Bachelorarbeit, 2011
153 Seiten, Note: 2,8
Vorwort
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Tabellenverzeichnis
Abkürzungen
1 Einleitung
2 Die projektgebende Einrichtung
3 Beratung, Kommunikation und Kompetenz im Krankenhaus
3.1 Die Forschungsfragen im Projekt
4 Projektzeitraum
5 Vorprojektphase
5.1 Ausgangssituation und Projektidee
5.2 Analyse existierender Literatur und Studien
5.3 Projektziele
5.4 Stakeholder
5.4.1 Stärken-Schwächen-Analyse der Stakeholder
5.5 Risikoanalyse
5.6 Rahmenbedingungen und Variablenanalyse im Projekt
5.7 Projektteam und Projektleitung
5.8 Systeme im Projekt
5.8.1 Informationssystem
5.8.2 Dokumentationssystem
5.8.3 Sachmittelsystem
6 Planungsphase
6.1 Strukturplanung
6.1.1 Organigramm im Projekt
6.1.2 Terminplanung
6.1.3 Kosten-Nutzenplan
6.2 Qualitative Forschung
6.2.1 Theorie qualitativer Forschung
6.2.2 Aktionsforschung
6.3 Forschungssetting
6.3.1 Feldforschung
6.3.2 Zugang zum Feld
6.4 Forschungsdesign
6.4.1 Qualitative Vergleichsstudie
6.4.2 Querschnittstudie
6.4.3 Triangulation
6.5 Dokumente auf der Intensivstation
6.6 Stichprobenauswahl
6.7 Forschungsmethode
6.7.1 Problemzentriertes Experteninterview mit Leitfaden
6.7.2 Leitfaden im Projekt
6.8 Pretest
7 Realisierungsphase
7.1 Datenerhebung
7.1.1 Die Durchführung der Leitfadeninterviews
7.1.2 Die Transkription
7.2 Datenauswertung und Forschungsergebnisse
7.2.1 Dokumentenanalyse
7.2.2 Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring
7.2.3 Forschungshypothesen
8 Abschlussphase
8.1 Forschungsbericht und Projektcontrolling
8.1.1 Angewandte Methoden
8.1.2 Kosten- und Terminkontrolle
8.1.3 Risikenkontrolle
8.1.4 Gütekriterien im Projekt
8.2 Die Nachhaltigkeit des Projektes
9 Fazit
Ziel der Arbeit ist es, zu untersuchen, inwieweit Pflegekräfte auf einer Intensivstation die Belastungssituation von Angehörigen erkennen und ob eine kompetente Beratung sowie Kommunikation in diesem Kontext eine notwendige Ergänzung des pflegerischen Handelns darstellen.
Die Forschungsfragen im Projekt
Forschungsfragen sind Instrumente in der qualitativen Sozialforschung und dienen der Vorbereitung des Forschungsprozesses, indem z.B. Fragebögen oder Leitfäden für Interviews auf eine solche Frage aufbauen und den Forschungsprozess thematisch einleiten und steuern. Dabei bezieht sich eine Forschungsfrage auf ein gesellschaftlich relevantes Problem, welches es mittels Forschung zu bearbeiten bzw. zu ergründen gilt. Die Ergebnisse der Forschung sollen dazu dienen, nicht dieses Problem zu lösen, aber durchaus Lösungsansätze zu bieten. Junginger, Perneczky, Vahl und Werner (2008) beschreiben die Situation für Angehörige auf einer Intensivstation mit folgender Formulierung:
„Während die Belastungssituation des Patienten auf der Intensivstation gut untersucht ist, ist das Erleben und die Verarbeitung des Erlebten auf der Seite der Angehörigen erst seit kurzem in das Blickfeld wissenschaftlichen Interesses gerückt. Erste Ergebnisse machen deutlich, dass durch die vitale Bedrohung des Intensivpatienten auch die Angehörigen eine kritische Lebensphase durchmachen, die durch Bestürzung, Ungewissheit, Gefühlschaos und Stress gekennzeichnet ist. Vor allem in den ersten Tagen auf der Intensivstation kennen sie die Abläufe noch nicht, wissen nicht, wie es um ihren nahen Verwandten steht, wie es weitergeht, wen sie fragen können, wie sie sich verhalten sollen.“
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Belastungssituation von Angehörigen auf Intensivstationen und stellt die Relevanz von Kommunikation und Beratung als pflegerische Aufgabe heraus.
2 Die projektgebende Einrichtung: Dieses Kapitel beschreibt das Klinikum, seine Strukturen sowie die spezifische Organisation der Intensivstation, in der das Projekt durchgeführt wurde.
3 Beratung, Kommunikation und Kompetenz im Krankenhaus: Hier werden zentrale Begriffe definiert und in den Kontext der pflegerischen Arbeit mit Angehörigen und Patienten eingeordnet.
4 Projektzeitraum: Dieser Abschnitt bietet einen zeitlichen Überblick über den Verlauf des Forschungsprojekts.
5 Vorprojektphase: Die Vorprojektphase beleuchtet die Ausgangssituation, Projektziele sowie die Analyse von Stakeholdern und Risiken.
6 Planungsphase: Hier erfolgt die methodische Ausführungsplanung, inklusive Forschungsdesign, Stichprobenauswahl und Erstellung des Interviewleitfadens.
7 Realisierungsphase: Die Phase der praktischen Datenerhebung durch Interviews sowie deren methodische Auswertung mittels Inhaltsanalyse nach Mayring wird hier dargestellt.
8 Abschlussphase: Dieses Kapitel enthält den Forschungsbericht, eine Kosten- und Terminkontrolle sowie die Reflexion der Ergebnisse.
9 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und diskutiert die Notwendigkeit sowie die Umsetzung von Beratungs- und Kommunikationskompetenzen in der Pflege.
Intensivstation, Angehörige, Beratungskompetenz, Kommunikation, Pflege, Belastung, Zeitmangel, qualitative Forschung, Experteninterview, Krisenintervention, Patientenversorgung, Primary Nursing, Betreuung, Pflegemanagement, Gesundheitswesen.
Die Arbeit untersucht die Bedeutung von Beratungs- und Kommunikationskompetenzen von Pflegekräften im direkten Kontakt mit Angehörigen von Intensivpatienten.
Zu den Kernpunkten gehören die Belastungssituation der Angehörigen, der Zeitdruck der Pflegekräfte sowie die Diskrepanz zwischen dem Bedarf an Information und der gelebten Kommunikation auf Station.
Das primäre Ziel ist es, herauszufinden, ob und inwieweit Pflegekräfte die Bedürfnisse der Angehörigen wahrnehmen und ob eine professionellere Beratung notwendig ist.
Es handelt sich um ein qualitatives Forschungsprojekt, bei dem problemzentrierte Experteninterviews mit Pflegekräften geführt und mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorprojektphase, Planung, Realisierung und Abschluss, wobei insbesondere die Dokumentenanalyse und die Experteninterviews im Mittelpunkt stehen.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Intensivstation, Angehörigenbetreuung, Beratungskompetenz, Kommunikation, Pflegemanagement und qualitative Sozialforschung.
Der Zeitmangel wird von den Pflegekräften als ein zentrales Hindernis genannt, das dazu führt, dass die Kommunikation oft auf das Nötigste reduziert wird, obwohl ein hoher Gesprächsbedarf besteht.
Die Belastung entsteht häufig aus der Überforderung durch die emotionalen Krisen der Angehörigen, der Angst, etwas Falsches zu sagen, sowie dem Druck durch die eigene Aufgabenlast.
Die Autorin empfiehlt unter anderem eine stärkere Reflexion im Team, Supervisor-Ansätze, gezielte Trainings zu Beratungskompetenzen sowie eine bewusstere Wahrnehmung der pflegerischen Verantwortung.
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