Bachelorarbeit, 2011
59 Seiten, Note: 1,3
1. Einführung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Begriff und Einordnung
2.2 Marktpreisbildungshypothese und aktiver Markt
3. Anwendungsfälle der Fair Value-Bewertung
3.1 Finanzinstrumente
3.2 Nicht-finanzielle Positionen
4. Ermittlungskonzept
5. Ermittlungsmethoden
5.1 Überblick und Bewertungsgrundsätze
5.2 Marktpreisorientieres Verfahren
5.2.1 Fair Value als Marktpreis
5.2.2 Analogiemethode
5.3 Kapitalwertorientiertes Verfahren
5.3.1 Lizenzpreisanalogiemethode
5.3.2 Mehrgewinnmethode
5.3.3 Residualwertmethode
5.3.4 Bestimmung des Kapitalisierungszinssatzes
5.4 Kostenbasiertes Verfahren
6. Kritik an der Fair Value-Bewertung
7. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die methodischen Ansätze zur Ermittlung des Fair Value im Rahmen der internationalen Rechnungslegung nach IAS/IFRS. Ziel ist es, die theoretischen Grundlagen zu erläutern, die Anwendungsbereiche aufzuzeigen und eine kritische Würdigung der verschiedenen Ermittlungsverfahren vor dem Hintergrund ihrer praktischen Anwendbarkeit und Zuverlässigkeit vorzunehmen.
5.2.1 Fair Value als Marktpreis
Das direkte Verfahren der markpreisorientieren FV Ermittlung besteht in der unmittelbaren Übernahme von auf einem aktiven Markt notierten Preisen (Level 1 Inputs) als FV. Daher ist bei näherer Betrachtung festzustellen, dass es sich hierbei um überhaupt kein Bewertungsverfahren handelt, da lediglich der beobachtete Marktpreis unverändert zum FV (um-)deklariert wird. Dies wird auch aus folgender Feststellung Ballwiesers ersichtlich: „Hat man aussagefähige Marktpreise, so kann man sich Bewertungen ersparen.“ Damit bestehen die Hauptaufgaben dieses „Verfahrens“ in der Prüfung des Vorliegens eines aktiven Markts sowie der Identifikation der beobachtbaren Marktpreise identischer Vermögenswerte.
Sind aufgrund eines nicht vorliegenden aktiven Markts für den Bewertungsgegenstand Preise nicht unmittelbar feststellbar, muss u.U. auf die Analogiemethode ausgewichen werden.
1. Einführung: Darstellung der wachsenden Bedeutung internationaler Rechnungslegungsstandards und der Einordnung des Fair Value als Paradigmenwechsel in der Finanzberichterstattung.
2. Theoretische Grundlagen: Erläuterung des Fair Value-Begriffs innerhalb des IAS/IFRS-Rahmenkonzepts sowie Analyse der Marktpreisbildungshypothese und des Konzepts aktiver Märkte.
3. Anwendungsfälle der Fair Value-Bewertung: Untersuchung der Einsatzgebiete von Fair Value-Bewertungen, differenziert nach Finanzinstrumenten und nicht-finanziellen Vermögenswerten.
4. Ermittlungskonzept: Vorstellung der dreistufigen Ermittlungs-Hierarchie zur Bewertung der Güte von Inputs bei der Fair Value-Bestimmung.
5. Ermittlungsmethoden: Detaillierte Analyse marktpreisorientierter, kapitalwertorientierter und kostenbasierter Bewertungsverfahren inklusive ihrer jeweiligen Berechnungsmethoden.
6. Kritik an der Fair Value-Bewertung: Kritische Auseinandersetzung mit der Subjektivität, den Ermessensspielräumen und der Ergebnisvolatilität, die mit der Fair Value-Bewertung einhergehen.
7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Fortschritte durch IFRS 13 bei gleichzeitiger Hervorhebung der verbleibenden praktischen Probleme bei der Fair Value-Ermittlung.
Fair Value, IFRS, Rechnungslegung, Marktpreis, Bewertungsverfahren, Kapitalwertorientiertes Verfahren, Ermittlungshierarchie, Finanzinstrumente, Unternehmensbewertung, Diskontierung, Cash Flow, Markttransaktion, Bilanzierung, Entscheidungsnützlichkeit, Volatilität
Die Arbeit befasst sich mit der methodischen Ermittlung des Fair Value im Kontext der internationalen Rechnungslegung nach IAS/IFRS.
Die Schwerpunkte liegen auf der Fair Value-Definition, den verschiedenen Bewertungsansätzen (markt-, kapitalwert- und kostenorientiert) sowie der kritischen Analyse der praktischen Anwendung.
Das Ziel besteht darin, ein tiefgehendes Verständnis für die Ermittlungsmethoden des Fair Value zu schaffen und die Problematiken bei deren praktischer Umsetzung aufzuzeigen.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der Analyse bestehender Fachliteratur, internationaler Standards (IFRS) und relevanter Rechnungslegungsvorschriften basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Ermittlungshierarchie sowie die detaillierte Beschreibung und kritische Würdigung der verschiedenen Bewertungsverfahren.
Wichtige Begriffe sind Fair Value, IFRS, Bewertungsverfahren, Ermittlungshierarchie, Kapitalwertorientierung und Bilanzierungspraxis.
Der "mark-to-market" Ansatz nutzt beobachtbare Marktpreise direkt (Stufe 1 und 2), während "mark-to-model" (Stufe 3) auf Bewertungsmodelle zurückgreift, wenn keine Marktpreise verfügbar sind.
Kritisiert werden vor allem die erheblichen Ermessensspielräume bei der Bewertung, die zu einer "Entobjektivierung" führen können, sowie die resultierende Ergebnisvolatilität.
IFRS 13 dient als aktueller Standard, der die Definitionen und die Ermittlungshierarchie für den Fair Value vereinheitlicht und somit eine zentrale Basis für die Arbeit bildet.
Diese Steuervorteile (TAB) entstehen durch die Einzelbewertung von Vermögenswerten (Asset Deal) und müssen dem Barwert der Cash Flows zugerechnet werden, um den korrekten Fair Value zu ermitteln.
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