Bachelorarbeit, 2010
31 Seiten, Note: 1,0
A. Einleitung
1. Einführung
2. Luthers Sakramentsverständnis
3. Entstehung und Intention der Katechismen
B. Hauptteil: Luthers Taufauslegung in den Katechismen
4. Das Wesen der Taufe
4.1 Die Stiftung der Taufe
4.2 Die Umschreibung der Taufe
4.3 Die Bedeutung des Wassers
5. Der Nutzen der Taufe
6. Der Empfang der Taufe
7. Luther und seine Gegner
7.2 Luthers Ablehnung des Spiritualismus
8. Die Kindertaufe
8.1 Kirchengeschichtliche Begründung der Kindertaufe
8.2 Die Lehre von der fides infantium
8.3 Luthers Ablehnung des Täufertums
9. Die Bedeutung der Taufe
C. Schluss
10. Vergleich der Taufauslegungen in den Katechismen
11. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Taufverständnis Martin Luthers anhand seiner Ausführungen im Kleinen und Großen Katechismus. Ziel ist es, Luthers Tauflehre in ihrer Entwicklung und in kritischer Auseinandersetzung mit zeitgenössischen theologischen Gegnern wie den Spiritualisten und Täufern zu analysieren und deren Bedeutung für das christliche Leben aufzuzeigen.
4. Das Wesen der Taufe
Seiner Taufauslegung stellt Luther sowohl im Kleinen als auch im Großen Katechismus eine Charakterisierung der Taufe voran. Diese Wesensbeschreibung kann in die Stiftung der Taufe (4.1), die Umschreibung der Taufe (4.2) und in die Bedeutung des Wassers (4.3) unterteilt werden.
4.1 Die Stiftung der Taufe
Für die Einsetzung der Taufe durch Jesus Christus beruft sich Luther im Kleinen und Großen Katechismus auf den Taufbefehl Mt 28,19: „Gehet hin in alle Welt, lehret alle Heiden und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes.“ Darüber hinaus führt er im Großen Katechismus Mk 16,16 an: „Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt.“ Mit den Schriftworten will Luther besonders Gottes Gebot und Einsetzung hervorheben und auf diese Weise die Göttlichkeit der Taufe zum Ausdruck bringen. Die Merkmale begründen für ihn ferner die Abgrenzung der Taufe gegenüber einer menschlichen Tat. Denn auch wenn der Akt durch Menschenhand ausgeführt werde, sei die Taufe das Werk Gottes, in der der Täufling von Gott selbst getauft werde. Gott selbst sei „der Anwesende und Wirkende“, dessen Handeln mit der trinitarischen Taufformel zum Ausdruck gebracht wird.
1. Einführung: Darstellung der Ausgangslage und Zielsetzung der Untersuchung von Luthers Taufverständnis in den Katechismen.
2. Luthers Sakramentsverständnis: Analyse der theologischen Grundlagen Luthers unter Berücksichtigung von Wort und Glaube im Kontrast zur scholastischen Tradition.
3. Entstehung und Intention der Katechismen: Untersuchung des historischen Kontexts und der seelsorgerlichen Beweggründe für die Erstellung der Katechismen.
4. Das Wesen der Taufe: Erläuterung der biblischen Stiftung, der Definition der Taufe und der zentralen Rolle des Wassers und des Wortes Gottes.
5. Der Nutzen der Taufe: Detaillierte Betrachtung der Taufe als Heilsmittel zur Sündenvergebung und Errettung vom Tod und Teufel.
6. Der Empfang der Taufe: Analyse der persönlichen Aneignung der Taufe durch den Glauben als Werk Gottes.
7. Luther und seine Gegner: Einordnung von Luthers Auseinandersetzung mit dem Spiritualismus.
8. Die Kindertaufe: Untersuchung der theologischen Begründung der Kindertaufe und der Verteidigung gegen das Täufertum.
9. Die Bedeutung der Taufe: Reflexion über die lebenslange Relevanz der Taufe als tägliche Buße und Neuanfang.
10. Vergleich der Taufauslegungen in den Katechismen: Analyse der Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Taufdarstellung in Kleiner und Großer Katechismus.
11. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der drei zentralen Aspekte von Luthers Tauflehre.
Martin Luther, Taufe, Sakrament, Katechismus, fides infantium, Kindertaufe, Sündenvergebung, Wort Gottes, Glaube, Spiritualismus, Täufertum, Rechtfertigung, Taufbefehl, Gnade, Heilsmittel
Die Arbeit analysiert die Tauflehre Martin Luthers anhand seiner beiden Hauptkatechismen von 1529 und stellt diese in den Kontext der reformatorischen Auseinandersetzungen.
Die zentralen Themen sind das Sakramentsverständnis, die Bestimmung des Wesens und Nutzens der Taufe sowie die theologische Rechtfertigung der Kindertaufe.
Das Ziel ist die systematische Erarbeitung von Luthers Taufverständnis im Dialog mit seinen Gegnern und die Verdeutlichung der seelsorgerlichen Funktion der Taufe.
Es handelt sich um eine systematisch-theologische Analyse, die primär auf den Texten der Katechismen sowie auf einschlägiger Fachliteratur basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Wesen, Nutzen und Empfang der Taufe, gefolgt von der Analyse der Kindertaufe und der Abgrenzung gegenüber Spiritualisten und Täufern.
Die zentralen Schlagworte sind Luther, Kindertaufe, Sakrament, fides infantium, Sündenvergebung und Glaube.
Während der Kleine Katechismus das einfache Volk mit prägnanten Inhalten unterweisen will, vertieft der Große Katechismus die Aspekte des Empfangs und der Kindertaufe für Pfarrer und Prediger.
Luther argumentiert, dass die Taufe ein göttliches Werk ist, dessen Gültigkeit nicht vom persönlichen Glaubensbekenntnis des Täuflings abhängt, sondern allein auf Gottes Wort und Befehl beruht.
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