Doktorarbeit / Dissertation, 2011
114 Seiten, Note: genügend (rite)
Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
1 PROLEGOMENA
1.1 Aufgabe und Anliegen
1.2 Vorgehensweise
2 PHILOSOPHIE
2.1 Aufgabe der Philosophie mit Blick auf den Bergbau
2.2 Bergbaueinordnung
3 BERGBAU
3.1 Bergbau als heimischer Rohstoffgarant
3.2 Bergbautheorie
3.3 Rechtsgrundlagen – Rechtsvorschriften
4 GESCHICHTE
4.1 Erdgeschichte und Formationen
4.2 Kulturgeschichte und Namensgebung
5 SOZIALPHILOSOPHISCHE ASPEKTE
5.1 Rohstoffe
5.2 Menschliche Arbeit
5.3 Technikverständnis
6 NATUR UND KUNST
6.1 Natur
6.2 Kunst
7 KÜNSTE
8 ALLEIN - ALL-EIN
9 RELIGION
10 ETHOS UND SAKRALKULTUR
10.1 Arbeits- und Berufsethos, Arbeitswelt
10.2 Brauchtum, Ethos
10.3 Kunstwerke, Sakralkultur, mystische Schau, Mysterium Bergsegen
10.4 Namensgebung, Symbole, Wappen
10.5 Rechte, Fundgrube, Bergfreiheiten
10.6 Schutzpatron, Heilige, Klöster
10.7 Monastische Montanen
11 HEILKUNST
11.1 Philosophie
11.2 Bergbaumedizin
12 CHEMIE
12.1 Ursubstanzen/Urelemente
12.2 Sprengstoffwesen
13 SPRACHPHILOSOPHISCHE ASPEKTE
13.1 Fachsprache und deren Wanderschaft
13.2 Germanismen in der russischen Bergbauterminologie
13.3 Lehnwörter aus dem Deutschen in der polnischen Bergbausprache.
14 SYNKRISIS
15 ZUSAMMENFASSUNG
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung philosophischer Aspekte in einer Theorie des Bergbaus, um die Forschungsfrage zu beantworten, ob es eine spezifische Philosophie des Bergbaus gibt, die philosophische Aspekte und Implikate einschließt.
1 Prolegomena
Philosophische Aspekte in Theorie und Praxis des Bergbaues weisen gedankliche und faktische Verbindungen der Philosophie mit dem Bergbau auf, welcher Rohstoffe einschließend Rohedelsteine erschließt und zutage fördert. In der allumfassenden, Religion und Theologie einschließenden Philosophie erscheinen solche Aspekte und Implikate nach Anteil und Bedeutung zwar gering; dies ist aber nicht der Fall: Sie sind vielmehr häufig und in vielfältiger Weise erd- und menschheitsgeschichtlich eingemischt vorhanden. Thema und Fragestellungen dazu erfordern daher ineinander greifende Aufgliederung.
Aufgabe ist es, philosophische Aspekte in einer Theorie des Bergbaus zu untersuchen mit dem Anliegen, die Frage zu beantworten, ob es eine Philosophie des Bergbaus gibt einschließend philosophische Aspekte und Implikate.
1 PROLEGOMENA: Einführung in die Thematik der Verbindung von Philosophie und Bergbau sowie Erläuterung der methodischen Vorgehensweise anhand einer symbolischen Edelstein-Systematik.
2 PHILOSOPHIE: Untersuchung der Rolle der Philosophie im Kontext des Bergbaus und Einordnung des Bergbaus in das klassische System der Wirtschaftsklassen.
3 BERGBAU: Analyse des Bergbaus als Rohstoffgarant, der philosophischen Bergbautheorie und der rechtlichen Rahmenbedingungen.
4 GESCHICHTE: Betrachtung der Erdgeschichte im Verhältnis zur menschlichen Existenz und der Kulturgeschichte der Namensgebung von Bergwerken.
5 SOZIALPHILOSOPHISCHE ASPEKTE: Erörterung der Themen Rohstoffe, menschliche Arbeit und Technikverständnis im sozialen Kontext.
6 NATUR UND KUNST: Analyse der Beziehung zwischen natürlicher Materie und deren künstlerischer oder technischer Erschließung.
7 KÜNSTE: Untersuchung der Bedeutung der Sieben Freien Künste, insbesondere Geometrie und Musik, für den Bergbau.
8 ALLEIN - ALL-EIN: Philosophische Betrachtung des Einsamkeits-Erlebens unter Tage und des Strebens nach der Erkenntnis des Einen.
9 RELIGION: Untersuchung der religiösen Prägung im Bergbau, dokumentiert durch Grubennamen und Traditionen.
10 ETHOS UND SAKRALKULTUR: Erläuterung von Berufsethos, Brauchtum, Sakralkultur und der Bedeutung von Schutzpatronen wie der Heiligen Barbara.
11 HEILKUNST: Behandlung der philosophischen Aspekte von Gesundheit sowie der historischen Entwicklung der Bergbaumedizin.
12 CHEMIE: Untersuchung der Rolle der vier Ursubstanzen und der Chemie, insbesondere des Sprengstoffwesens, im Bergbau.
13 SPRACHPHILOSOPHISCHE ASPEKTE: Analyse der Fachsprache, ihrer Wanderschaft sowie spezifischer Lehnwörter im Russischen und Polnischen.
14 SYNKRISIS: Zusammenfassende Betrachtung der Erkenntnisse durch eine Synkrisis, um eine einheitliche Theorie zu bilden.
15 ZUSAMMENFASSUNG: Abschluss der Arbeit mit einer Reflexion über die gewonnenen philosophischen Erkenntnisse und Implikate.
Philosophie des Bergbaus, Bergbautheorie, Sozialphilosophie, Rohstoffe, Menschliche Arbeit, Technikverständnis, Bergbaugeschichte, Religionsphilosophie, Bergbauethos, Sakralkultur, Bergbaumedizin, Chemie, Sprachphilosophie, Germanismen, Bergmannssprache.
Die Arbeit untersucht die philosophischen Dimensionen, die in der Theorie und Praxis des Bergbaus verwoben sind.
Die zentralen Felder umfassen die Philosophie, Geschichte, Sozialphilosophie, Natur und Kunst, Religion, Ethos, Heilkunst, Chemie und Sprachphilosophie im Kontext des Bergbaus.
Das Ziel ist es, fundiert zu beantworten, ob und wie eine eigenständige "Philosophie des Bergbaus" existiert und welche philosophischen Implikate sich daraus ergeben.
Es wird eine interdisziplinäre Methode verwendet, die historische, philologische und philosophische Ansätze sowie eine symbolische Systematik (orientiert an den Edelsteinen der Offenbarung) verbindet.
Der Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen philosophischen Aspekte der Bergbaupraxis, von der Arbeitswelt über die technische Entwicklung bis hin zu sprachlichen Einflüssen.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Bergbauethos, Montanindustrie, Bergbautheorie, Fachsprache und die Verbindung von Wissen und Glauben.
Die zwölf Edelsteine der Johannesoffenbarung dienen als symbolische Leitminerale für die zwölf Kapitel der Untersuchung.
Die Sprachphilosophie nimmt einen großen Raum ein, da sie zeigt, wie Fachbegriffe durch die Mobilität der Bergleute in andere Regionen wanderten und dort in Sprachen wie Russisch oder Polnisch als Germanismen verankert wurden.
Es beschreibt das aus der religiösen Bindung der Bergleute resultierende Phänomen, in dem die Gruben als "Großtaten Gottes" (magnalia Dei) betrachtet werden.
Da Medizin seit der Antike eng mit Philosophie verknüpft ist, beleuchtet das Kapitel die ärztliche Versorgung vor Ort und die philosophische Haltung von Bergbauärzten wie Paracelsus.
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