Diplomarbeit, 1999
202 Seiten, Note: 1
1. EINLEITUNG
2. STAND DER FORSCHUNG
2.1 BEGRIFFSBESTIMMUNG
2.2 KRANKHEITSBILD DER QUERSCHNITTLÄHMUNG
2.2.1 Formen der Querschnittlähmung
2.2.1.1 Störung der Motorik
2.2.1.2 Störung der Sensibilität
2.2.1.3 Störungen der vegetativ-autonomen Funktionen
2.2.1.4 Spezielle Probleme inkomplett Gelähmter
2.2.1.5 Epidemiologie von Querschnittlähmungen
2.2.1.6 Ätiologie
2.3 DAS KONZEPT DER BEWÄLTIGUNG
2.3.1 Historische Ansätze der Bewältigungsforschung
2.3.2 Die transaktionale Streßbewältigungstheorie von Lazarus
2.3.3 Reaktionsformen und Reaktionshierarchien bei Thomae
2.3.4 Bewältigungsressourcen
2.4 AUSGESUCHTE MODELLE DES BEWÄLTIGUNGSPROZESSES
2.5. AUSGESUCHTE EMPIRISCHE BEFUNDE ZUR BEWÄLTIGUNG TRAUMATISCH ERFAHRENER QUERSCHNITTLÄHMUNGEN
2.5.1 Fink und Mitarbeiter
2.5.2 Seidler und Mitarbeiter
2.5.3 Mikula und Mitternecker
3. METHODISCHE VORGEHENSWEISE
3.1 ZUR BESTIMMUNG EINER GEEIGNETEN UNTERSUCHUNGSSTRATEGIE
3.1.1 Begründung der qualitativen Vorgehensweise
3.1.2 Das Konzept der Komparativen Kasuistik
3.2 DATENERHEBUNG
3.2.1 Das problemzentrierte Interview nach Witzel
3.2.2 Darstellung des Interviewleitfadens
3.3 DURCHFÜHRUNG DER UNTERSUCHUNG
3.3.1 Phänomenanalyse
3.3.2 Zusätzliche Homogenitätskriterien
3.3.3 Vergleichsgruppe
3.3.4 Darstellung der Stichprobe im Überblick
3.3.5 Durchführung der Interviews
3.4 DATENAUSWERTUNG
3.4.1 Qualitative Inhaltsanalyse
3.4.2 Auswertungsschritte der vorliegenden Arbeit
3.4.3 Gütekriterien
3.4.4 Darstellung des Kategoriensystems
4. DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE
4.1 EINZELFALLAUSWERTUNG DER UNTERSUCHUNGSGRUPPE
4.1.1 Einzelfallauswertung Mike
4.1.1.1 Kontaktaufnahme und Interviewsituation
4.1.1.2 Behinderung
4.1.1.3 Selbstbild
4.1.1.4 Lebenssituation
4.1.1.5 Soziale Kontakte
4.1.1.6 Erfahren von Hilfe
4.1.1.7 Reaktionen der Umwelt
4.1.1.8 Vor dem Unfall
4.1.1.9 Zukunftswünsche
4.1.1.10 Reaktionsformen
4.1.2 Einzelfallauswertung Otto
4.1.2.1 Kontaktaufnahme und Interviewsituation
4.1.2.2 Behinderung
4.1.2.3 Selbstbild
4.1.2.4 Lebenssituation
4.1.2.5 Soziale Kontakte
4.1.2.6 Erfahren von Hilfe
4.1.2.7 Reaktionen der Umwelt
4.1.2.8 Vor dem Unfall
4.1.2.9 Zukunftswünsche
4.1.2.10 Reaktionsformen
4.1.3 Einzelfallauswertung Dennis
4.1.3.1 Kontaktaufnahme und Interviewsituation
4.1.3.2 Behinderung
4.1.3.3 Selbstbild
4.1.3.4 Lebenssituation
4.1.3.5 Soziale Kontakte
4.1.3.6 Erfahren von Hilfe
4.1.3.7 Reaktionen der Umwelt
4.1.3.8 Vor dem Unfall
4.1.3.9 Zukunftswünsche
4.1.3.10 Reaktionsformen
4.1.4 Einzelfallauswertung Apollo
4.1.4.1 Kontaktaufnahme und Interviewsituation
4.1.4.2 Behinderung
4.1.4.3 Selbstbild
4.1.4.4 Lebenssituation
4.1.4.5 Soziale Kontakte
4.1.4.6 Erfahren von Hilfe
4.1.4.7 Reaktionen der Umwelt
4.1.4.8 Vor dem Unfall
4.1.4.9 Zukunftswünsche
4.1.4.10 Reaktionsformen
4.2 AUSWERTUNG DER INTERVIEWS DER VERGLEICHSGRUPPE
4.2.1 Einzelfallauswertung Bernd
4.2.1.1 Kontaktaufnahme und Interviewsituation
4.2.1.2 Behinderung
4.2.1.3 Selbstbild
4.2.1.4 Lebenssituation
4.2.1.5 Soziale Kontakte
4.2.1.6 Erfahren von Hilfe
4.2.1.7 Reaktionen der Umwelt
4.2.1.8 Vor dem Unfall
4.2.1.9 Zukunftswünsche
4.2.1.10 Reaktionsformen
4.2.2 Einzelfallauswertung Edwin
4.2.2.1 Kontaktaufnahme und Interviewsituation
4.2.2.2. Behinderung
4.2.2.3 Selbstbild
4.2.2.4 Lebenssituation
4.2.2.5 Soziale Kontakte
4.2.2.6 Erfahren von Hilfe
4.2.2.7 Reaktionen der Umwelt
4.2.2.8 Vor dem Unfall
4.2.2.9 Zukunftswünsche
4.2.2.10 Reaktionsformen
4.2.3 Einzelfallauswertung Tim
4.2.3.1 Kontaktaufnahme und Interviewsituation
4.2.3.2 Behinderung
4.2.3.3 Selbstbild
4.2.3.4 Lebenssituation
4.2.3.5 Soziale Kontakte
4.2.3.6 Erfahren von Hilfe
4.2.3.7 Reaktionen der Umwelt
4.2.3.8 Vor dem Unfall
4.2.3.9 Zukunftswünsche
4.2.3.10 Reaktionsformen
4.3 DURCHFÜHRUNG DER KOMPARATION
4.3.1 Komparationstabelle der Untersuchungsgruppe
4.3.1.1 Intragruppenvergleich: Untersuchungsgruppe
4.3.2 Komparationstabelle der Vergleichsgruppe
4.3.2.1 Intragruppenvergleich: Vergleichsgruppe
4.3.3 Komparationstabelle des Intergruppenvergleiches
4.3.3.1 Intergruppenvergleich
4.4 ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE IN HYPOTHESENFORM
5. DISKUSSION DER ERGEBNISSE
6. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologischen Bewältigungs- und Verarbeitungsprozesse querschnittgelähmter Männer nach einem traumatischen Unfall. Ziel ist es, die Auswirkungen der Lähmung auf Selbstbild, Lebensumwelt und soziale Beziehungen zu analysieren und hierbei sowohl individuelle Unterschiede als auch vergleichende Aspekte zwischen komplett und inkomplett gelähmten Betroffenen herauszuarbeiten.
1. Einleitung
Menschen sind von Geburt an einer Fülle von Aufgaben, Problemen und Problemlagen ausgesetzt, die es zum Erhalt der eigenen Gesundheit, des angestrebten oder erreichten Lebensstandards und zur Befriedigung primärer, wie auch sekundärer Bedürfnisse zu bewältigen gilt. Die Fähigkeit, sich mit den in verschiedensten Formen und Ausprägungen auftauchenden alltäglichen Anforderungen auseinandersetzen zu können und zu müssen, kann im Verlauf der Ontogenese auf vielfältige Weise erworben werden.
Was aber passiert, wenn ein Individuum von einer Sekunde auf die andere mit einer für ihn persönlich gänzlich neuen, bis dato unbekannten und allein aufgrund seines, vorausgesetzt vorhandenen, Vorwissens um solche Szenarien negativ bewerteten Situation konfrontiert wird, die darüber hinaus lebenslang anhaltenden Charakter aufweist? Diese Situation ist bei Eintritt einer traumatisch bedingten Querschnittlähmung gegeben. Das gesamte Maß an zuvor erlebter Individualität, die eigene Körperlichkeit, sozialer Status, die Stellung in der Partnerschaft, in Familie und Beruf, in den sozialen Netzwerken ist in Frage gestellt und nachhaltig geschädigt. Solch eine Situation zu meistern ist von niemanden a priori gelernt worden, es gibt keine entsprechenden Schulfächer, keine entsprechenden Kurse an den Universitäten oder Workshops. Die Auseinandersetzung mit diesem Problem kann nur stattfinden, wenn es bereits eingetreten ist, präventive Maßnahmen sind nicht möglich.
1. EINLEITUNG: Definiert das Ziel, die Relevanz und die methodische Herangehensweise an das psychologische Bewältigungsthema nach einer Querschnittlähmung.
2. STAND DER FORSCHUNG: Beleuchtet theoretische Konzepte der Behinderung, Coping-Strategien und bisherige empirische Erkenntnisse zur Bewältigung traumatisch bedingter Querschnittlähmungen.
3. METHODISCHE VORGEHENSWEISE: Begründet die Wahl qualitativer Forschungsmethoden und detailliert das problemzentrierte Interview sowie das Verfahren der komparativen Kasuistik.
4. DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE: Präsentiert die Einzelfallanalysen der Untersuchungsgruppe (komplett) und Vergleichsgruppe (inkomplett) sowie deren komparative Gegenüberstellung.
5. DISKUSSION DER ERGEBNISSE: Setzt die gewonnenen Ergebnisse in Bezug zu bestehender Fachliteratur und diskutiert deren wissenschaftliche Einordnung.
6. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Fasst die Kernergebnisse kurz zusammen und formuliert Perspektiven für weiterführende Forschungsansätze.
Querschnittlähmung, Bewältigung, psychische Reaktionsformen, Selbstbild, Lebenssituation, soziale Unterstützung, qualitative Forschung, Komparative Kasuistik, Coping, Körperbild, Rehabilitation, traumatische Behinderung, psychologische Anpassung
Die Diplomarbeit untersucht, wie Männer nach einer traumatischen Querschnittlähmung psychisch mit dieser Lebensveränderung umgehen und welche Faktoren ihre Bewältigung beeinflussen.
Im Fokus stehen das Selbstbild, die Gestaltung der Lebensumwelt, der Einfluss sozialer Kontakte und die Anwendung verschiedener Bewältigungsstrategien.
Das Ziel ist es, psychologische Einflussgrößen zu identifizieren und zu vergleichen, wie unterschiedlich komplett und inkomplett gelähmte Männer ihre Situation verarbeiten.
Es wird ein qualitativer Ansatz gewählt, insbesondere das problemzentrierte Interview nach Witzel und die komparative Kasuistik nach Jüttemann.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine methodische Beschreibung sowie die detaillierte Darstellung und Komparation der sieben Einzelfallanalysen.
Zentrale Begriffe sind Querschnittlähmung, Bewältigung (Coping), Selbstbild, psychologische Anpassung, soziale Ressourcen und qualitative Inhaltsanalyse.
Die Arbeit zeigt, dass die Möglichkeit inkomplett gelähmter Männer, körperliche Funktionen teilweise wiederzuerlangen, eine spezifische psychologische Situation schafft, die sich in ihrer Bewältigungsstruktur von der komplett gelähmter Männer unterscheidet.
Soziale Unterstützung, insbesondere durch Partnerin und Familie, wird als eine der wichtigsten externen Variablen identifiziert, die den Bewältigungsprozess fördern kann.
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