Studienarbeit, 2010
57 Seiten
1. Einleitung
2. Globalisierung
2.1. Definition
2.2. Historischer Hintergrund
2.3. Dimensionen
2.4. Wirtschaftliche Globalisierung
2.5. Technologischer Fortschritt
2.6. Kapital- und Warenverkehr
2.7. Komparative Kostenvorteile und internationale Arbeitsteilung
2.8. Kritik
3. Schwellenländer – Aufstrebende Wirtschaftsräume
3.1. Bedingungen für Wachstum
3.2. Chancen und Risiken
3.3. Aufstieg der Schwellenländer
3.3.1. Brasilien
3.3.2. Russland
3.3.3. Indien
3.3.4. China
4. Auswirkungen der Globalisierung auf Investitionsmöglichkeiten und Anlageklassen-Allokation
4.1. Globalisierung der Finanzmärkte
4.2. Chancen und Risiken bei Investitionen in Schwellenländer
4.2.1. Rendite- und Risikoeigenschaften
4.2.2. Währungsrisiko
4.2.3. Liquiditätsrisiko
4.2.4. Politisches Risiko
5. Möglichkeiten der Diversifikation
5.1. Moderne Portfolio-Theorie
5.2. Schwellenländer in Anlageklassen-Allokation
5.3. Möglichkeiten der Diversifikation
5.4. Länder- oder Branchenansatz?
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der zunehmenden wirtschaftlichen Verflechtung und Integration der Finanzmärkte auf Investitionen in Schwellenländer sowie den Einfluss der wachsenden Konvergenz auf die Anlageklassen-Allokation von Banken.
3.3.1. Brasilien
Als grösstes Land Südamerikas ist Brasilien hinsichtlich des Verhältnisses von Fläche und Bevölkerung keineswegs überbevölkert. Aufgrund der reichen Ressourcen, wie Bodenschätze und Wasserkraft, und der guten Bedingungen für die Landwirtschaft sowie einem grossen Vorrat an Arbeitskräften konnte über Jahrzehnte hinweg in einigen Bereichen eine moderne und dynamische Industrie aufgebaut werden. Rund 20% der Bevölkerung leben aber nach wie vor unterhalb der Armutsgrenze. Insofern weist Brasilien als Schwellenland noch viele Merkmale auf, wie es für unterentwickelte Staaten typisch ist.
Das 1822 von Portugal unabhängig gesprochene Brasilien erlebte im 20. Jahrhundert eine politische und wirtschaftliche Berg- und Talfahrt. Aufgrund der reichen Produktion von Kaffee und dessen Export, erlangte Brasilien Wohlstand. Die Folgen des Ersten Weltkrieges und der abrupte Rückgang der Nachfrage nach Kaffee und Zucker sowie dem Preissturz für diese Produkte während der Weltwirtschaftskrise führten in Brasilien zum wirtschaftlichen Zusammenbruch. Als Konsequenz verschärften sich politische Spannungen und die Staatsformen Diktatur, Demokratie und das Militär als Staatsgewalt wechselten sich ab. Wirtschaftliche Reformen und Aufschwung wurden jeweils durch verschiedene Machtübernahmen wieder zunichte gemacht.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung von Schwellenländern für Investoren und die Notwendigkeit, aufgrund gestiegener Korrelationen der Aktienmärkte neue Diversifikationsstrategien zu finden.
2. Globalisierung: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Globalisierung, erläutert dessen historischen Kontext sowie die technologischen und ökonomischen Triebkräfte, die zur heutigen weltweiten Vernetzung geführt haben.
3. Schwellenländer – Aufstrebende Wirtschaftsräume: Hier werden die Bedingungen für das Wachstum von Schwellenländern dargelegt sowie die Chancen und Risiken analysiert, mit Fokus auf die BRIC-Staaten.
4. Auswirkungen der Globalisierung auf Investitionsmöglichkeiten und Anlageklassen-Allokation: Das Kapitel untersucht, wie die Globalisierung der Finanzmärkte die Anlagebedingungen verändert hat und welche spezifischen Risiken (Währung, Liquidität, Politik) bei Schwellenländer-Investitionen bestehen.
5. Möglichkeiten der Diversifikation: Hier wird die Eignung der Modernen Portfoliotheorie im Kontext der zunehmenden Konvergenz geprüft und der Vergleich zwischen Länder- und Branchenallokation gezogen.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und empfiehlt eine strategische Ausrichtung, bei der das globale Aktienuniversum als eine Einheit betrachtet wird, um eine flexible Rendite-/Risikooptimierung zu gewährleisten.
Globalisierung, Asset Allocation, Schwellenländer, Diversifikation, Rendite, Risiko, Moderne Portfoliotheorie, Korrelation, Branchenansatz, Länderansatz, Kapitalmärkte, Wirtschaftsreformen, Volatilität, BRIC, Konvergenz.
Die Arbeit analysiert, wie sich der Prozess der Globalisierung auf die globalen Finanzmärkte und die Allokation von Anlageklassen auswirkt, wobei ein besonderer Fokus auf Investitionen in Schwellenländer liegt.
Die zentralen Themen sind die historische Einordnung der Globalisierung, die Charakteristika aufstrebender Volkswirtschaften, die Risikobewertung von Schwellenländern sowie die Optimierung von Anlageportfolios.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Investoren durch eine strategische Anpassung der Portfolio-Allokation – weg vom reinen Länderansatz hin zur branchenorientierten Diversifikation – in einem globalisierten Umfeld das Rendite-/Risikoprofil optimieren können.
Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Auswertung historischer Finanzdaten und Korrelationsmatrizen, um die Effizienz unterschiedlicher Diversifikationsstrategien zu bewerten.
Der Hauptteil befasst sich mit der Definition und Geschichte der Globalisierung, einer detaillierten Analyse der BRIC-Staaten, den spezifischen Investitionsrisiken in Schwellenländern sowie den mathematischen Grundlagen der Portfoliotheorie nach Markowitz.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Globalisierung, Schwellenländer, Diversifikation, Rendite, Risiko, Korrelation und Anlageklassen-Allokation charakterisiert.
Die Arbeit stellt fest, dass die Korrelationen zwischen den Märkten im Zuge der zunehmenden Integration der Weltwirtschaft über die Zeit signifikant gestiegen sind, was das Potenzial für klassische Diversifikation durch Länderauswahl verringert.
Da regionale Aktienmärkte durch Konvergenz zunehmend ähnlich reagieren, bietet die Diversifikation über Branchensektoren, die unterschiedlichen Konjunkturzyklen unterworfen sind, ein höheres Potenzial für ein effizienteres Rendite-/Risikoprofil.
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