Diplomarbeit, 2012
88 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Betreuungssituation der Demenzkranken in der stationären Altenhilfe
2.1 Lebenssituation der Menschen mit demenzieller Erkrankung
2.2 Anforderung an die Versorgung von Menschen mit demenzieller Erkrankung
3 Reform der Pflegeversicherung hinsichtlich der Versorgung Demenzkranker
3.1 Personen mit erhöhtem allgemeinem Betreuungsbedarf
3.2 PEA-Begutachtungsverfahren
4 Tätigkeitsprofil der zusätzlichen Betreuungskräfte
4.1 Tätigkeitsschwerpunkte der zusätzlichen Betreuungskräfte in der stationären Altenhilfe
4.1.1 Abgrenzungen des Aufgabenbereichs zu Pflegeleistungen nach SGB XI
4.2 Implementierung der Betreuungskräfte in vollstationären Institutionen
5 Anforderungsprofil, Qualifizierung und Rekrutierung der zusätzlichen Betreuungskräfte
5.1 persönliche Eignung und Rekrutierung
5.2 Qualifizierungsmaßnahme
5.2.1 Ausbildungssituation
6 Datenerhebung mittels Befragung von zusätzlichen Betreuungskräften zur subjektiven Einschätzung ihrer durch die Qualifizierungsmaßnahme erworbenen Kompetenz / Abstract
6.1 Forschungsansatz-Fragestellung
6.2 Forschungsdesign und Datenerhebung
6.2.1 Stichprobe
6.3 Ergebnisse
6.4 Auswertung in Bezugnahme auf die Fragestellung
7 Diskussion
8 Fazit
9 Literatur
Die Arbeit untersucht die Qualifizierung, das Anforderungsprofil und die Tätigkeit von zusätzlichen Betreuungskräften in der stationären Altenhilfe gemäß § 87b Abs. 3 SGB XI. Ziel ist es, zu analysieren, inwieweit die Qualifizierungsmaßnahmen die Betreuungskräfte auf ihre praktische Arbeit mit demenziell erkrankten Menschen vorbereiten und wo weiterer Fortbildungsbedarf besteht.
2.1 Lebenssituation der Menschen mit demenzieller Erkrankung
Mit 60% der degenerativen Demenzerkrankungen stellt die Alzheimer-Demenz, neben der Lewy-Body-Demenz, den fronto-temporalen Demenzen, den vaskulären Demenzen, dem Demenzsyndrom bei Normaldruckhydrozephalus und den alkoholassoziierten Demenzen, die häufigste generative Form der Demenz dar. Die degenerativen Demenzen sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt der häufigste Grund für die Entstehung von Pflegebedürftigkeit und eine vollstationäre Unterbringung älterer Menschen. Rund zwei Drittel der Pflegeheimbewohner in Deutschland sind von einer demenziellen Erkrankung betroffen, etwa 71,1 % davon, leiden an einer schwerer Form der Demenz.
Menschen mit demenziellen Erkrankungen sind in der selbstständigen Bewältigung ihres Alltags mit zunehmender Progression ihres Syndroms und dem damit verbundenen Leistungsverlust ihrer Hirnleistung erheblich beeinträchtigt.
Dies zeigt sich vor allem durch den Verlust von kognitiven Fähigkeiten, wie Gedächtnisstörungen, insbesondere der Aufnahme und Wiedergabe von neuen Informationen, Störung der Fähigkeit, zu rationalen Urteilen zu gelangen, den Verlust der zeitlichen, räumlichen und personellen Orientierung, Wortfindungsstörungen, Wesensveränderungen, Störungen der emotionalen Kontrolle, Beeinträchtigung der Informationsverarbeitung und dem stetig wachsenden Unvermögen, eigenes Handeln sinnvoll zu planen und umzusetzen.
Der Verlust dieser Fähigkeiten erschwert dem Betroffenen eine selbstständige Organisation und Durchführung von alltäglichen Abläufen, wie zum Beispiel der Körperpflege, dem saisongerechten Ankleiden, dem Zubereiten von Nahrung, der Nahrungsaufnahme und Tätigkeiten der Haushaltsführung.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Zunahme von Demenzerkrankungen in stationären Einrichtungen und die damit verbundenen Herausforderungen an das Pflegepersonal.
2 Betreuungssituation der Demenzkranken in der stationären Altenhilfe: Das Kapitel beschreibt die Lebenssituation von Menschen mit Demenz und die spezifischen Anforderungen, die ihre Erkrankung an die pflegerische Versorgung stellt.
3 Reform der Pflegeversicherung hinsichtlich der Versorgung Demenzkranker: Hier wird die rechtliche Ausgangslage sowie die durch Reformen geschaffene Möglichkeit der Finanzierung zusätzlicher Betreuungskräfte erläutert.
4 Tätigkeitsprofil der zusätzlichen Betreuungskräfte: Das Kapitel definiert die Aufgabenbereiche und Tätigkeitsschwerpunkte der Betreuungskräfte sowie deren Abgrenzung zur regulären Pflege.
5 Anforderungsprofil, Qualifizierung und Rekrutierung der zusätzlichen Betreuungskräfte: Hier werden die Voraussetzungen für Bewerber, das Rekrutierungsverfahren und die Inhalte der vorgeschriebenen Qualifizierungsmaßnahmen behandelt.
6 Datenerhebung mittels Befragung von zusätzlichen Betreuungskräften zur subjektiven Einschätzung ihrer durch die Qualifizierungsmaßnahme erworbenen Kompetenz / Abstract: Dieser Abschnitt stellt das Design, die Durchführung und die Ergebnisse der explorativen Befragung von Betreuungskräften dar.
7 Diskussion: Die Ergebnisse der Untersuchung werden kritisch eingeordnet und mit bestehenden Studien sowie Stellungnahmen von Verbänden diskutiert.
8 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und leitet daraus Empfehlungen sowie zukünftigen Forschungsbedarf ab.
9 Literatur: Das Literaturverzeichnis listet die für die Arbeit verwendeten Quellen auf.
Demenzerkrankung, zusätzliche Betreuungskräfte, stationäre Altenhilfe, SGB XI, Qualifizierungsmaßnahme, Betreuungsbedarf, Pflegeversicherung, Tätigkeitsprofil, Kompetenzeinschätzung, Alltagsgestaltung, Demenzbetreuung, Pflegealltag, Fortbildungsbedarf, Lebensqualität, Betreuungsqualität.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Qualifizierung, den Aufgaben und der praktischen Tätigkeit von sogenannten zusätzlichen Betreuungskräften, die in der stationären Altenhilfe für Menschen mit demenzieller Erkrankung eingesetzt werden.
Zu den zentralen Themen gehören die rechtlichen Rahmenbedingungen nach § 87b SGB XI, die Lebenssituation demenziell erkrankter Heimbewohner, die Anforderungen an die Betreuungskräfte sowie die Evaluation der Qualifizierungsmaßnahme durch die Betreuungskräfte selbst.
Das Ziel ist es, zu ermitteln, ob die in den Richtlinien festgelegten Qualifizierungsinhalte die Betreuungskräfte adäquat auf ihren Berufsalltag vorbereiten und wo die Betreuungskräfte selbst weiteren Fortbildungsbedarf sehen.
Die Arbeit nutzt eine quantitative Methode in Form einer standardisierten Befragung (Fragebogen) von 19 Betreuungskräften, die im Rhein-Main-Gebiet in stationären Einrichtungen tätig sind.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Aufarbeitung der Versorgungssituation von Demenzkranken, die Vorstellung der gesetzlichen Neuerungen, die Definition des Tätigkeitsprofils und die detaillierte Auswertung der empirischen Daten.
Schlüsselwörter sind unter anderem Demenzerkrankung, zusätzliche Betreuungskräfte, stationäre Altenhilfe, Qualifizierungsmaßnahme, SGB XI, Alltagsgestaltung und Betreuungsqualität.
Die Autorin stellt fest, dass in der Qualifizierungsmaßnahme vorwiegend praktisch anwendbare Inhalte gut vermittelt werden, jedoch Kompetenzen in der eigenverantwortlichen Planung und Dokumentation von Arbeitsabläufen sowie im Umgang mit schwierigen Themen wie "Tod und Sterben" weiter vertieft werden sollten.
Ein hoher Bedarf an weiterer Fortbildung besteht laut Befragung insbesondere in den Bereichen der Beschäftigungsangebote für Menschen mit Demenz, der Biografiearbeit, dem Umgang mit herausforderndem Verhalten und der Arbeit mit Angehörigen.
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