Diplomarbeit, 2008
118 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung und Abgrenzung der Arbeit
1.2 Vorgehensweise und Gliederung der Arbeit
2 Unternehmenswachstum
2.1 Die Herausforderung des Wachstums am heutigen Markt
2.2 Methoden zur Identifikation von Wachstumsfeldern
2.2.1 Methode der Marktbeobachtungen
2.2.2 Methode der Kundenbefragungen
2.2.3 Methode der unternehmensinternen Ideengenerierung
2.3 Kritische Würdigung der Forschungsmethoden
3 Das DIG-Modell
3.1 Konzeption des Modells
3.2 Aufbau und Inhalt des DIG-Modells
3.2.1 Die Nachfragelandschaft
3.2.2 Die Wachstumsplattformen
3.2.3 Der Handlungsplan
3.3 Kritische Würdigung des DIG-Modells
4 Das Fallbeispiel der Novaled AG
4.1 Das Unternehmensprofil
4.2 Der Markt
4.3 Unternehmensumweltanalyse
4.4 Bisherige Methoden zur Ermittlung der Kundenbedürfnisse
4.5 Anwendung des Modells am Beispiel der Novaled AG
4.5.1 Das Forschungsdesign
4.5.2 Ergebnisse und Ableitung der Nachfragelandschaft
4.5.3 Interpretation der Ergebnisse und Handlungsbedarf
4.5.4 Kritische Würdigung der Nützlichkeit des Modells für das Fallbeispiel
5 Zusammenfassung und Gesamturteil über das Modell
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das DIG-Modell (Demand First, Innovation, Growth) als alternativen Ansatz zur Identifikation von Unternehmenswachstum. Im Fokus steht die Forschungsfrage, ob dieses Modell, das auf einer tiefgreifenden Analyse der Verbraucherbedürfnisse basiert, auch für ein B2B-Unternehmen wie die Novaled AG in der Praxis anwendbar und nützlich ist.
3.1 Konzeption des Modells
Durch wachsende Produktvielfalt und ein sich ständig veränderndes Marktumfeld finden klassische Ansätze wie Markenerweiterungen, Produktverfeinerungen, Inside-out Marktsegmentierungen, wettbewerbsorientierte Differenzierung, Merger mit anderen Unternehmen oder inkrementelle Brand-Extensions, keinen langfristigen Erfolg, um Unternehmenswachstum zu generieren.
Neue Produkte, entstanden durch die Ausdehnung des Kernangebotes, bedienen sich zusehends immer kleinerer Nischenmärkte und die Gewinnzuwachsraten der Unternehmen nehmen immer niedrigere Prozentzahlen an. Produktverfeinerungen wie von Nintendo und Sony, Boeing und Airbus oder Avis und Hertz werden für den Verbraucher immer unerkennbarer und unerheblicher, sodass sich auch der Tauschwille der Verbraucher zwischen zwei Produkten zusehends verlangsamt. Unternehmen wie Palm oder Digital, die drei bis vier Jahre spektakuläres Wachstum verbuchen konnten, brechen mit dem Auftauchen neuer Kundenbedürfnisse und neuer Technologien zusammen.
Coca Cola, Boeing oder McDonald’s haben über einen langen Zeitraum hinweg Wachstum durch internationale Expansion erzielen können, doch auch diese Chance wird zusehends rarer, da sie größtenteils bereits ausgeschöpft und die sogenannten neuen Märkte ebenso reif sind. Zahlreiche Studien haben auch belegt, dass Fusionen und Akquisitionen nur selten neue Werte für Wachstum schaffen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik gesättigter Märkte ein und stellt das DIG-Modell als neuen, outside-in orientierten Forschungsansatz für zukünftiges Unternehmenswachstum vor.
2 Unternehmenswachstum: Dieses Kapitel analysiert die Herausforderungen des heutigen Marktes und vergleicht klassische Marktforschungsmethoden wie Beobachtung, Befragung und unternehmensinterne Ideengenerierung hinsichtlich ihrer Eignung zur Identifikation von Wachstumsfeldern.
3 Das DIG-Modell: Hier erfolgt die theoretische Einführung in das DIG-Modell, dessen Aufbau aus Nachfragelandschaft, Wachstumsplattformen und Handlungsplan sowie dessen konzeptioneller Vorteil gegenüber traditionellen Modellen dargelegt wird.
4 Das Fallbeispiel der Novaled AG: In diesem zentralen Praxisteil wird das DIG-Modell auf die Novaled AG angewendet, um unter Berücksichtigung von deren B2B-Situation neue Wachstumschancen durch eine tiefere Analyse der Konsumentenbedürfnisse zu explorieren.
5 Zusammenfassung und Gesamturteil über das Modell: Dieses Kapitel reflektiert das Modell, zieht ein Fazit zu dessen Anwendbarkeit in der Praxis und unterstreicht die Notwendigkeit einer hohen kreativen Eigenleistung des Unternehmens bei der Umsetzung.
6 Fazit: Das Fazit resümiert, dass das DIG-Modell theoretisch überlegen ist, in der praktischen Anwendung jedoch vom Forschungsdesign und den unternehmensspezifischen Voraussetzungen abhängt und keinen absoluten Vorteil gegenüber klassischen Methoden garantiert.
DIG-Modell, Unternehmenswachstum, Marktforschung, Kundenbedürfnisse, Nachfragelandschaft, Wachstumsplattformen, Innovation, Novaled AG, Outside-in Perspektive, B2B-Bereich, Produktinnovation, Marktbeobachtung, Kundenbefragung, Ideengenerierung, Konsumentenverhalten
Die Arbeit analysiert das DIG-Modell von Erich Joachimsthaler als strategisches Instrument zur Identifikation und Erschließung neuer Wachstumsmöglichkeiten in gesättigten Märkten.
Die Arbeit verknüpft Innovationsmanagement mit Marktforschung, wobei der Schwerpunkt auf der Verschiebung von einer produktorientierten (Inside-out) hin zu einer kundenorientierten (Outside-in) Perspektive liegt.
Ziel ist es, die Anwendbarkeit des DIG-Modells zur Ermittlung echter Kundenbedürfnisse zu prüfen und zu bewerten, ob dieser Ansatz auch für B2B-Unternehmen, die keinen direkten Kontakt zum Endverbraucher haben, Mehrwert bietet.
Es werden eine theoretische Fundierung durch Literaturrecherche sowie eine empirische Analyse durchgeführt, wobei das DIG-Modell im Rahmen einer Fallstudie (Novaled AG) unter anderem durch Selbstbeobachtungen von 100 Testpersonen erprobt wird.
Im Hauptteil erfolgt zunächst die kritische Auseinandersetzung mit klassischen Methoden der Marktforschung, gefolgt von der methodischen Herleitung des DIG-Modells und dessen detaillierter Anwendung auf das Fallbeispiel der Novaled AG.
Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe DIG-Modell, Unternehmenswachstum, Nachfragelandschaft, Innovationsmanagement und Marktforschung definieren.
Im Gegensatz zu klassischen Segmentierungen nach soziodemografischen Daten setzt das DIG-Modell auf eine Outside-in Perspektive, bei der Kunden nach Aktivitäten und Zielen statt nach Produktmerkmalen segmentiert werden.
Die Autorin stellt fest, dass das Modell zwar tiefergehende Einsichten bietet, bei der Novaled AG jedoch keine fundamental neuen Erkenntnisse lieferte, da viele der identifizierten Bedürfnisse in der Branche bereits implizit bekannt waren, das Modell aber dennoch wertvolle Denkansätze für die strategische Ausrichtung liefert.
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