Examensarbeit, 2011
111 Seiten, Note: 1,0
I. EINLEITUNG
II. DAS SPANISCHE IN AMERIKA
2. Allgemeines
2.1. Fakten und Geschichtliches
2.1.1 Mexiko
2.1.2 Kuba
2.1.3 Venezuela
2.1.4 Chile
2.2 Phonetik und Phonologie
Der seseo, yeísmo und žeísmo
Aspirierung von implosivem /s/ und Neutralisierung von implosivem /r/ und /l/
2.1 2.Mexiko
2.2.2 Kuba
2.2.3 Venezuela
2.2.4 Chile
2.3 Morphosyntax
Voseo und Anrede
Weitere morphosyntaktische Besonderheiten
2.3.1 Mexiko
2.3.2 Kuba
2.3.3 Venezuela
2.3.4 Chile
2.4 Lexik
2.4.1 Mexiko
2.4.2 Kuba
2.4.3 Venezuela
2.4.4 Chile
Zusammenfassung der bisherigen Ergebnisse
III. LEHRPLÄNE UND LEHRWERKE IN RHEINLAND-PFALZ UND IM SAARLAND
3.1 Allgemeines zu den Schulsystemen
3.2 Lehrplan Spanisch Rheinland-Pfalz
3.2.1 Lehrplanentwurf Spanisch
3.2.2 Theoretische Grundlagen
3.2.2.1 Ziele
3.2.2.2 Kompetenzen
3.2.2.3 Didaktisch-methodische Grundsätze
3.2.3 Unterrichtspraxis in der Sekundarstufe I
3.2.3.1 Themen und Inhalte der Sekundarstufe I
3.2.3.2 Übergangsprofil zur MSS
3.3 Lehrpläne Spanisch Saarland
3.3.1 Lehrplan Spanisch Klassenstufe 8
3.3.2 Lehrplan Spanisch Klassenstufe 9
3.3.3 Lehrplan Spanisch für die Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe
3.4 Gemeinsamkeiten und Unterschiede
3.5 Analyse der Lehrwerke Rheinland-Pfalz
3.5.1 Rápido neu
3.5.2 Caminos plus
3.5.3 Línea verde
3.6 Analyse der Lehrwerke Rheinland-Pfalz und Saarland
3.6.1 Puente Nuevo
3.6.2 Encuentros
3.6.3 ¡Vale!
3.7 Ergebnisse der Lehrwerksanalyse
IV. EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG ZUM THEMA „LATEINAMERIKANISCHE GEGEBENHEITEN IM SPANISCHUNTERRICHT“
4.1 Untersuchungsvoraussetzungen
4.1.1 Darstellung der Schulen
4.1.2 Beschreibung der Umfrage und des Fragebogens
4.2 Auswertung der empirischen Untersuchung
4.2.1 Ergebnis der Befragung in Rheinland-Pfalz
4.2.2 Ergebnis der Befragung im Saarland
4.2.3 Zusammenfassung der Ergebnisse
V. FAZIT
Diese Arbeit untersucht den Stellenwert lateinamerikanischer Gegebenheiten im deutschen Spanischunterricht, speziell an Gymnasien in Rheinland-Pfalz und im Saarland, indem sie Lehrpläne und Lehrwerke analysiert sowie Fachlehrkräfte zu ihren Erfahrungen und didaktischen Ansätzen befragt.
2.1.1 Mexiko
Mexiko zählt mit insgesamt 106,7 Millionen Einwohnern (2008) zum bevölkerungsreichsten spanischsprachigen Land, und seine Hauptstadt nimmt in der Rangliste der größten spanischsprachigen Städte den ersten Platz ein. Spanisch gilt in Mexiko als offizielle Amtssprache, auch wenn dies in der Verfassung nirgendwo eindeutig geschrieben steht. Der indianische Bevölkerungsanteil liegt bei etwa 14%, verhältnismäßig hoch im Vergleich zu vielen anderen lateinamerikanischen Ländern. Zu den bekanntesten indigenen Sprachen in Mexiko zählt man das Maya, welches mit all seinen Dialekten von circa 6 Millionen Menschen in den Gebieten Chiapas, Tabasco, Yucatán, Guatemala und Belize gesprochen wird, und die Azteken-Sprache Nahuatl, mit etwa 1,4 Millionen Sprechern im mexikanischen Hochland. Die Rechte dieser und weiterer indigener Sprachen in Mexiko haben seit dem Generalgesetz über die Sprachenrechte der indigenen Völker von 2003 deutlich an Ansehen gewonnen und besitzen einen umfassenden Rechtsstatus.
Da die Eroberung Mexikos bereits recht früh begann, kam dem Land eine wichtige Stellung innerhalb der Hispania zu. Die enge Bindung des mexikanischen Hofes zum Mutterland und die Akzeptanz durch die indigene Bevölkerung brachte eine Verschmelzung der beiden Kulturen mit sich. Am mexikanischen Hof folgte man den spanischen Gewohnheiten und machte sie sich zu eigen, dies betraf in besonderer Weise die Sprache. Des Weiteren waren die Spanier in kaum einem anderen Land in kultureller Hinsicht so engagiert: Um 1530 wurde der Buchdruck eingeführt und man gründete Schulen sowie erste Universitäten, an denen sowohl Spanisch als auch die aztekische Sprache gelehrt wurden. Auch wenn Nahuatl im mexikanischen Spanisch heute nicht mehr so bedeutsam ist wie im 16. Jahrhundert, so hat es doch im Laufe der Zeit sprachliche Veränderungen, vor allem im Vokalismus, mit sich gebracht. Dem konnte selbst die enge Bindung zum spanischen Hof nicht entgegenwirken, der stets versuchte die Sprache „rein“ zu halten.
I. EINLEITUNG: Einleitung in die Bedeutung der lateinamerikanischen Thematik im Spanischunterricht und Definition des Forschungsrahmens.
II. DAS SPANISCHE IN AMERIKA: Darstellung der sprachlichen (phonetisch, morphosyntaktisch, lexikalisch) Besonderheiten in Mexiko, Kuba, Venezuela und Chile.
III. LEHRPLÄNE UND LEHRWERKE IN RHEINLAND-PFALZ UND IM SAARLAND: Analyse der schulischen Vorgaben sowie der verwendeten Lehrwerke hinsichtlich ihres lateinamerikanischen Gehalts.
IV. EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG ZUM THEMA „LATEINAMERIKANISCHE GEGEBENHEITEN IM SPANISCHUNTERRICHT“: Auswertung der Befragung von Fachlehrkräften zur Bewertung der lateinamerikanischen Inhalte.
V. FAZIT: Zusammenfassende Bewertung und Ausblick auf die Integration lateinamerikanischer Aspekte im Spanischunterricht.
Spanischunterricht, Lateinamerika, Lehrplananalyse, Lehrwerksanalyse, Empirische Untersuchung, Hispanistik, Sprachvarietäten, Interkulturelle Kompetenz, Phänomene, Morphosyntax, Lexik, Schulsystem, Gymnasium, Rheinland-Pfalz, Saarland.
Die Arbeit untersucht die Integration und Qualität von lateinamerikanischen Inhalten und Sprachmerkmalen im Spanischunterricht an Gymnasien in Rheinland-Pfalz und im Saarland.
Die Themenfelder umfassen sprachliche Charakteristika des amerikanischen Spanisch sowie deren Repräsentation in offiziellen Lehrplänen und gängigen Lehrwerken.
Das Ziel ist es herauszufinden, ob und wie die Bedeutung Lateinamerikas in Lehrplänen und Lehrwerken berücksichtigt wird und wie Lehrkräfte diese Integration praktisch bewerten.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus systematischer Lehrplan- und Lehrwerkanalyse sowie eine empirische Befragung von Fachlehrkräften durch qualitative Interviews.
Der Hauptteil analysiert detailliert die sprachlichen Besonderheiten des amerikanischen Spanisch, die strukturellen Vorgaben der Lehrpläne in beiden Bundesländern und die Umsetzung in den entsprechenden Spanischlehrwerken.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Spanischunterricht, Lateinamerika, Lehrwerksanalyse, Sprachvarietäten und interkulturelle Kompetenz charakterisieren.
Ein wesentlicher Unterschied liegt darin, dass es in Rheinland-Pfalz lediglich einen Lehrplanentwurf für Spanisch gibt, während im Saarland spezifisch ausgearbeitete Lehrpläne für verschiedene Klassenstufen existieren.
Die Lehrkräfte sind sich weitgehend einig, dass lateinamerikanische Inhalte im Vergleich zum Standard-Spanisch nur einen geringen quantitativen Raum einnehmen und eine stärkere Integration wünschenswert wäre.
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