Diplomarbeit, 2011
79 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Aufbau und Zielsetzung: Untersuchung von Unternehmensnetzwerken
3. Grundlegende Begriffsdefinitionen
4. Herausforderungen für Hersteller und Zulieferer
4.1 Die OEMs in der Globalisierung
4.2 Zulieferer zwischen Fahrzeugbauern und Rohstoffmärkten
4.3 Umwälzungen in der Wertschöpfungskette
4.3.1 Arbeitsteilung Outsourcing
4.4 Zukünftige Geschäftsmodelle
4.4.1 Konzentration und Konsolidierung
5 Zukunftsstrategien der Automobilhersteller (OEM)
5.1 Strategische Handlungsoptionen der Automobilhersteller
5.2 Qualität der Zusammenarbeit
5.3 Netzwerk Automobilindustrie
6 Einführungen in das Thema F&E-Kooperation
6.1 Unternehmenskooperation
6.2 Kooperationsarten und –formen
6.3 Horizontale Kooperation
6.4 Vertikale Kooperation
7 Die Entstehung von F&E-Kooperationen
7.1 Kooperationsmotive
7.2 Kooperationshemmnisse und Risiken
7.3 Erfolgsfaktoren
8 Wettbewerbspolitische Beurteilung der Kooperationen bei F&E
8.1 Wettbewerbspolitische Betrachtung vertikaler F&E-Kooperationen
8.2 Wettbewerbspolitische Betrachtung horizontaler F&E-Kooperationen
8.3 Gesamtwirtschaftliche Betrachtung
8.4 Einzelwirtschaftliche Betrachtung
9 Expertenbefragung zur aktuellen Lage und zukünftigen Entwicklungen
9.1 Aufbau des Fragebogens
9.2 Gesprächspartner
9.3 Befragung
10 Ergebnisse
10.1 Beantwortung der Forschungsfrage
10.2 Eckpunkte eines zukünftigen Kooperationsmodells
10.3 Handlungsempfehlungen für OEMs
11 Fazit und Ausblick
12 Literaturverzeichnis
13 Gesprächsleitfaden für die Befragung
Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Entwicklung und Notwendigkeit von Kooperationen in der Automobilindustrie, insbesondere im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E). Die zentrale Forschungsfrage lautet: Sind die existierenden Kooperationsformen in der Lage, die zukünftigen Anforderungen an OEMs und Zulieferer zu erfüllen?
4.3 Umwälzungen in der Wertschöpfungskette
Die Art und Weise, wie in der Automobilindustrie entwickelt, beschafft, produziert und vertrieben wird, hat sich in den letzten Jahren deutlich gewandelt und wird sich weiter verändern.36 Die gesamt Branche durchläuft eine tiefgreifende und nachhaltige Veränderung, die eine strategische Neuausrichtung von allen Wertschöpfungspartnern erfordert.37
Auf der Produktseite vollzieht sich mit sehr hoher Geschwindigkeit eine starke Auffächerung in immer neu entwickelte Marktsegmente. Die Zahl der möglichen Ausstattungsvarianten und damit der Bauteile ist drastisch angestiegen (vgl. Abschnitt 4.1 dieser Arbeit). Gleichzeitig steigt der Kostendruck parallel zur Innovationsgeschwindigkeit, da die Produktlebenszyklen immer kürzer werden. So betrug der Produktlebenszyklus des Volkswagen Golf II noch ganze 10 Jahre, der im Jahr 2003 eingeführte Golf V wurde bereits 2008 wieder abgelöst.38 Damit einher gehen auch die immer kürzeren Entwicklungszeiten. Durchschnittlich 24 Monate dauerte im Jahr 2006 die Fahrzeugentwicklung. Innerhalb der Branche variiert dieser Durchschnitt zwischen 17 und 31 Monaten. Gegenüber der Entwicklungsdauer von 58 Monaten aus dem Jahr 1990 wurde dieser Wert mehr als halbiert. Seit 1990 ist eine Verkürzung der durchschnittlichen Entwicklungsdauer alle 4 Jahre um 6 bis 7 Monate zu verzeichnen.39 Dies erschwert die Marktsituation für alle Beteiligten. Und auch im Ausblick auf die Zukunft erwartet die Automobilbranche weiter steigenden Innovationsdruck. Als Schlagworte seien hier genannt die Entwicklung von alternativen Antrieben wie dem Elektro-, Hybrid- oder dem Wasserstoffantrieb sowie alternative Werkstoffe zur Reduzierung des Gesamtfahrzeuggewichtes.40 Am Ende dieser Evolutionsstufe erwarten Experten einen Anstieg der Wertschöpfung bei den Automobilzulieferern bis 2015 um 40 %.41
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung von Forschung und Entwicklung sowie die Notwendigkeit von Kooperationen angesichts des Strukturwandels in der Automobilindustrie.
2. Aufbau und Zielsetzung: Untersuchung von Unternehmensnetzwerken: Dieses Kapitel definiert den Untersuchungsgegenstand und legt den Fokus der Arbeit auf Unternehmenskooperationen im Kontext von Unternehmensnetzwerken.
3. Grundlegende Begriffsdefinitionen: Hier werden die zentralen Fachbegriffe wie Automobilindustrie, Fahrzeughersteller (OEM), Zulieferbetrieb und Wertschöpfung für den weiteren Verlauf der Arbeit definiert.
4. Herausforderungen für Hersteller und Zulieferer: Das Kapitel analysiert die globalen Marktveränderungen, den Wertschöpfungstransfer sowie die zunehmende Bedeutung von Outsourcing.
5 Zukunftsstrategien der Automobilhersteller (OEM): Der Fokus liegt hier auf strategischen Handlungsoptionen, der Qualität der Zusammenarbeit und der Rolle des Netzwerks Automobilindustrie.
6 Einführungen in das Thema F&E-Kooperation: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen von Unternehmenskooperationen sowie verschiedene Kooperationsarten und -formen.
7 Die Entstehung von F&E-Kooperationen: Es werden die Motive für Kooperationen sowie potenzielle Hemmnisse, Risiken und wesentliche Erfolgsfaktoren für F&E-Projekte behandelt.
8 Wettbewerbspolitische Beurteilung der Kooperationen bei F&E: Die wettbewerbspolitische Sicht auf Kooperationen wird hier differenziert nach vertikalen und horizontalen Kooperationen sowie gesamtwirtschaftlichen Aspekten diskutiert.
9 Expertenbefragung zur aktuellen Lage und zukünftigen Entwicklungen: Dieser Abschnitt beschreibt die Methodik der Experteninterviews und stellt die Gesprächspartner vor.
10 Ergebnisse: Zusammenführung der Erkenntnisse mit einem Fokus auf die Beantwortung der Forschungsfrage, dem Kooperationsmodell "Kooperation 2030" und Handlungsempfehlungen.
11 Fazit und Ausblick: Das abschließende Kapitel resümiert die Notwendigkeit partnerschaftlicher Kooperationen und wirft einen Blick auf zukünftige Branchentrends.
Automobilindustrie, Forschung und Entwicklung, F&E-Kooperation, OEM, Zulieferer, Wertschöpfungskette, Outsourcing, Strategische Allianz, Innovationsmanagement, Wettbewerbspolitik, Unternehmensnetzwerk, Kooperation 2030, Globalisierung, Automobilzulieferer, Technologie
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Entwicklung und Gestaltung von Kooperationen im Forschungs- und Entwicklungsbereich innerhalb der Automobilindustrie, getrieben durch den Strukturwandel und globalen Wettbewerbsdruck.
Zentrale Themen sind die Verschiebung der Wertschöpfungsketten, die Notwendigkeit von Kooperationen zwischen OEMs und Zulieferern sowie wettbewerbspolitische Rahmenbedingungen für Innovationen.
Das Hauptziel ist es, die Zukunftsfähigkeit aktueller Kooperationsformen zu analysieren und auf Basis von Experteninterviews Eckpunkte für ein neues Modell namens "Kooperation 2030" zu entwickeln.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer qualitativen Expertenbefragung (teilstrukturierte Interviews) mit Branchenexperten zur aktuellen Lage und zukünftigen Entwicklungen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Situationsanalyse der Automobilindustrie, eine theoretische Herleitung von Kooperationsmodellen, eine wettbewerbspolitische Beurteilung und eine Expertenbefragung.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie OEM, Zulieferer, Wertschöpfungskette, Innovationswettbewerb, Kooperationsmotive, Skaleneffekte und Transaktionskosten.
Diese Zulieferer übernehmen die Rolle der Gesamtfahrzeugentwicklung und unterstützen OEMs bei Kapazitätsengpässen oder hochkomplexen, zeitkritischen Entwicklungsprojekten.
Das Machtgefüge zwischen OEM und Zulieferer erschwert oft eine echte "Win-Win-Situation", da traditionelle Hierarchien und die einseitige Dominanz der Hersteller kooperatives Lernen häufig behindern.
Das Modell konzentriert sich stärker auf die Rahmenbedingungen, wie vertrauensvolle Kommunikation, klare Definition von Nutzungsrechten und detaillierte Kooperationsverträge, um Risiken bei Innovationsprojekten zu minimieren.
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