Bachelorarbeit, 2010
36 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Ulrich Becks Sicht auf die globalisierte Welt
3. Ulrich Becks Idee zur Rettung des Staates - Eine Rekonstruktion
4. Kritik an Ulrich Beck - Eine wirtschaftsethische Sicht
5. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit setzt sich kritisch mit den soziologischen Globalisierungstheorien von Ulrich Beck auseinander, insbesondere mit seinem Konzept des „Kosmopolitischen Realismus“. Ziel ist es, Becks Lösungsansätze zur Stärkung des Nationalstaates gegenüber der globalen Wirtschaft aus einer wirtschaftsethischen und spieltheoretischen Perspektive zu hinterfragen und deren Konsistenz zu prüfen.
2. Ulrich Becks Sicht auf die globalisierte Welt
Die Welt befindet sich im Wandel. Was einst vom Staat als demokratisch legitimierter Machthaber gelenkt und entschieden wurde, wird heute wesentlich von Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen (NGOs) mitgestaltet. So sieht laut Ulrich Beck die Gegenwart aus und so lässt sich seiner Meinung nach die Globalisierung beschreiben. Unternehmen und NGOs haben ihren Einfluss auf die Weltbevölkerung längst über den gesamten Globus erstreckt und können dank geschickter Schachzüge die politischen Entscheidungen der Staaten mitbestimmen. Beck sieht neue Probleme auftauchen, neue Krisen entstehen und neue Akteure im Ringen um die globale Macht gegeneinander kämpfen.
„Man kann als (politischer) Nichthandler (politisch) handeln, und zwar äußerst effektvoll, mit der Macht, die Tatsachen schafft.“ Was Beck damit meint, wird schnell klar. Auch wenn weltweit agierende Akteure nicht direkt der Politik angehören, treffen sie dennoch wesentliche politische Entscheidungen, die die Macht des Staates untergraben können. Die Wirtschaft und die globale Zivilgesellschaft erhalten immer mehr politischen Einfluss. Ein neues Spiel von „Macht und Gegenmacht“ entsteht und ein Ringen um die besten Positionen und die Vorherrschaft in der globalisierten Welt. Laut Beck wird „Politik entgrenzt und entstaatlicht, mit der Folge, dass zusätzliche Spieler, neue Rollen, neue Ressourcen, unbekannte Regeln, neue Widersprüche und Konflikte auftauchen.“ Beck unterscheidet dabei im Wesentlichen drei große Akteure, die an diesem Machtspiel teilnehmen. Die Staaten, weltwirtschaftliche Akteure oder auch das Kapital sowie die Akteure der globalen Zivilgesellschaft, die NGOs. Aber nicht nur neue Akteure treten auf die internationale Bühne.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Globalisierung ein, stellt Ulrich Becks soziologischen Ansatz vor und erläutert die Zielsetzung der kritischen wirtschaftsethischen Untersuchung.
2. Ulrich Becks Sicht auf die globalisierte Welt: Hier wird Becks Analyse der veränderten Machtarchitekturen zwischen Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft dargelegt, wobei insbesondere der Einfluss von NGOs und transnationalen Unternehmen hervorgehoben wird.
3. Ulrich Becks Idee zur Rettung des Staates - Eine Rekonstruktion: Dieses Kapitel rekonstruiert Becks Lösungsvorschlag des „Kosmopolitischen Realismus“ und die Rolle, die er den NGOs als Unterstützung für den Staat in der globalisierten Welt zuweist.
4. Kritik an Ulrich Beck - Eine wirtschaftsethische Sicht: In diesem zentralen Teil wird Becks Ansatz einer kritischen wirtschaftsethischen und spieltheoretischen Prüfung unterzogen, wobei Denkfehler und Widersprüche in seiner Argumentation aufgezeigt werden.
5. Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Praktikabilität sowie die wissenschaftliche Konsistenz von Ulrich Becks globalisierungstheoretischen Überlegungen.
Globalisierung, Ulrich Beck, Kosmopolitischer Realismus, Wirtschaftsethik, Governance, Nationalstaat, NGOs, Weltwirtschaft, Macht, Gegenmacht, Spieltheorie, Normativität, Neoliberalismus, Politische Soziologie, Kapital.
Die Arbeit analysiert die Globalisierungstheorien des deutschen Soziologen Ulrich Beck, insbesondere sein Konzept zur Stärkung des Staates im Ringen mit der globalen Wirtschaft.
Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Nationalstaat und Weltwirtschaft, die Rolle von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) sowie die Wirksamkeit von Becks „Kosmopolitischem Realismus“.
Das Ziel ist eine kritische, wirtschaftsethische und spieltheoretische Überprüfung von Becks Lösungsansätzen, um deren Konsistenz und Anwendbarkeit in der realen Politik zu bewerten.
Die Arbeit kombiniert eine Rekonstruktion soziologischer Theorien mit einer wirtschaftsethischen sowie einer spieltheoretischen Analyse (anhand von Matrizen), um die Schwachstellen von Becks Modellen aufzudecken.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung von Becks Weltsicht, seinen Lösungsansatz zur „Rettung“ des Staates durch NGOs und eine ausführliche, kritische Analyse sowie Gegenüberstellung mit soziologischen Expertenmeinungen.
Wichtige Begriffe sind Globalisierung, Kosmopolitischer Realismus, Wirtschaftsethik, Machtverschiebung, Spieltheorie und die Auseinandersetzung mit Ulrich Becks normativem Argumentationsstil.
Der Autor argumentiert, dass Beck im „Trade-off“ stecken bleibt und eine Entmachtung der Wirtschaft fordert, die theoretisch nicht konsistent ist und das Potenzial für kooperative Win-Win-Situationen ignoriert.
Mithilfe spieltheoretischer Matrizen zeigt der Autor, dass Becks Ansatz die Akteure in einem Gefangenendilemma festhält, anstatt Lösungen zu fördern, die den gesamtwirtschaftlichen Wohlfahrtsgewinn maximieren könnten.
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