Wissenschaftliche Studie, 2011
197 Seiten
Vorwort
„Die ganze Hemisphäre gehört uns“ (1794 – 1945)
Spiel ohne Regeln (1945 – 2001)
Schurkenstaaten und Terrorismus (2001 – heute)
Eine neue Wachstumsindustrie
Das Hauptziel des Buches ist es, eine umfassende Chronik der militärischen und geheimdienstlichen Einflussnahmen sowie Interventionen der Vereinigten Staaten von Amerika im Ausland seit der Staatsgründung darzulegen und kritisch zu hinterfragen, inwiefern diese primär nationalen und wirtschaftlichen Interessen dienen.
„DIE GANZE HEMISPHÄRE GEHÖRT UNS“
Es ist schon seltsam, wie lange sich die Legende von der amerikanischen Isolationspolitik in der offiziellen Geschichtsschreibung halten konnte. Selbst ein oberflächlicher Blick in die Geschichte der US-Außenpolitik zeigt, dass diese Mär in völligem Widerspruch zu den historischen Fakten steht. Die imperiale Politik der Vereinigten Staaten setzte eben nicht erst mit der Machtergreifung der Bush-Dynastie ein sondern bereits weit früher, keine zwanzig Jahre nach der Unabhängigkeit.
Schon die Gründung der Vereinigten Staaten und die spätere Ausdehnung über den nordamerikanischen Kontinent wurde nur mit der Zerschlagung zahlreicher indianischer Nationen erreicht, deren Herrschaftsgebiete oftmals durchaus der Definition eines Staates entsprachen. Die Einheimischen wurden die ersten Opfer amerikanischer Machtansprüche. Um sich ihr Land anzueignen, schlossen die Vereinigten Staaten 800 Verträge mit den verschiedenen indianischen Nationen. Rund 430 davon wurden vom Kongress nicht ratifiziert. Dennoch wurde von den Indianern erwartet, dass sie sich an die Bestimmungen dieser Verträge hielten. „Noch tragischer jedoch war, dass die USA von den 370 Verträgen, die ratifiziert wurden, nicht einen einzigen einhielten“, schrieb Daniel K. Inouye, der Vorsitzende des Senate Select Committee on Indian Affairs im Vorwort zu Oren Lyons‘ „Exiled in the Land of the Free“.
Vorwort: Einführung in die Methoden, mit denen Regierungen weltweit Einfluss auf andere Staaten nehmen, und Kritik an der Politik westlicher Organisationen wie WTO, Weltbank und IWF.
„Die ganze Hemisphäre gehört uns“ (1794 – 1945): Analyse der frühen imperialen Politik der USA, beginnend mit der Vertreibung der indianischen Bevölkerung bis hin zum expansionistischen „Manifest Destiny“.
Spiel ohne Regeln (1945 – 2001): Untersuchung der verdeckten Operationen und militärischen Interventionen während des Kalten Krieges, inklusive der Unterstützung von Diktaturen und der Nutzung von Geheimdiensten zur globalen Machtsicherung.
Schurkenstaaten und Terrorismus (2001 – heute): Beleuchtung der Interventionspolitik nach dem 11. September 2001 und der Definition sowie Instrumentalisierung des „Krieges gegen den Terror“.
Eine neue Wachstumsindustrie: Darstellung der modernen Überwachung, Cyber-Kriegsführung und der Rolle der NSA sowie anderer Geheimdienste bei der globalen Datensammlung und Wirtschaftsspionage.
Außenpolitik, USA, Militärintervention, CIA, Geheimdienste, Imperialismus, Wirtschaftskontrolle, Stellvertreterkriege, Regime Change, Menschenrechte, Überwachung, NSA, Globalisierung, Rohstoffinteressen, Terrorismusbekämpfung.
Das Buch analysiert chronologisch und kritisch die militärischen und geheimdienstlichen Eingriffe der USA in die inneren Angelegenheiten zahlreicher Staaten seit dem späten 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart.
Die Schwerpunkte liegen auf imperialer Expansion, verdeckten Operationen, wirtschaftlicher Dominanz durch internationale Organisationen sowie der Entwicklung moderner Überwachungs- und Spionagetechniken.
Ziel ist es, das Narrativ der USA als neutraler Ordnungsmacht zu hinterfragen und die zugrunde liegenden eigennützigen, ökonomischen und machtpolitischen Interessen der Interventionen offenzulegen.
Der Autor stützt sich auf eine tiefgehende Analyse historischer Dokumente, Berichte von Geheimdiensten, diplomatische Depeschen sowie zeitgenössische journalistische Quellen und Fachliteratur.
Der Hauptteil gliedert sich in historische Phasen, von den indianischen Verträgen und der Monroe-Doktrin über die verdeckten Einsätze im Kalten Krieg bis hin zum „Krieg gegen den Terror“ und moderner Cyber-Spionage.
Schlüsselbegriffe sind Imperialismus, Interventionismus, CIA-Geheimoperationen, wirtschaftliche Ausbeutung und globale Überwachung.
Der Autor beschreibt die Verstrickungen der Kirche, insbesondere bei der Fluchthilfe für Kriegsverbrecher (sog. „Rattenlinien“) und der finanziellen Unterstützung antikommunistischer Parteien durch den Vatikan und die USA.
Lateinamerika wird als prominentes Beispiel für den „Hinterhof“ der USA genutzt, an dem sich die Destabilisierung ungeliebter Regierungen, die Förderung von Militärdiktaturen und die Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen besonders deutlich zeigen lassen.
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