Examensarbeit, 2009
39 Seiten, Note: 1,2
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Konzeption der Arbeit
2. Definition Motivation
3. Die Lerngruppe 8d
3.1 Beschreibung allgemein
3.2 Motivation und Verhalten einzelner Schüler/ Schülergruppen im Sportunterricht
4. Sachanalyse
5. Didaktisch-methodisches Vorgehen und Dokumentation der Durchführung
5.1 Planung des didaktisch-methodischen Vorgehens
5.2 Didaktisch-methodisches Vorgehen und Dokumentation einzelner Aspekte
5.2.1 Themenwahl
5.2.2 Auswahl der Lernziele und Unterrichtsinhalte
5.2.3 Expertengruppen
5.2.4 Helfer
5.2.5 Reflexion der Trainingsstunden
5.2.6 Auswertung und Bewertung
5.2.7 Abschlussturnier
6. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern die Erhöhung der Schülerbeteiligung an der Planung, Durchführung und Auswertung des Sportunterrichts die Motivation der Schüler in der Sekundarstufe I steigern kann, um sie langfristig für ein lebenslanges Sporttreiben zu begeistern.
5.2.3 Expertengruppen
Die Zusammenstellung der Expertengruppen bedurfte meiner Hilfe, weil die Jugendlichen unsicher waren, wie sie beginnen sollten. Ich schlug vor, dass diejenigen Schüler, die bisher keinerlei Handballerfahrung hatten, sich mit bekannten Lernzielthemen befassen. Aus dem bisher behandelten Thema Basketball war das Passen und Fangen sowie das Dribbling bekannt und sollte überwiegend wiederholt und unter Beachtung handballspezifischer Regel, gefestigt werden. Den Handballerfahrenen schlug ich vor, den Stemm- und Sprungwurf zu vermitteln und das Abwehr- und Angriffspiel zu thematisieren. Dieser Vorschlag wurde sofort für gut befunden und angenommen. Aufgrund dessen verlief die Gruppeneinteilung zu den sechs Themen ohne größere Schwierigkeiten.
Unter dem Gesichtspunkt „wie erreichen wir unsere Lernziele“ planten die Schüler in der dritten Theoriestunde Stationen, Spiele und Übungsformen, die Leistungsüberprüfung und ein Handballturnier gegen eine andere achte Klasse. Die dritte Sportstunde, die im Klassenzimmer stattfand, bot den Schülern die Möglichkeit der gemeinsamen Planung. Literatur, das Internet, Übungsformen und Anregungen, die von den Schülern aus den Vereinen eingeholt wurden, dienten als Grundlage zur Planung der einzelnen Übungsstationen und Spielformen.
Die Motivation der Schüler bei der Vorbereitung in der Theoriestunde war hoch. Jedoch waren die Heranwachsenden nicht motiviert zu Hause weiterzuarbeiten. Das Mitbringen von Literatur und die selbstständige Recherche wurden nur von N. übernommen. Von meiner Seite stand den Schülern ebenfalls Handballliteratur mit vielfältigen Spiel- und Übungsformen zur Verfügung. Auch das Gestalten von Plakaten erfolgte ausschließlich in der Schule. Die Fertigstellung der Plakate als Hausaufgabe wurde nur durch erneute Aufforderung erledigt. Nach Befragung der Schüler konnte ich feststellen, dass die Jugendlichen einen zusätzlichen Arbeitsaufwand unangenehm finden und nicht freiwillig bereit sind auch noch im Sportunterricht mit Hausaufgaben betraut zu werden.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Zunahme von Bewegungsmangel und Übergewicht bei Jugendlichen und begründet die Notwendigkeit, den Sportunterricht motivierender zu gestalten.
2. Definition Motivation: Dieses Kapitel definiert motivationale Prozesse im Sport, unterscheidet zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation und erörtert Fördermöglichkeiten durch Lehrkräfte.
3. Die Lerngruppe 8d: Es erfolgt eine detaillierte Charakterisierung der Lerngruppe, unterteilt in verschiedene Motivationstypen, um das Ausgangsniveau für die Erprobung zu bestimmen.
4. Sachanalyse: Dieses Kapitel analysiert das Sportspiel Handball hinsichtlich seiner Eignung für den Lehrplan und die Rahmenbedingungen der spezifischen Schulsituation.
5. Didaktisch-methodisches Vorgehen und Dokumentation der Durchführung: Der zentrale Teil dokumentiert die praktische Umsetzung der Schülerbeteiligung bei Themenwahl, Planung, Expertenarbeit, Leistungsbewertung und Turnierdurchführung.
6. Schlussbetrachtung: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet den Erfolg der Methode hinsichtlich der Motivationssteigerung und reflektiert die Übertragbarkeit in den Schulalltag.
Schülermotivation, Sportunterricht, Schülerbeteiligung, Handball, Expertenarbeit, Leistungsbewertung, Eigenverantwortung, Sekundarstufe I, Bewegungsförderung, Unterrichtsplanung, Binnendifferenzierung, Partizipation, Lernzielauswahl, Reflexion, Sportdidaktik
Die Arbeit befasst sich mit der Förderung der Motivation von Schülern in der Sekundarstufe I durch gezielte Möglichkeiten der aktiven Schülerbeteiligung im Sportunterricht.
Die Schwerpunkte liegen auf der partizipativen Unterrichtsgestaltung, der Förderung von Eigenverantwortung, dem kooperativen Lernen sowie der Anpassung des Unterrichts an die Bedürfnisse der Schüler.
Das Ziel ist es, herauszufinden, ob und wie die Einbeziehung der Schüler in Planung, Gestaltung und Auswertung den Spaß und die Motivation am Sporttreiben nachhaltig erhöhen kann.
Die Autorin wählte einen handlungsorientierten Ansatz, bei dem die Schüler selbst zu Planern und Experten ihres Sportunterrichts wurden, begleitet durch Befragungen und Reflexionsrunden.
Der Hauptteil dokumentiert die konkrete Durchführung einer Handballeinheit, von der Themenfindung über die Arbeit in Expertengruppen bis hin zur Organisation eines Abschlussturniers und der selbstständigen Notengebung.
Kernbegriffe sind Partizipation, Schülermotivation, Handball, Selbstständigkeit, Reflexion und handlungsorientierter Sportunterricht.
Expertengruppen dienen dazu, Schülern Verantwortung zu übertragen, ihr spezifisches Wissen (z. B. aus Vereinen) einzubringen und den Unterricht durch fachliche Beratung der Mitschüler aktiv mitzugestalten.
Die Mehrheit der Schüler empfand die Benotung durch ein Mitschülergremium gemeinsam mit der Lehrkraft als fairer und transparenter als eine rein lehrerzentrierte Bewertung.
Das Hauptproblem sind die knappen zeitlichen Ressourcen im regulären Schulalltag sowie die mangelnde Bereitschaft der Schüler, zusätzliche Arbeit in Form von Hausaufgaben für das Fach Sport zu leisten.
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