Lebenslanges Lernen, Volkshochschulen, Ehrenamt und Altersstereotype.
Das Modell "seniorTrainer" wurde vom Bundesmodellprogramm EFI initiiert, um erfahrene ältere Menschen zu Multiplikatoren auszubilden, die ehrenamtlich Projekte leiten und ihre Kompetenzen gezielt in das Gemeinwesen einbringen.
Die Analyse zeigt, dass der Anteil der Teilnehmer über 50 Jahren an Volkshochschulen stetig wächst, wobei sich das Bildungsangebot zunehmend an dieser Zielgruppe ausrichtet, auch wenn hochaltrige Personen noch unterrepräsentiert bleiben.
Der kompensatorische Ansatz sieht Bildung als Möglichkeit, Wissenslücken zu schließen und durch gezieltes Training kognitive oder physische Einbußen des Alters auszugleichen bzw. positiv zu beeinflussen.
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