Fachbuch, 2012
80 Seiten
0. EINLEITUNG
1. BEGRIFFSERLÄUTERUNGEN
1.1. Kontraktur: Definition, Diagnose und Ursachen
1.1.1. Tendomyogene Kontraktur
1.1.2. Arthrogene Kontraktur
1.1.3. Dermatogene Kontraktur
1.1.4. Neurogene Kontraktur / Spastik
1.1.4.1. Rigor
1.1.4.2. Clonus
1.1.5. Sonstige Ursachen
1.2. Pathophysiologie der Kontraktur
1.3. Kompetenzen von Pflegekräften und Physiotherapeuten
2. KONTRAKTURPROPHYLAXE
2.1. Definition
2.2. Folgen von Kontrakturen
2.3. Indikationen für Kontrakturprophylaxe
2.4. Kontraindikationen für Kontrakturprophylaxe
2.5. Aktive Maßnahmen
2.5.1. Der Gang
2.5.1.2. Gehhilfen und ihre Einsatzmöglichkeiten
2.5.2. Die 10-Minuten-Aktivierung
2.5.3. Resistive Maßnahmen
2.6. Assistive Maßnahmen
2.7. Passives Dehnen / passives Durchbewegen
2.7.1. Prinzipien beim Durchbewegen
2.8. Lagerung
2.8.1. Lagerungsmittel
2.8.2. Kritische Gedanken zur Lagerung
2.8.3. Lagerungsbeispiele
2.8.3.1. Flache Lagerung
2.8.3.2. Lagerung nach Aspekten des Bobath-Konzeptes / LIN
2.8.3.3. Lagerung mit dem Schiffchen
2.8.3.4. Seitlagerung
2.8.3.5. Variation mit dem Seitenschläferkissen
2.8.3.6. Physiologische Mittelstellung der Gelenke in Rückenlage
3. ALLGEMEINE ANATOMIE EINES GELENKES
3.1. Bestandteile eines Gelenkes
3.2. Bewegungsachsen
3.2.1. Transversale Achse
3.2.2. Sagittale Achse
3.2.3. Longitudinale Achse
3.3. Gelenktypen
3.3.1. Scharniergelenk
3.3.2. Eigelenk
3.3.3. Sattelgelenk
3.3.4. Kugelgelenk
3.3.5. Zapfengelenk
3.4. Bewegungsausführungen und- richtungen
4. PRAKTISCHE DURCHFÜHRUNG
4.1. Finger und Daumen
4.1.1. Die spastische Faust
4.2. Handgelenk
4.3. Ellenbogengelenk
4.3.1. Umwendebewegung des Unterarmes
4.4. Schultergelenk
4.4.1. Schmerzhafte Schulter bei Apoplex-Pflegekunden
4.5. Zehen
4.6. Sprunggelenk
4.6.1. Der Spitzfuß
4.6.2. Der neurologische Spitzfuß
4.7. Kniegelenk
4.8. Hüftgelenk
4.9. Wirbelsäule
4.9.1. Halswirbelsäule
4.9.2. Brustwirbelsäule
4.9.3. Lendenwirbelsäule
5. DOKUMENTATION
5.1. Befunderhebung und Dokumentation
5.1.1. Ermittlung der Risikofaktoren
5.1.1.1. Checkliste Kontrakturrisiko
5.2. Ermittlung und Dokumentation der Kontraktur
5.2.1. Winkelmessung in Gradzahlen
5.2.2. Verbale Beschreibung der Beweglichkeit
5.2.3. Kombinierte Erfassung: Farben und Text
5.2.4. Kombinierte Erfassung: Schwarz-Weiß-Markierung und Text/Symbol
5.2.5. Bewegungsanamnese-Blatt
5.3. Planung der Ziele und erforderlichen Maßnahmen
5.4. Dokumentation der Durchführung
6. SCHLUSSBEMERKUNG
Das Ziel der Arbeit ist es, Pflegekräften und Therapeuten einen praxisorientierten Leitfaden zur Befundung, Dokumentation und Durchführung der Kontrakturprophylaxe an die Hand zu geben, um Kontrakturen bei betroffenen Patienten effektiv vorzubeugen oder zu behandeln und dabei die Eigenständigkeit der Patienten zu fördern.
4.4.1. Schmerzhafte Schulter bei Apoplex-Bewohnern
Bei jeder Armbewegung bewegt sich durch Muskeln der untere Schulterblattwinkel auf dem Brustkorb automatisch nach außen (glenohumerales Spiel). Dadurch bleibt zwischen Schultergelenkkopf und dem darüber liegenden sog. Schulterdach eine Lücke frei, durch die die Sehne des M. suprasinatus ungestört hin- und her gleiten kann.
Nach einem Apoplex bewegt sich entweder durch die Lähmung oder durch die Spastik der Schulterblattwinkel nicht mehr automatisch nach außen. Daher öffnet sich die Supraspinatus-Lücke ab einer Flexion bzw. Abduktion von etwa 90° nicht mehr und die Sehne wird bei einer trotzdem weitergeführten Bewegung über 90° jedes Mal zwischen Gelenkkopf und Schulterdach gequetscht. Diese Bewegungen werden häufig bei Pflegemaßnahmen durchgeführt. Durch die Quetschung der Sehne kommt es nach einigen Wochen zur schmerzhaften Schulter. Deren Behandlung ist sehr langwierig und kann sich durch Unkenntnis und Missachtung der Biomechanik zusätzlich verzögern.
Das Schultergelenk sollte maximal bis 90° flektiert und / oder abduziert werden; dies ist allerdings im Pflegealltag oft nicht ausreichend für Waschen und An- / Entkleiden. Die Pflegekraft zieht („löst“) den Schulterblattwinkel mit einer Hand von der Wirbelsäule zur Außenseite des Brustkorbes. Dies ist nicht schmerzhaft für den Pflegekunden!
EINLEITUNG: Die Autorin begründet die Notwendigkeit dieses Buches durch den Bedarf nach zeitsparenden, praxistauglichen Informationen zur Kontrakturprophylaxe im Pflegealltag.
BEGRIFFSERLÄUTERUNGEN: Es werden verschiedene Kontrakturarten, deren Entstehungsursachen sowie die zugrundeliegende Pathophysiologie und die jeweiligen Kompetenzbereiche der Berufsgruppen definiert.
KONTRAKTURPROPHYLAXE: Dieses Kapitel behandelt das interdisziplinäre Vorgehen, von aktiven über assistive bis hin zu passiven Maßnahmen sowie verschiedene Lagerungstechniken unter kritischer Betrachtung.
ALLGEMEINE ANATOMIE EINES GELENKES: Eine anatomische Wiederholung, die Gelenkbestandteile, Bewegungsachsen und Gelenktypen erläutert, um ein Verständnis für die Bewegungsabläufe zu schaffen.
PRAKTISCHE DURCHFÜHRUNG: Der zentrale Teil bietet bebilderte Anleitungen für die praktische Durchführung von Bewegungsübungen an einzelnen Gelenkbereichen des Körpers.
DOKUMENTATION: Fokus auf die systematisierte Befunderhebung, Risikoeinschätzung und verschiedene Dokumentationsmethoden im pflegerischen Prozess.
SCHLUSSBEMERKUNG: Abschließende Reflexion über die Bedeutung der Kontrakturprophylaxe für die Lebensqualität und die ethische Verantwortung der Pflegenden.
Kontrakturprophylaxe, Pflegewissenschaft, Physiotherapie, Lagerungstechniken, Gelenkbeweglichkeit, Apoplex, Spastik, Dokumentation, Bewegungsanamnese, interdisziplinäre Zusammenarbeit, Mobilisation, Rehabilitation, Pflegealltag, Biomechanik, Sturzprävention.
Das Ziel ist es, Pflegenden und Therapeuten ein verständliches und direkt anwendbares Werkzeug an die Hand zu geben, um Kontrakturen vorzubeugen und bestehende Einschränkungen korrekt zu beurteilen und zu dokumentieren.
Die Arbeit behandelt die Praxis der Kontrakturprophylaxe in Pflege und Therapie, mit einem starken Fokus auf die praktische Ausführung der Bewegungen und deren fachgerechte Dokumentation.
Die Themen umfassen die anatomischen Grundlagen, verschiedene Kontrakturarten, präventive Lagerungstechniken, aktive sowie passive Bewegungsangebote und die gesetzlich verankerte Pflegedokumentation.
Die Arbeit basiert auf einer Kombination aus Literaturrecherche, pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen und der langjährigen praktischen Erfahrung der Autorin in der Physiotherapie und Altenpflegeausbildung.
Der Hauptteil gliedert sich in eine anatomische Einführung, die detaillierte bebilderte Darstellung praktischer Grifftechniken für alle relevanten Gelenke sowie eine fundierte Anleitung zur Befundung und Dokumentation.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Kontrakturprophylaxe, aktivierende Pflege, Bewegungsanamnese, anatomische Gelenktypen und patientenorientierte Dokumentation.
Es dient dazu, die Supraspinatus-Lücke bei Armbewegungen freizuhalten und so eine schmerzhafte Quetschung der Sehne zwischen Gelenkkopf und Schulterdach zu verhindern.
Sie dient als ganzheitliches Angebot, das motorische, psychosoziale und kognitive Fähigkeiten anspricht und durch den Einsatz alltäglicher Materialien motivierend auf die Pflegekunden wirkt.
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