Bachelorarbeit, 2011
48 Seiten, Note: 1.5
1. THEMENWAHL, FRAGESTELLUNGEN UND FORSCHUNGSFRAGE
2. ARMUT UND WORKING POOR
2.1 DEFINITIONEN VON ARMUT
2.2 ENTSTEHUNG VON ARMUT
2.2.1 Armut ohne Erwerbstätigkeit
2.2.2 Working-Poor (Armut mit Erwerbstätigkeit)
3. THEORIE ZU MINDESTLÖHNEN
3.1 MINDESTLÖHNE UND GRUNDBEDARF
3.2 DIE GESCHICHTE VON MINDESTLÖHNEN
4. MINDESTLÖHNE IM MODELL
4.1 NEOKLASSISCHES ARBEITSMARKTMODELL
4.2 AUSWIRKUNGEN EINES MINDESTLOHNS IM MODELL
4.2.1 Komparativ-Statische Argumentation
4.2.2 Keynesianische Theorien
4.2.3 Monopsonfall
4.2.4 Effizienzlöhne
5. SCHWEIZER ARBEITSMARKT
5.1 ENTWICKLUNG DER ARBEITSLOSIGKEIT IN DER SCHWEIZ
5.2 GRÜNDE FÜR DIE NIEDRIGE ARBEITSLOSIGKEIT IN DER SCHWEIZ
5.2.1 Rolle der ausländischen Arbeitskräfte
5.2.2 Teilzeitarbeit
5.2.3 Niedrige Besteuerung
5.2.4 Gutes Bildungsniveau
5.3 TIEFLOHNBRANCHEN IN DER SCHWEIZ
6. EMPIRISCHE STUDIEN ÜBER DIE WIRKUNGEN DER MINDESTLÖHNE
6.1 BESCHÄFTIGUNGSEFFEKTE
6.1.1 Diskussionsverlauf und wegweisende Studien
6.2 EMPIRISCHE ERGEBNISSE ZU BESCHÄFTIGUNGSEFFEKTEN
6.2.1 USA
6.2.2 Grossbritanien
6.2.3 Frankreich
6.2.4 Vergleichende Länderpanel
6.2.5 Literaturüberblicke
6.2.6 Zwischenfazit: Beschäftigungseffekte von Mindestlöhnen
6.3 LOHN- UND EINKOMMENSEFFEKTE DER MINDESTLÖHNE
6.3.1 Lohneffekte
6.3.2 Einfluss auf die Armut und die Einkommensverteilung
6.4 FAZIT: LOHN UND EINKOMMENSEFFEKTE VON MINDESTLÖHNEN
6.5 UNTERNEHMENSMARGEN
7. SCHLUSSDISKUSSION: ANALYSE DER SGB-MINDESTLOHNINITIATIVE
7.1 ZIEL UND UMSETZUNG DER INITIATIVE
7.2 MÖGLICHE AUSWIRKUNGEN AUF DIE BESCHÄFTIGUNG
7.2.1 Mögliche Auswirkungen auf die Löhne und das Einkommen von Tieflohnbezügern
7.2.2 Mögliche Auswirkungen auf die Unternehmensmargen
8. BEANTWORTUNG DER FORSCHUNGSFRAGE UND SCHLUSSFOLGERUNGEN
Die Arbeit analysiert die volkswirtschaftlichen Auswirkungen der SGB-Mindestlohninitiative auf die Schweiz. Das Hauptziel besteht darin, zu untersuchen, ob durch einen nationalen gesetzlichen Mindestlohn die Problematik der "Working Poor" reduziert werden kann und welche Effekte dies auf den Arbeitsmarkt, die Lohnverteilung sowie die Unternehmensmargen hätte.
4.1 Neoklassisches Arbeitsmarktmodell
Das Neoklassische Arbeitsmarktmodell ist das Standardmodell zur theoretischen Analyse von volkswirtschaftlichen Massnahmen wie zum Beispiel Mindestlöhne. Deswegen wird das Modell in der Ökonomie oft Referenzsystem genannt. Das Modell setzt ökonomische Grundannahmen wie rationales Handeln, vollständige Konkurrenz auf den Märkten und komplette Informationen aller Marktteilnehmer voraus. Ausserdem gilt Homogenität und das Marginalprinzip kommt zur Anwendung.
Im neoklassischen Arbeitsmarktmodell wird ein Individuum vor die Entscheidung gestellt, seine total verfügbare Zeit auf Freizeit und Arbeit aufzuteilen. Wenn die Person ihren individuellen Nutzen maximiert, ist der marginale Nutzen der beiden Alternativen gleichwertig. Der Nutzen aus der Arbeit äussert sich durch den ausbezahlten Lohn, während der Nutzen der Freizeit von der persönlichen Nutzenfunktion des Arbeiters abhängt. Der Arbeitgeber stellt so lange neue Arbeitskräfte ein, bis die Produktivität des Arbeitnehmers gleich der Entlöhnung ist. Die marginalen Kosten sind gleich dem marginalen Nutzen der Arbeitskraft. Durch die vollkommene Konkurrenz gibt es stets ein Gleichgewicht, bei welchem die nachgefragte Arbeit gleich der angebotenen Menge ist und es keine Person gibt, welche zum angebotenen Lohn arbeiten will, aber keine Arbeit findet. Im Modellfall herrscht stets die optimale Beschäftigung zum Gleichgewichtslohn, da sich die Märkte selber dezentral regulieren.
1. THEMENWAHL, FRAGESTELLUNGEN UND FORSCHUNGSFRAGE: Einführung in das Thema der Mindestlohninitiativen in der Schweiz und Formulierung der zentralen Forschungsfrage zur ökonomischen Evaluierung.
2. ARMUT UND WORKING POOR: Definition und Erläuterung der Begriffe Armut und Working Poor im Schweizer Kontext, um die Grundlage für die Analyse der Betroffenen zu legen.
3. THEORIE ZU MINDESTLÖHNEN: Theoretische Grundlagen und historische Entwicklung von Mindestlöhnen mit Fokus auf dem sozialen Existenzminimum.
4. MINDESTLÖHNE IM MODELL: Darstellung des neoklassischen Arbeitsmarktmodells sowie alternativer Theorien (Keynesianismus, Monopson, Effizienzlöhne) zur Wirkung von Lohnuntergrenzen.
5. SCHWEIZER ARBEITSMARKT: Analyse der schweizerischen Spezifika wie tiefe Arbeitslosigkeit und hohe Teilzeitquote, die für die Beurteilung der Mindestlohninitiative relevant sind.
6. EMPIRISCHE STUDIEN ÜBER DIE WIRKUNGEN DER MINDESTLÖHNE: Auswertung internationaler Studien zu Beschäftigungs-, Lohn- und Einkommenseffekten sowie Unternehmensmargen.
7. SCHLUSSDISKUSSION: ANALYSE DER SGB-MINDESTLOHNINITIATIVE: Spezifische Anwendung der gewonnenen Erkenntnisse auf die geplante SGB-Initiative und Diskussion möglicher Konsequenzen für die Schweizer Wirtschaft.
8. BEANTWORTUNG DER FORSCHUNGSFRAGE UND SCHLUSSFOLGERUNGEN: Synthese der Ergebnisse und Fazit zur Eignung von Mindestlöhnen als Instrument der Armutsbekämpfung.
Mindestlohn, Mindestlohninitiative, SGB, Working Poor, Armutsbekämpfung, Schweizer Arbeitsmarkt, Beschäftigungseffekte, Lohnverteilung, Lohndumping, Unternehmensmargen, Existenzminimum, Neoklassisches Arbeitsmarktmodell, Wirtschaftspolitik, Arbeitslosigkeit, Lohnuntergrenze.
Die Arbeit befasst sich mit einer volkswirtschaftlichen Analyse der im Januar 2011 lancierten SGB-Mindestlohninitiative in der Schweiz.
Zentrale Themen sind die theoretische und empirische Wirkung von Mindestlöhnen auf Beschäftigung, Einkommensverteilung und Unternehmensgewinne sowie die spezifische Arbeitsmarktsituation in der Schweiz.
Die Forschungsfrage untersucht, ob die Mindestlohninitiative die "Working-Poor-Problematik" in der Schweiz reduzieren kann und welche Auswirkungen sie auf den Arbeitsmarkt und die Lohnverteilung hat.
Es erfolgt eine Literaturanalyse volkswirtschaftlicher Theorien, eine Auswertung internationaler empirischer Studien sowie eine modellbasierte Anwendung dieser Erkenntnisse auf die Schweizer Verhältnisse.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Darstellung der Schweizer Arbeitsmarkteigenheiten, die empirische Aufarbeitung internationaler Ergebnisse sowie eine abschliessende Analyse der spezifischen SGB-Mindestlohninitiative.
Die wichtigsten Begriffe sind Mindestlohn, SGB-Initiative, Working Poor, Arbeitsmarkt, Lohnverteilung und Armutsbekämpfung.
Es dient als theoretisches Referenzsystem, um die ökonomischen Annahmen über Beschäftigungseffekte bei Einführung von Mindestlöhnen zu verstehen.
Der Autor kommt zum Schluss, dass Mindestlöhne kein geeignetes Instrument zur effizienten Armutsbekämpfung sind, da sie oft nicht zielgenau bei den bedürftigen Haushalten greifen.
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