Bachelorarbeit, 2011
57 Seiten, Note: 1,0
1 EINLEITUNG
2 PERSÖNLICHER ZUGANG UND EINFÜHRUNG IN DAS THEMA
2.1 Tourismusforschung in der Kultur und Sozialanthropologie
2.2 Gender und Tourismus
2.3 Persönlicher Zugang und Fragestellung
3 FORSCHUNGSFELD-
3.1 Der Tourismussektor Guatemalas
3.1.1 Guatemala – Corazón del Mundo Maya. Entwicklung des Tourismussektors in Guatemala
3.1.2 Gegenwärtige Situation des Tourismus in Guatemala
3.1.3 Die Beschäftigungssituation im Tourismussektor Guatemalas
3.2 Das Berufsfeld Guía de Turistas
3.2.1 Guía de Turistas – Die Formation des Berufsfeldes
3.2.2 Das Berufsfeld im Vergleich – Auseinandersetzung mit den österreichischen Konzepten „ReiseleiterIn“ und „FremdenführerIn“
3.2.3 Guía de Turistas – RepräsentantIn des Landes und InformantIn der Touristen?
3.3 Der Petén als touristisches Ziel
4 FELDFORSCHUNG
4.1 Methodische Grundlagen der Teilnehmende Beobachtung
4.2 Begründung der Methodenwahl
4.3 Forschungsablauf
4.3.1 Vorbereitungsphase
4.3.2 Datenerhebung
4.3.3 Datenaufbereitung und Datenanalyse
4.4 Forschungspraktische Probleme
5 EMPIRISCHE DATENAUSWERTUNG
5.1 Allgemeiner Einstieg
5.2 Beantwortung meiner leitenden Forschungsfrage
5.3 Zusammenführung der empirisch erhobenen Daten und der Theorie
6 CONCLUSIO
Diese Bachelorarbeit untersucht die Gründe für den geringen Frauenanteil im Berufsfeld der „Guías de Turistas“ (Touristenführer) in Guatemala, speziell in der Region Petén, und analysiert, welche Auswirkungen diese Abwesenheit auf die (Re-)Präsentation guatemaltekischer Frauen in der touristischen Wissensvermittlung hat.
3.2.1 Guía de Turistas – Die Formation des Berufsfeldes
Bereits im Jahr 1967, durch das Bundesgesetz „Ley Orgánica del INGUAT“, wurde in Guatemala die Basis zur Definition und Professionalisierung des Berufsfeldes Guía de Turistas geschaffen. (Ley Orgánica del INGUAT 1967: 10).
Im Jahr 1987, durch das Abkommen „Acuerdo No. 219-87“, begründete man schlieβlich die Regelung der Inskription, der Klassifikation und die Funktion der Guía de Turistas. Nach zwei weiteren Modifizierungen des Abkommens in den Jahren 1988 und 1993, trat 2007 „Acuerdo No. 187-2007-D“ das aktuell gültige Abkommen in Kraft, in welchem auch verfahrensmässige Normen und Sanktionen bei Nicht-Einhaltung der Vorgegeben Regelungen per Gesetz verankert wurden.(vgl. Acuerdo No. 187-2007-D 2007: 1ff)
Die letzte Reformation resultierte vor allem aus der Erarbeitung der technischen Normen und der Anforderungen an die Kompetenz der Guías de Turistas der ILO/OIT. Hierbei vereinten sich Arbeitsgruppen von Repräsentanten nationaler Institutionen Zetralamerikas und der Dominikanischen Republik, sowie Guías de Turistas, Reiseveranstalter und Reiseagenturen, um den Verantwortungs- und Aufgabenbereich dieses Berufsfeldes der genannten Region festzulegen (vgl. INTECAP 2011a: 13; OIT 2007: 8ff):
1 EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Bedeutung des Tourismus für Guatemala ein, erläutert die Motivation der Autorin und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Abwesenheit von Frauen im Berufsfeld der Guías de Turistas.
2 PERSÖNLICHER ZUGANG UND EINFÜHRUNG IN DAS THEMA: Dieses Kapitel verortet das Thema in der Tourismusforschung der Kultur- und Sozialanthropologie, thematisiert Genderaspekte im Tourismus und schildert den persönlichen Werdegang der Autorin in Guatemala.
3 FORSCHUNGSFELD-: Hier wird der Tourismussektor Guatemalas skizziert, das Berufsbild des Guía de Turistas definiert und der Petén als spezifischer Untersuchungsraum sowie touristisches Ziel vorgestellt.
4 FELDFORSCHUNG: Dieses Kapitel erläutert die methodischen Grundlagen der teilnehmenden Beobachtung, begründet die Methodenwahl und beschreibt den Forschungsablauf sowie aufgetretene Probleme.
5 EMPIRISCHE DATENAUSWERTUNG: Die Ergebnisse der Feldforschung werden hier diskutiert, die Gründe für die Abwesenheit von Frauen beleuchtet und die Auswirkungen auf die Repräsentation von Frauen sowie die Theorieanbindung vorgenommen.
6 CONCLUSIO: Die Conclusio fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und reflektiert über die Forschungsergebnisse im Kontext der männlich dominierten Arbeitswelt und der touristischen Wissensvermittlung.
Tourismusforschung, Guatemala, Guía de Turistas, Petén, Teilnehmende Beobachtung, Gender, Tourismus, Arbeitswelt, Frauenabwesenheit, Kultur- und Sozialanthropologie, Mayakultur, Repräsentation, Mythologie, Feldforschung, Touristenführer.
Die Arbeit untersucht die Hintergründe der Geschlechterverteilung im Bereich der professionellen Touristenführer (Guías de Turistas) in der guatemaltekischen Region Petén.
Zentrale Felder sind die Anthropologie des Tourismus, Gender-Aspekte in der Arbeitswelt des Tourismus, die staatliche Regulierung von Berufen in Guatemala sowie die Vermittlung kultureller Inhalte durch Touristenführer.
Die Forschungsfrage lautet: Wodurch ist der geringe Anteil an Frauen im Berufsfeld der Guía de Turistas in Guatemala - speziell im Petén - bedingt, und welche Auswirkungen hat diese Tatsache für die Repräsentation der Frauen?
Die Autorin nutzte die qualitative Methode der teilnehmenden Beobachtung, während sie selbst als Assistentin von lokalen Touristenführern im Petén tätig war.
Der Hauptteil umfasst eine theoretische Einbettung, die Beschreibung des Forschungsfeldes, eine detaillierte methodische Reflexion sowie die Auswertung der empirischen Daten in Bezug auf die Arbeitsbedingungen und die Inhalte der touristischen Wissensvermittlung.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Tourismusforschung, Guía de Turistas, Gender, Petén, Feldforschung und kulturelle Repräsentation charakterisiert.
Die Ergebnisse deuten auf einen vorherrschenden Machismus hin, bei dem körperliche und geistige Belastbarkeit im gefährlichen Regenwaldumfeld männlich konnotiert und Frauen diesbezüglich als weniger geeignet eingeschätzt werden.
Die Arbeit zeigt, dass die Wissensvermittlung durch die männlichen Guías oft einseitig ist, Frauen in der Herrschaftsgeschichte der Maya kaum erwähnt werden und ihre Rollen in Mythen teilweise naiv oder reduziert dargestellt werden.
Die Autorin reflektiert kritisch über ihr Dilemma zwischen teilnehmender Beobachtung (als Assistentin) und wissenschaftlicher Distanz, sowie über die ethischen Aspekte ihrer verdeckten Forschung.
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