Doktorarbeit / Dissertation, 2010
615 Seiten, Note: summa cum laude
1 Einleitung
2 Theoretische Vorbetrachtungen
2.1 Interventionsstudien zum Untersuchungsgegenstand
2.1.1 Intendiert-explosive Kontraktionen
2.1.2 Unterschiedliche Bewegungsgeschwindigkeiten
2.1.3 Hormonelle Reaktionen
2.1.4 Fazit der Interventionsstudien
2.2 Der Begriff der Kraft
2.2.1 Schnellkraft und muskuläre Leistung
2.2.2 Trainingsmethoden der Schnellkraft
2.3 Biologische Basis für Kraft und muskuläre Leistung
2.3.1 Neuronale Faktoren
2.3.2 Neuronale Adaptationen
2.3.3 Muskuläre Faktoren
2.3.4 Muskuläre Adaptationen
2.3.5 Determinanten der Skelettmuskeladaptation
2.4 Muskuläre Leistung und ihre Operationalisierung
2.4.1 Startkraft
2.4.2 Exkurs muskuläre Vorspannung
2.4.3 Explosivkraft
2.4.4 Weitere Kennziffern der Schnellkraft
2.4.5 Leistung
2.4.6 Variablen der muskulären Leistung
2.5 Explizite Fragestellung und Herleitung der Hypothesen
2.5.1 Hypothesen zu Fragestellung 1
2.5.2 Hypothesen zu Fragestellung 2
2.5.3 Hypothesen zu Fragestellung 3
3 Methodik
3.1 Belastungskonfiguration des Trainingsprogramms
3.2 Messpositionen der Testübungen
3.2.1 Messposition Beinpresse
3.2.2 Messposition Beinstrecken
3.2.3 Messposition Brustpresse
3.2.4 Messposition Bizeps Curl
3.2.5 Squat Jump
3.3 Isometrische Maximalkraftmessung
3.4 Dynamische Kraftmessung
3.4.1 One repetition maximum (1 RM)
3.4.2 Muskuläre Leistung
3.5 Datenauswertung der muskulären Leistung
3.5.1 Verwendete Software
3.5.2 Auswahl und Triggerung der Kraft-Zeit-Kurve
3.6 Berechnung der Variablen
3.6.1 Grundlegende Berechnungen
3.6.2 Muskuläre Vorspannung
3.6.3 Zurückgelegter Weg
3.6.4 Normalisierte Kurven
3.7 Auswertung der Trainingsdaten
3.8 Erfassung der hormonellen Auslenkungen
3.9 Statistische Verfahren
3.9.1 Reliabilität der Variablen der muskulären Leistung
3.9.2 Datenreduktion
3.9.3 Varianzanalyse mit Messwiederholung
3.9.4 Praktische Bedeutsamkeit des experimentellen Effekts
4 Darstellung und Diskussion der Ergebnisse
4.1 Test-Retest-Reliabilitätsbetrachtungen
4.1.1 Startkraft, Kraftentwicklung und Kraft
4.1.2 Leistung, Geschwindigkeit und Beschleunigung und deren Entwicklung
4.1.3 Schnellkraftvariablen nach Zatsiorsky
4.1.4 Zeitdauer und Zeitmaxima
4.1.5 Übergreifende Maximalkennziffern
4.1.6 Hypothesenbesprechung Reliabilitätsbetrachtungen
4.2 Auswertung der Trainingsdaten
4.2.1 Grundlegende Trainingsdaten
4.2.2 Beinpresse
4.2.3 Brustpresse
4.2.4 Veränderung des Trainingsvolumens
4.2.5 Hypothesenbesprechung Trainingsvorgaben
4.3 Maximal- und Sprungkraft
4.3.1 Beinpresse
4.3.2 Beinstrecken
4.3.3 Brustpresse
4.3.4 Bizeps Curl
4.3.5 Squat Jump
4.3.6 Hypothesenbesprechung und Diskussion
4.4 Relative muskuläre Vorspannung
4.4.1 Reliabilität der Testübungen Bein- und Brustpresse
4.4.2 Unterschiedsprüfung der Testübung Beinpresse
4.4.3 Unterschiedsprüfung der Testübung Brustpresse
4.4.4 Hypothesenbesprechung und Diskussion
4.5 Unterschiedsprüfung der Variablen der muskulären Leistung, Testübung Beinpresse
4.5.1 Maximale Kraft (Fmax)
4.5.2 Maximale Kraftentwicklung (RFDmax)
4.5.3 Normalisierte Kraft-Zeit-Kurve
4.5.4 Maximale Leistung (Pmax)
4.5.5 Maximale Leistungsentwicklung (RPDmax)
4.5.6 Normalisierte Leistungs-Zeit-Kurve
4.5.7 Maximale Geschwindigkeit (vmax)
4.5.8 Normalisierte Geschwindigkeits-Zeit-Kurve
4.5.9 Maximale Geschwindigkeitsentwicklung (RVDmax)
4.5.10 Dauer der konzentrischen Phase (DOCC)
4.5.11 Zurückgelegter Gesamtweg (dmax)
4.5.12 Momentankraft bei maximaler momentaner Leistung (FPmax)
4.5.13 Zeitdauer bis zum Erreichen der maximalen Geschwindigkeit (tvmax)
4.5.14 Hypothesenbesprechung und Diskussion
4.6 Unterschiedsprüfung der Variablen der muskulären Leistung, Testübung Brustpresse
4.6.1 Maximale Kraft (Fmax)
4.6.2 Maximale momentane Kraftentwicklung (RFDmax)
4.6.3 Normalisierte Kraft-Zeit-Kurve
4.6.4 Maximale Leistung (Pmax)
4.6.5 Maximale momentane Leistungsentwicklung (RPDmax)
4.6.6 Normalisierte Leistungs-Zeit-Kurve
4.6.7 Maximale Geschwindigkeit (vmax)
4.6.8 Maximale Geschwindigkeitsentwicklung (RVDmax)
4.6.9 Normalisierte Geschwindigkeits-Zeit-Kurve
4.6.10 Dauer der konzentrischen Phase (DOCC)
4.6.11 Zurückgelegter Gesamtweg (dmax)
4.6.12 Momentankraft bei maximaler momentaner Leistung (FPmax)
4.6.13 Zeitdauer bis zum Erreichen der maximalen Geschwindigkeit (tvmax)
4.6.14 Hypothesenbesprechung und Diskussion
4.7 Hormonelle Reaktionen
4.7.1 Testosteron
4.7.2 Cortisol
4.7.3 Human growth hormone
4.7.4 Insulin-like growth factor 1
4.7.5 Testosteron/Cortisol-Quotient
4.7.6 „Area under curve with respect to increase” (AUCi)
4.7.7 Hypothesenbesprechung und Diskussion
5 Zusammenfassung, Methodenkritik und Ausblick
5.1 Zusammenfassende Ergebnisdiskussion
5.2 Abgeleitete Empfehlungen für die Krafttrainingspraxis
5.3 Methodenkritik und Ausblick
5.3.1 Variablen der muskulären Leistung
5.3.2 Quantifizierung und Qualifizierung des Trainingsreizes
5.3.3 Intendiert-explosive Kontraktionen
5.3.4 Hormone
5.3.5 Weitere Faktoren
5.3.6 Zukünftiges Forschungskonzept
6 Literatur
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von drei unterschiedlichen Bewegungsausführungen – intendiert-explosiv, kontrolliert-zügig und langsam – im Hypertrophie-orientierten Krafttraining über einen Zeitraum von sechs Wochen auf die muskuläre Leistung, unter Berücksichtigung von Maximal- und Sprungkraftveränderungen sowie akuter hormoneller Auslenkungen.
1 Einleitung
Sportartbegleitendem Krafttraining kommt im leistungssportlichen Training zur Maximierung und Optimierung der muskulären Leistung sowie als Verletzungsprophylaxe (Verbesserung der Gelenkstabilität, Erhöhung der Belastungsverträglichkeit) eine zentrale Rolle zu (Fleck & Kraemer, 2004; Liu, Schlumberger, Wirth, Schmidtbleicher, & Steinacker, 2003; Martin, Carl, & Lehnertz, 1993). In den meisten Sportarten ist die Wettkampfleistung zeit-, weg- und kraftabhängig. „Von der physiologischen Muskelleistung ist im Zusammenhang mit der sportlichen Leistung in erster Linie der in Arbeit umgesetzte Teil wesentlich“ (Martin et al., 1993, S. 101). Die Entwicklung der sportartspezifischen muskulären Leistung stellt eine der wichtigsten physiologischen Adaptationen für die Verbesserung der Leistungsfähigkeit durch begleitendes Krafttraining dar. Ihre Entwicklung besitzt einen höheren Stellenwert als die Entwicklung der Maximalkraft an sich (Duchateau & Hainaut, 2003, p. 317).
Ausgehend von der zentralen Bedeutung des sportartbegleitenden Krafttrainings wird in der vorliegenden Dissertation der Einfluss der Bewegungsausführung im Hypertrophie-orientierten Krafttraining nach der Methode der submaximalen Kontraktionen bis zur Erschöpfung auf die muskuläre Leistung betrachtet. Ein Muskelquerschnittstraining mit hohen Lasten führt sowohl zu einer verbesserten Rekrutierung von Typ-II Muskelfasern, Feuerungsfrequenz und Synchronisation als auch zu einer myofibrillären Muskelquerschnittszunahme (Aagaard, Simonsen, Andersen, Magnusson, & Dyhre-Poulsen, 2002) und letztendlich zu einer gesteigerten Kraftentwicklung und Leistung bei gleicher dezidierter Last (Ratamess, Alvar, Evetoch, Housh, Kibler, Kraemer et al., 2009). Unklar ist, ob eine intendiert-explosive Bewegungsausführung im Muskelquerschnittstraining gegen hohe Lasten größere Effekte auf die Kraft- und Leistungsentwicklung hat als eine kontrolliert-zügige oder langsame Bewegungsausführung.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung von begleitendem Krafttraining für die sportliche Leistung dar und formuliert die zentrale Fragestellung der Arbeit bezüglich des Einflusses verschiedener Bewegungsausführungen.
2 Theoretische Vorbetrachtungen: Dieses Kapitel gibt einen umfassenden Überblick über Interventionsstudien zum Untersuchungsgegenstand, definiert den Kraftbegriff, erläutert die biologischen Grundlagen der Kraft und beschreibt Operationalisierungsmöglichkeiten der Schnellkraft.
3 Methodik: Der methodische Teil erläutert die Belastungskonfiguration des Trainingsprogramms, die Messpositionen bei den Testübungen sowie die eingesetzten Verfahren zur Datenauswertung und statistischen Analyse.
4 Darstellung und Diskussion der Ergebnisse: Hier werden die Ergebnisse der Test-Retest-Reliabilitätsbetrachtungen, die Auswertung der Trainingsdaten sowie die Auswirkungen auf Maximal-, Sprungkraft und hormonelle Parameter detailliert dargestellt und diskutiert.
5 Zusammenfassung, Methodenkritik und Ausblick: Dieses abschließende Kapitel fasst die Kernaussagen zusammen, kritisiert die methodische Vorgehensweise und gibt einen Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten.
Krafttraining, muskuläre Leistung, Bewegungsausführung, Hypertrophie, Schnellkraft, hormonelle Auslenkungen, Maximalkraft, Sprungkraft, Test-Retest-Reliabilität, Kraft-Zeit-Kurve, neuromuskuläre Adaptation, Trainingsvolumen, biomechanische Analyse, Kraftentwicklung, Muskelversagen.
Die Dissertation analysiert, wie unterschiedliche Formen der Bewegungsausführung im Hypertrophie-orientierten Krafttraining (bis zur Erschöpfung) die muskuläre Leistung sowie akute hormonelle Reaktionen beeinflussen.
Zentrale Themen sind die Steuerung von Krafttraining durch die Bewegungsgeschwindigkeit, die Reliabilität verschiedener Leistungsvariablen und die physiologischen Adaptationsmechanismen, speziell in Bezug auf Kraft und Hormone.
Ziel war es, die sportartbegleitende Krafttrainingsform zu identifizieren, die am effektivsten zu einer Erhöhung der muskulären Leistung unter Berücksichtigung von Maximal- und Sprungkraftveränderungen sowie hormoneller Auslenkungen führt.
Es handelt sich um eine 6-wöchige Interventionsstudie mit drei Trainingsgruppen (intendiert-explosiv, kontrolliert-zügig, langsam) und einer Kontrollgruppe, flankiert durch eine umfassende reliabilitätsstatistische Analyse von Messdaten.
Der Hauptteil analysiert die Test-Retest-Reliabilität der erhobenen Parameter, wertet die Trainingsdaten aus und diskutiert die gefundenen Effekte auf die Maximalkraft, die muskuläre Leistung (Kraft-Zeit-Kurven) und hormonelle Reaktionen (Testosteron, Cortisol, hGH, IGF-1).
Krafttraining, muskuläre Leistung, Bewegungsausführung, Schnellkraft, hormonelle Auslenkungen, Maximalkraft, neuronale Adaptation, Test-Retest-Reliabilität.
Die Studie ergab, dass in den Testgruppen EST, MST und KON keine signifikanten Veränderungen der Sprungkraft zu verzeichnen waren, lediglich die MSTex-Gruppe zeigte eine tendenzielle Verbesserung der Sprunghöhe.
Die Arbeit untersucht, ob verschiedene Belastungsprotokolle zu signifikant unterschiedlichen akuten hormonellen Auslenkungen führen, wobei insbesondere die EST-Gruppe durch höhere akute hGH-Reaktionen nach dem Training auffiel.
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