Bachelorarbeit, 2011
87 Seiten, Note: Sehr gut
Einleitung und Zielsetzung
1. Der Offene Immobilienfonds
1.1. Definition des Begriffs „Asset“
1.2. Charakteristika des Offenen Immobilienfonds
1.3. Die Struktur und Funktionsweise eines Offenen Immobilienfonds
1.3.1. Die Kapitalanlagegesellschaft (KAG)
1.3.2. Die Depotbank
1.3.3. Die BaFin
1.3.4. Das Investmentgesetz (InvG)
2. Der Weg in die Krise
2.1. 1822: Die Anfänge der Investment-Idee und der erste Offene Immobilienfonds
2.2. 2004: Die erste Krise – Der „Frankfurter Immobilienskandal“
2.3. 2006: Die erste Liquiditätskrise
2.4. 2008: Die Finanzkrise führt zur zweiten Aussetzungswelle und der ersten großen Abwertung
2.5. 2010: Der Höhepunkt der Krise der Offenen Immobilienfonds
2.6. 2011: Die Japan-Problematik
3. Die aktuelle Marktsituation
3.1. Mittelaufkommen und Liquidität
3.2. Rendite
3.3. Der Handel mit Fondsanteilen an der Börse
3.4. Die Auswirkungen der Krise auf die Dachfonds
4. Der Weg aus der Krise? Offene Immobilienfonds 2.0
4.1. Mindesthaltedauer und Kündigungsfrist
4.2. Bewertung der Immobilien und der Sachverständigenausschuss
4.3. Aussetzung und Abwicklung
4.4. Kredite
5. Fazit
5.1. Ausblick für einzelne Fonds
5.2. Schlusswort
Die Arbeit analysiert die prekäre Situation und die tiefgreifende Krise der Offenen Immobilienfonds (OIF) in Deutschland. Ziel ist es, die historischen Hintergründe der Krisenentwicklung, die aktuelle Marktsituation sowie die regulatorischen Neuregelungen durch das Gesetz zur Stärkung des Anlegerschutzes und Verbesserung der Funktionsfähigkeit des Kapitalmarktes (AnsFuG) kritisch zu beleuchten und zu bewerten.
1.3. Die Struktur und Funktionsweise eines Offenen Immobilienfonds
Offene Immobilienfonds sind nicht-rechtfähige Sondervermögen, die von einer Kapitalanlagegesellschaft initiiert werden. Sie stellen für den Erwerber eines Fondsanteils eine Beteiligung an diesem Grundstücksvermögen dar. Das Sondervermögen bildet die Sammelstelle für das Kapital der Investoren. Das Sondervermögen besteht aus Grundvermögen, auch Immobiliensondervermögen genannt, und sonstigem Vermögen. Zum Grundvermögen zählen Vermögensgegenstände in Form von Grundstücken jeglicher Nutzung, Erbbaurechte, Teileigentum und auch Beteiligungen an Grundstücksgesellschaften. Das sonstige Vermögen bildet die s. g. Liquidität des Fonds. Auf die entsprechenden gesetzlichen Vorgaben wird im weiteren Text ausführlich eingegangen.
Der wichtigste Vertragspartner, der in jedes Investmentgeschäft involviert ist, jedoch kein direktes Mitspracherecht bei der Geschäftsführung des Fonds hat, ist der Anleger. Seine Rechte werden durch das Investmentgesetz und durch die Vertragsbedingungen der KAG festgesetzt. Zu seinen Hauptansprüchen zählen die ordnungsgemäße Verwaltung seines Vermögens, das Recht auf Ausschüttung des Gewinns und das Recht jederzeit die Anteilscheine zurückzugeben und somit das Vertragsverhältnis zu beenden.
Die KAG, das Sondervermögen und die Depotbank bilden das s. g. Investmentdreieck, welches für das Investmentgeschäft von Bedeutung ist. Auf die Aufgaben der einzelnen Organe und deren rechtliche Grundlagen wird nachstehend eingegangen.
1. Der Offene Immobilienfonds: Definition und Erläuterung der strukturellen Merkmale, des "Investmentdreiecks" sowie der regulatorischen Einbettung durch das InvG.
2. Der Weg in die Krise: Chronologische Aufarbeitung der Krisenphasen von den Ursprüngen bis zur Japan-Problematik und den Auswirkungen der Weltfinanzkrise.
3. Die aktuelle Marktsituation: Analyse von Mittelaufkommen, Liquiditätskennzahlen, Renditeentwicklung sowie der Bedeutung des Börsenhandels und der Problematik von Dachfonds.
4. Der Weg aus der Krise? Offene Immobilienfonds 2.0: Detaillierte Betrachtung der regulatorischen Neuerungen des AnsFuG und deren Einfluss auf Mindesthaltedauern, Bewertung, Abwicklung und Kreditaufnahme.
5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Zukunftsaussichten für die Assetklasse sowie Ausblick auf die Entscheidungsprozesse für geschlossene Fonds.
Offene Immobilienfonds, KAG, Depotbank, Investmentgesetz, AnsFuG, Finanzkrise, Liquidität, Rendite, Dachfonds, Anlegerschutz, Fondsschließung, Immobilienwerte, Investmentdreieck, Assetklasse, Immobilienmarkt.
Die Arbeit untersucht die Krise der Offenen Immobilienfonds in Deutschland zwischen 2004 und 2011 und analysiert die gesetzlichen Anpassungen, die zur Stabilisierung dieser Assetklasse eingeführt wurden.
Zentrale Themen sind die Struktur von OIFs, die chronologische Entwicklung der Fondskrisen, die Marktsituation bezüglich Liquidität und Performance sowie die Auswirkungen neuer Gesetze auf Anleger und Fonds.
Das Ziel ist es, die Gründe für die schwierige Lage der Offenen Immobilienfonds zu identifizieren und zu untersuchen, ob die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen das Produkt wieder zu einer attraktiven und sicheren Anlage machen können.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, der Auswertung von Marktdaten, Branchenstatistiken sowie einer qualitativen Expertenbefragung.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Funktionsweise, die historische Analyse der Krisenverläufe, eine Untersuchung der aktuellen Marktkennzahlen und eine detaillierte Prüfung der Gesetzesänderungen durch das AnsFuG.
Die wichtigsten Begriffe sind Offene Immobilienfonds, Liquiditätskrise, Anlegerschutz, AnsFuG, Investmentgesetz und Marktentwicklung.
Es verdeutlicht das Zusammenspiel und die Kontrollmechanismen zwischen Kapitalanlagegesellschaft (KAG), Depotbank und Sondervermögen (Fonds), die gemeinsam die Stabilität der Anlage gewährleisten sollen.
Das Erdbeben in Japan 2011 zwang einige Fonds dazu, die Anteilrücknahme auszusetzen, da die Neubewertung der Immobilien aufgrund der unsicheren Lage in Japan kurzfristig nicht ordnungsgemäß durchführbar war.
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