Wissenschaftliche Studie, 2001
33 Seiten, Note: 1,7
Diese Arbeit analysiert die Verarbeitung der französischen Kolonialzeit in zwei bedeutenden literarischen Werken: BERNARD B. DADIÉs Un nègre à Paris (1959) und AHMADOU KOUROUMAs Die Nächte des großen Jägers (1999). Sie untersucht die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Darstellung der Kolonialgeschichte und die individuellen Perspektiven der Autoren. Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie afrikanische Autoren mit dem Erbe der Kolonialisierung umgehen und ihre neuere Vergangenheit verarbeiten.
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die den Hintergrund und die Relevanz des Themas der Kolonialverarbeitung in der afrikanischen Literatur beleuchtet. Im zweiten Kapitel werden die politischen Rahmenbedingungen der französischen Kolonialherrschaft in Afrika von 1920 bis 1960 vorgestellt, mit einem Schwerpunkt auf die nördliche und westliche Hälfte des Kontinents.
Das dritte Kapitel behandelt das Konzept der Négritude und seine Bedeutung in der afrikanischen Literatur. Es beleuchtet die Rolle der Négritude als Ideologie und ihre Auswirkungen auf die postkoloniale Literatur.
Das vierte Kapitel widmet sich den Werken von DADIÉ und KOUROUMA und stellt die Autoren und ihre literarischen Schaffensprozesse im Kontext der französischen Kolonialgeschichte vor.
Im fünften Kapitel werden die Romane Un nègre à Paris und Die Nächte des großen Jägers im Detail vorgestellt. Die Analyse konzentriert sich auf den Inhalt, den Aufbau und die literarischen Mittel, die die Autoren zur Darstellung der Kolonialzeit verwenden.
Das sechste Kapitel untersucht die Aufarbeitung der Kolonialzeit in beiden Werken anhand von ausgewählten Beispielen.
Das siebte Kapitel widmet sich der Möglichkeit eines Vergleichs der beiden Romane und ihrer unterschiedlichen Perspektiven auf die koloniale Vergangenheit.
Kolonialismus, Afrika, Literatur, Négritude, BERNARD B. DADIÉ, AHMADOU KOUROUMA, Un nègre à Paris, Die Nächte des großen Jägers, Postkolonialismus, Identitätsfindung, afrikanische Geschichte.
Autoren wie Dadié und Kourouma nutzen Literatur als Medium, um den individuellen und kollektiven Schmerz, die Entwurzelung und die Folgen des Wirtschaftskolonialismus aufzuarbeiten.
Der Briefroman aus dem Jahr 1959 reflektiert die Spätphase der Kolonisation und die Begegnung zwischen afrikanischer Identität und der französischen Metropole.
Der Roman von 1999 behandelt die postkoloniale Ära und die nachhaltigen Spuren, die die französische Besatzung in der Seele und Gesellschaft Westafrikas hinterlassen hat.
Die Négritude war eine literarisch-philosophische Bewegung, die die afrikanische Kultur und Identität gegenüber der kolonialen Unterdrückung betonte und die Werke jener Zeit stark beeinflusste.
Weil der administrative und soziokulturelle Einfluss der ehemaligen Besatzungsmächte bis heute allgegenwärtig ist und die Suche nach einer eigenen Identität weiterhin andauert.
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